Freitag, 23. Juni 2017
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Rallye WM
13.06.2017

Kopecky/Dresler feiern ersten WRC 2-Sieg der Saison

Jan Kopecky und Beifahrer Pavel Dresler (SKODA FABIA R5) dominierten die WRC 2-Kategorie bei der Rallye Italien Sardinien nach Belieben. Von der zweiten Wertungsprüfung an kontrollierten sie das Geschehen von der Spitze weg und fuhren mit einer fehlerfreien Fahrt zu 13 Bestzeiten auf den 19 Prüfungen. Damit schafften sie im dritten Anlauf zum ersten Mal den Sieg in der WRC 2 auf der Mittelmeerinsel.

Für Kopecky war dies zugleich der erste Erfolg bei einem auf Schotter ausgetragenen WM-Lauf und der insgesamt dritte WRC 2-Sieg seiner Karriere. Die jungen Markenkollegen Ole Christian Veiby/Stig Rune Skjaermoen fuhren mit ihrem vom privaten Team Printsport eingesetzten SKODA FABIA R5 zu drei Bestzeiten und auf Rang zwei in der WRC 2.

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Vier Sonderprüfungen, die im Norden von Alghero an einem sonnigen Sonntag über insgesamt 42 Kilometer härtesten Schotter führten, stellten für die Teams eine besondere Herausforderung zum Finale der Rallye dar. „Die Pisten waren besonders im zweiten Durchgang der letzten Wertungsprüfung ziemlich ramponiert und von tiefen Spurrillen durchzogen. Heute ging es für mich vor allem darum, sauber durchzukommen und den zweiten Platz in der WRC 2 abzusichern“, betonte der glückliche Nachwuchsfahrer Ole Christian Veiby im Ziel. Mit diesem Erfolg schob sich der Norweger in der Meisterschaftstabelle der WRC 2 auf Rang sechs hinter Jan Kopecky.

Der Tschechische Meister sah sich am Schlusstag der Rallye in ein Prestigeduell mit dem in der WRC 2 nicht punkteberechtigten Ford-Piloten Eric Camilli um den Sieg in der Klasse RC2 verwickelt. Lag Kopecky am Ende der ersten Etappe noch hauchdünn mit 0,9 Sekunden in Front, so entschied sich der SKODA Pilot im Finale, vor allem den Sieg in der WRC 2 abzusichern: „Es wäre sicher schön gewesen, vor Camilli ins Ziel zu kommen. Aber er fuhr offenkundig am Limit. Ich wollte dagegen keine unnötigen Risiken eingehen, um den Sieg in der WRC 2 sowie wichtige Meisterschaftspunkte nicht zu gefährden“, erklärte Kopecky seiner Strategie. Nachdem die vorletzte Prüfung aufgrund eines Unfalls von Hayden Paddon, dessen Auto die Strecke blockierte, abgebrochen werden musste, stand nur noch die kurze, finale ,Power Stage-Prüfung auf dem Programm. Jan Kopecky und Beifahrer Pavel Dresler fuhren den ungefährdeten Sieg in der WRC 2-Kategorie nach Hause und krönten ihre Leistung mit der 13. Bestzeit im Verlauf der Rallye.

SKODA Motorsport-Chef Michal Hrabánek war mit der Leistung hochzufrieden. „Jan und Pavel waren nicht nur schnell, sondern auch sehr clever unterwegs. Glückwunsch auch an die Junioren Ole Christian Veiby/Stig Rune Skjaermoen zu ihrer tollen Vorstellung und dem zweiten Platz. Während unserer Wettbewerber in der WRC 2 zahlreiche Probleme hatten, bin ich sehr glücklich zu sehen, wie problemlos die SKODA FABIA R5 liefen und wie fehlerfrei die Teams agiert haben“, kommentierte Hrabánek das Geschehen.

Auf dem Podium im Hafen von Alghero feierte das SKODA Motorsportteam die anhaltende Siegesserie der Marke und Saisonsieg Nummer sieben. Mit dem zehnten WRC 2-Sieg in Folge ist der SKODA FABIA R5 saisonübergreifend bei 17 von 18 WM-Läufen ungeschlagen.