Freitag, 20. Oktober 2017
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Porsche Carrera Cup
30.06.2017

Heimspiel für raceunion Huber Racing auf dem Norisring

Zurück vom Red Bull Ring, dem Heimrennen von raceunion Huber Racing-Teamchef Christoph Huber, steht kommendes Wochenende das nächste Highlight im Porsche Carrera Cup Deutschland auf dem Programm. Auf dem Norisring hat diesmal das Team aus Neuburg am Inn sein Heimspiel. Das Rennwochenende in Nürnberg findet traditionell im Rahmen der DTM statt. 

Vergangenes Jahr reisten 123.500 Motorsport-Fans ins fränkische Monaco – nicht ohne Grund. Die 2,3 Kilometer lange Strecke wirkt auf den ersten Blick recht unspektakulär, doch jeder Fahrer weiß, dass genau darin die größte Herausforderung liegt. Nirgendwo sonst stehen die Mauern so dicht neben der Ideallinie wie auf dem einzigen Stadtkurs der Porsche Carrera Cup-Saison. Wenige Millimeter entscheiden zwischen Bestzeit und abgefahrenem Spiegel. Bodenwellen machen die Strecke für die Piloten zudem zur Bewährungsprobe und jeder kleine Fehler kann sofort das Aus bedeuten. 

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Wie gut raceunion Huber Racing mit dieser Herausforderung klarkommt, zeigt die Bilanz aus dem Vorjahr. Zwei zweite Plätze stehen zu Buche und auch in der B-Wertung gab es einiges zu feiern. Wolfgang Triller, der amtierende Champion dieser Meisterschaft, erzielte 2016 auf dem Norisring einen Sieg und einen Podiumsplatz. Im zweiten Lauf gab es sogar doppelten Grund zu Freude, denn Wolf Nathan stand gemeinsam mit Triller auf dem Gentlemen-Podium. 


Heimspiel für Speerspitze Ammermüller 

Die Augen sind an diesem Wochenende vor allem auf Michael Ammermüller gerichtet. Der Bayer aus Rotthalmünster ist aktuell Dritter der Fahrerwertung mit lediglich 26 Punkten Rückstand zur Tabellenspitze. In den Läufen sieben und acht der Saison 2017 ist das Ziel des 31-Jährigen klar: Boden auf die Spitze gutmachen und vielleicht sogar noch ein Wörtchen um die Halbzeitmeisterschaft mitsprechen. Dass er ein Könner auf Straßenkursen ist, hat Ammermüller nicht zuletzt 2017 mit seinem Sieg im Porsche Supercup auf der legendären Strecke im Fürstentum Monaco eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Auch seine Bilanz auf dem Norisring kann sich sehen lassen: 2014 erzielte er eine Pole Position und zwei Rennsiege. 

Henric Skoog belegt derzeit Platz fünf in der Rookie-Wertung. Mit einem sauberen Wochenende auf dem Stadtkurs in Nürnberg ist ein Sprung unter die besten Drei in Reichweite. Der Schwede erreichte am vergangenen Rennwochenende auf dem Red Bull Ring mit Rang sieben sein bis dato bestes Ergebnis im Porsche Carrera Cup Deutschland und geht hochmotiviert in die vierte Saisonstation. Auch Teamkollege Ryan Cullen reist mit viel Rückenwind ins Fränkische Monaco. 2016 gelang ihm bei diesem Event erstmals der Sprung in die Top-5. Nach einem kniffligen Auftakt in die Saison 2017 ist das erneut die Ambition des amtierenden Champions der Porsche GT3 Cup Challenge Middle East. 


Angriff in der B-Wertung 

Die beiden Gentlemen-Fahrer Wolfgang Triller und Wolf Nathan möchten an die Erfolge der bisherigen Saison anknüpfen. Für den Bayern Triller steht am Norisring sein Heimspiel auf dem Programm. Mit drei Siegen und insgesamt fünf Podiumsplatzierungen aus sechs Rennen 2017 ist er aktuell der erfolgreichste Pilot der B-Wertung und Tabellenführer dieser Meisterschaft. Auch Niederländer Nathan hat bereits drei Top-3-Platzierungen zu Buche stehen und hofft, auf dem Norisring weitere hinzuzufügen. 

Das Qualifying für beide Läufe auf dem Norisring beginnt am Samstag, 1. Juli um 11:55 Uhr.

Das sagt Teamchef Christoph Huber: „Nach meinem persönlichen Heimrennen hat jetzt das gesamte Team sein Heimspiel. Entsprechend wollen wir natürlich glänzen. Wir hatten am vergangenen Wochenende sehr viel Pech. Michaels Aufholjagd in beiden Rennen hat neben seinem Potenzial auch gezeigt, was in unserem Auto steckt. Nachdem wir uns vergangenes Jahr auf dem Norisring stark präsentiert haben, werden wir unser Bestes geben, es dieses Jahr noch zu toppen. Die Atmosphäre auf dem Stadtkurs ist einfach einzigartig. Nicht umsonst wird der Norisring auch das fränkische Monaco genannt. Wir sind top vorbereitet und können es kaum erwarten, dass es wieder losgeht.“