Samstag, 25. November 2017
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VLN
25.10.2017

Torsten Kratz mit seinem erfolgreichsten VLN-Jahr

Am Ende Platz 6 von 271 gewerteten Teilnehmern in der Produktionswagen-Trophäe und Platz 31 von 878 gewerteten Teilnehmern in der VLN Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring. Torsten Kratz ist dennoch nicht zufrieden: „Da war dieses Jahr deutlich mehr drin, mindestens Top Ten in der Gesamtwertung. Die Saison fing richtig gut an, gekrönt vom 24h-Klassensieg Ende Mai. Ab dann verließ mich das Glück.“

Am Ende überwiegt bei dem 46-Jährigen aber die Freude über das gute Ergebnis. „Es war eine lange und sehr intensive Saison. Die Stimmung im Sorg-Team war hervorragend, die Autos waren top vorbereitet. Ich durfte diverse Fahrzeuge in diversen Klassen pilotieren, stand fünfmal auf dem Podium. Es gab schöne, harte aber immer faire Zweikämpfe, ich hatte keinen Unfall, konnte Siege und viele Podiumsplatzierungen feiern und hatte vor allem einen riesigen Spaß. Und im BMW-Sportpokal dürfte ich auch weit vorn gelandet sein, vermutlich Zweiter.“

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Wenn da nicht immer wieder mal Pech einen Strich durch die Rechnung gemacht hätte. „Im ersten freien Training nach dem 24h-Rennen ging am V4-BMW 325i der Motor ein. Der neue Motor streute in der Leistung weit nach unten, was nach weiteren zwei Läufen einen erneuten Wechsel erforderlich machte. Bei VLN 8 platzte im Training ein Reifen und wir mussten von ganz hinten starten. Im V5-Cayman wurden wir, nachdem wir das nagelneue Auto konkurrenzfähig abgestimmt hatten und siegfähig waren, immer wieder von einem Elektronik-Problem geplagt, dessen Ursache schwer zu finden war. Sorg Rennsport hat an beiden Fahrzeugen einen enormen Aufwand betrieben und gerade in den V5-Cayman viel Zeit und Geld investiert. Da ist es besonders undankbar und enttäuschend, wenn einem nagelneue Technik eine Strich durch die Rechnung macht.“

„Eine kleine Unaufmerksamkeit bei Gelb meines Teamkollegen und eine damit leider berechtigte Stop & Go-Strafe kostete uns den klaren Sieg bei VLN 7 mit dem V5-BMW M3 GT. Zuletzt bei VLN 9 wurde mein Teamkollege Dominik Thiemann in der letzten Runde im Kampf um den V5-Sieg von einem SP8-M3 weggerempelt. Es waren immer wieder Kleinigkeiten, die aber über Sieg oder Niederlage entschieden. Hätte, wenn und aber zählen nicht, sondern nur die Ergebnisse.“

 „Wir sind bei Sorg Rennsport mittlerweile wie eine große Familie. Durch meinen Doppelstart über die gesamt Saison bin ich mit den fünf verschiedenen Teamkollegen Oskar Sandberg, Kevin Warum, Dominik Thiemann, Kevin Totz und Tristan Viidas auf vier verschiedenen Autos - Porsche Cayman, BMW M235i Racing, BMW M3 GT, BMW 325i - in der VLN unterwegs gewesen. Mein Dank gilt natürlich neben ihnen auch den Car-Chiefs Jan Fischer, Nico Skowronek und Thomas Panthöfer.“

„Das gesamte Team hat einen Riesen-Einsatz über die gesamte Saison gezeigt. Am Ende sind drei Piloten in den Top 37 der VLN-Gesamt-Meisterschaft und damit ist Sorg Rennsport so erfolgreich wie noch nie. Darauf lässt sich für 2018 aufbauen.“

Wie genau es 2018 weitergeht kann der Porsche-Instrukteur noch nicht sagen. Fakt ist aber, dass gemeinsam mit den Brüdern Benjamin und Daniel Sorg ein erfolgsversprechendes Paket geschnürt werden könnte. Die Priorität liegt natürlich wieder auf der Nürburgring-Nordschleife mit den Rennen zur Langstreckenmeisterschaft und dem ADAC 24h-Rennen.