Montag, 17. Januar 2022
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24h Nürburgring
18.05.2018

Drei Fragen an Maro Engel

Maro Engel fuhr beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring seinen dritten Podestplatz ein. Der Weg dahin war geprägt von besonderen Momenten...

Maro, was war dein persönliches Highlight des 24-Stunden-Rennens? 
Maro Engel: „Es gab viele besondere Momente. Das Top-30-Qualifying war unglaublich: Die Strecke zwei Runden ohne Verkehr, mit leichtem Auto und neuen Reifen - das war der absolute Hammer. Ich hatte die schnellste Nordschleifen-Runde meines Lebens (Anm. d. Red.: 8:09,916 Minuten; 25,378 km; ø 186.483 km/h). Ein weiteres Highlight war Manuels Stint in der Nacht, als er an dem Porsche vorbeiging und die Führung übernahm. Und dann natürlich das Podium. Mein drittes Gesamtpodium beim 24-Stunden-Rennen. Ich habe jetzt die private Kollektion voll: ein Sieg, ein zweiter Platz und einmal Dritter.“

In der zweiten Rennhälfte gab es extrem schwierige Bedingungen. Beschreib uns doch bitte, wie es sich anfühlt, bei Nebel und Nässe auf der Strecke zu sein? Was geht einem durch den Kopf? 
„Generell ist die Nordschleife bei Nässe super schwierig. Die Grip-Verhältnisse ändern sich ständig. An einigen Stellen steht das Wasser, an anderen rinnen regelrecht kleine Flüsse über die Strecke und man schwimmt immer wieder auf. Dazu kam noch der Nebel. Kurz vor der Rennunterbrechung war es zeitweise wie im Blindflug. Von daher war die rote Flagge definitiv richtig. Man kann sich darüber streiten, ob sie nicht vielleicht sogar schon ein paar Runden früher hätte kommen müssen. Ich habe das auch an die Box gefunkt. Man sah kaum noch was. Vor allem auf Start-und-Ziel war es heikel, aber auch in Richtung Schwedenkreuz - das sind extrem schnelle Passagen.“

Wärst du gerne den Schluss-Stint gefahren? Hand aufs Herz... 
„Adam hat sich wohlgefühlt und hat das auch bravourös gemeistert. Er hat alles gegeben und gekämpft wie ein Löwe. Kein anderer hätte es besser machen können. Das Schöne an unserem Team ist, dass wir alles offen besprechen. Es war letztlich eine gemeinsame Entscheidung, dass Adam das Rennen nach Hause fahren soll. Und wie gesagt, hat er das absolut mega gemacht. Wir sind alle sehr stolz auf ihn. Ich bin in der Vergangenheit schon öfter den Schluss gefahren und ich kann sagen: Zuschauen kostet wohl mehr Nerven, als selbst zu fahren.“