Mittwoch, 28. Juni 2017
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Sportwagen Allgemein
10.04.2017

True Racing beendet die 12h-Red-Bull-Ring in den Top-Ten

Ein österreichisches Auto, ein österreichisches Team, eine österreichische Fahrerpaarung, all das auf dem österreichischen Red Bull Ring – und am Ende mit Gesamtrang acht und Platz fünf in der A6-AM-Wertung ein sensationelles Ergebnis für die Mannschaft von True Racing. Dabei hatte das Trio Hubert Trunkenpolz, Klaus Angerhofer und Reinhard Kofler am Weg zum großen Triumph einige Schreckmomente zu überstehen: Unter anderem war die Belastung für die Bremsen brutal, was sogar einigen GT3-Teams zum Verhängnis wurde.

Auch am KTM X-BOW GT4 mit SPX-Kit mussten die Bremsscheiben getauscht werden, zusätzlich wurde Hubert Trunkenpolz in einem Stint von einem Mitbewerber rücksichtslos umgedreht und in die Auslaufzone geschoben, was das Team einige Runden kostete.

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Doch die fahrerischen Leistungen der drei Piloten waren nahezu perfekt, jeder einzelne holte das Maximum aus sich und dem Auto, wodurch am Ende die erhoffte beziehungsweise viel mehr erträumte Top-Ten-Platzierung möglich wurde. Nicht weniger als sieben GT3-Teams ließ man hinter sich, dementsprechend groß war die Freude nach der Zieldurchfahrt: „Wir haben lange und hart für dieses Resultat gearbeitet, ich freue mich sehr für das ganze Team“, so KTM-Vorstand Hubert Trunkenpolz, der bei seinem Resümee die Leistung der Mannschaft in den Vordergrund rückte: „Mein besonderer Dank gilt den Mechanikern und den Ingenieuren, die heute eine außergewöhnliche Performance an den Tag gelegt haben!“ Teamkollege Klaus Angerhofer: „Die Jungs waren einfach spitze, auch die Taktik war perfekt, am Schluss konnten wir sogar Sprit sparen und einfach ins Ziel cruisen. Das war ein hartes Rennen, umso schöner ist ein so toller Erfolg!“ Und auch KTM-Werksfahrer Reinhard Kofler war im Ziel sichtlich gerührt: „Es war ein langer Weg bis hierher. Wir wussten immer, wozu der KTM X-BOW GT4 fähig ist, heute konnten wir das zeigen und abschnittsweise sogar mit den GT3-Autos mithalten. Das fühlt sich an wie ein Sieg und wir freuen uns schon auf die kommenden Aufgaben!“

Neben den vielen lachenden Gesichtern gab’s für True Racing allerdings auch einen Wermutstropfen zu verkraften: Das zweite Fahrzeug mit der Startnummer 46, das in der SP2-Klasse von der souveränen Pole-Position gestartet war, musste nach einer unverschuldeten Kollision leider früh die Segel streichen, wie Startfahrer Ferdinand Stuck berichtet: „Ein Mitbewerber hat uns links hinten getroffen, dabei wurde die Antriebswelle beschädigt. Als die brach, hat der Motor überdreht, worauf wir leider endgültig aufgeben mussten. Eine Verkettung unglücklicher Umstände, aber ich bin mir sicher, mein Bruder Johannes und Gerald Kiska starten bald wieder mit frischer Motivation und mehr Fortune!“