Montag, 11. Dezember 2017
Motorsport XLDas Motorsport MagazinVorschau Abonnement
Formelsport Allgemein
06.12.2017

Debüt für Günther in der Japanese Super Formula Championship

Bei Maximilian Günther kann von einer Winterpause noch nicht die Rede sein. Der Allgäuer reist direkt im Anschluss an seine zweitägigen Testfahrten in der FIA Formel 2 in Abu Dhabi weiter nach Japan. Dort bestreitet Günther am Mittwoch, 6. Dezember auf der Formel-1-Strecke von Suzuka seinen ersten Test in der hochklassigen Japanese Super Formula Championship. 

Der 20-Jährige wird für das Team Le Mans testen, das seit der Gründung am Start ist. Mit Ralf Schumacher stellte das Team 1996 den ersten Meister der Serie. 2015 und 2016 fuhr der ehemalige Formel-1-Pilot Kamui Kobayashi für das Team Le Mans. In der abgelaufenen Saison 2017 griff der zweifache Macau-Sieger Felix Rosenqvist für die erfahrene Mannschaft ins Lenkrad. 

Anzeige
In die Geschichtsbücher der Japanese Super Formula Championship haben sich viele bekannte Fahrer eingetragen. Die aktuellen Formel-1-Piloten Pierre Gasly und Stoffel Vandoorne bestritten die Serie ebenso wie Indy-500-Sieger Takuma Sato, die früheren F1-Piloten Kazuki Nakajima und Pedro de la Rosa, DTM-Fahrer Loic Duval sowie der dreifache Le-Mans-Sieger André Lotterer. 

Die Rennwagen der Japanese Super Formula Championship gelten seit geraumer Zeit als geeignete Vorbereitung für die Formel 1. Die 2-Liter Turbo-Motoren der japanischen Hersteller Toyota und Honda leisten mehr als 550 PS bei einem Gewicht von 660 Kilogramm und verlangen sowohl den besten Nachwuchstalenten der Welt als auch etablierten Rennfahrern alles ab. 

Günther reist unmittelbar nach seinen erfolgreichen Testfahrten in der FIA Formel 2 von Abu Dhabi nach Suzuka. Auf dem Yas Marina Circuit war er für Racing Engineering, eines der erfolgreichsten Ausbildungsteams der Welt, im Einsatz. In der Woche davor erzielte er auf seiner Asien-Rundreise beim berühmten Macau Grand Prix den fünften Platz. 

Max Günther: „Macau, Abu Dhabi und jetzt noch Suzuka: Es ist fantastisch, welche Erfahrungen ich zum Saisonende mit Blick auf das kommende Jahr sammeln kann. Auf meinen ersten Einsatz in Suzuka und das mir noch unbekannte Auto bin ich gespannt. Ich möchte so viel wie möglich mitnehmen, um mir eine optimale Position für 2018 zu verschaffen. Die japanische Serie ist seit einiger Zeit auch in Europa sehr bekannt und gilt als gute Möglichkeit, den Sprung in die Formel 1 zu schaffen. Da möchte ich natürlich wieder einen guten Eindruck hinterlassen.“