Samstag, 23. November 2019
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USCC
21.09.2015

Bill Auberlen und Dirk Werner gewinnen in Austin

Das BMW Team RLL hat das vorletzte Rennen der United SportsCar Championship (USCC) 2015 auf dem „Circuit of the Americas“ in Austin (US) bei Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit auf den Plätzen eins und sieben in der GTLM-Klasse beendet. Bill Auberlen (US) und Dirk Werner (DE) konnten im BMW Z4 GTLM mit der Startnummer 25 ihren zweiten Saisonsieg feiern. Nach 72 Runden hatten sie 1,993 Sekunden Vorsprung auf den #62 Ferrari.
 
Über weite Strecken des Rennens hatte der #25 BMW Z4 GTLM auf einem sicheren dritten Platz gelegen. Den Sieg verdankte das BMW Team RLL einer ausgezeichneten Strategie, als Werner am Ende genau so viel Benzin sparte, wie er brauchte, um ins Ziel zu kommen. In den letzten Minuten mussten die beiden Porsche, die nahezu das gesamte Rennen angeführt hatten, noch einmal zum Nachtanken an die Box kommen und verloren dadurch ihre Spitzenpositionen. Auberlen und Werner haben nun als Zweite in der Fahrerwertung nur noch drei Punkte Rückstand auf den Führenden Patrick Pilet (FR).
 
John Edwards (US) und Lucas Luhr (DE) erlebten einen enttäuschenden Tag. Sie beendeten das Rennen im Auto mit der Startnummer 24 auf Platz sieben in der GTLM-Klasse, nachdem sie neun Runden vor Schluss wegen eines Reifenschadens einen zusätzlichen Boxenstopp einlegt hatten. Sie liegen auf dem fünften Rang in der Fahrerwertung.
 
Das BMW Team RLL ist damit vor dem letzten Saisonrennen, dem „Petit Le Mans“ am 3. Oktober, wieder zurück im Titelrennen. In Road Atlanta (US) werden die Entscheidungen über alle in der GTLM-Klasse zu vergebenden Titel fallen.
 
Bobby Rahal (Teamchef, BMW Team RLL): „Wir hatten gehofft, dass das ein guter Tag für uns werden würde. Aber wir dachten nicht, dass wir bis so kurz vor Rennende bangen müssten. Das ist ein großartiger Tag für das Team und für BMW. Bill und Dirk haben beide einen tollen Job gemacht. Wie alle anderen mussten auch wir Benzin sparen, um bis zum Ende durchzukommen. Die beiden Porsche kamen ein paar Runden vor uns zum Tankstopp, deshalb ging es am Ende für Dirk nur noch darum, so schnell wie möglich zu fahren und dabei trotzdem genug Benzin zu sparen. Das hat wunderbar funktioniert. Nach den schwierigen letzten Rennen tut dieser Sieg besonders gut.“
 
Bill Auberlen (#25 BMW Z4 GTLM, 1. Platz):  „Danke an das BMW Team RLL, dass es bei dieser Hitze und Luftfeuchtigkeit alles gegeben hat. Für Tage wie diesen machen wir alle unseren Job. Wie immer haben wir auch im Cockpit alles herausgeholt. Nachdem wir das ganze Jahr über in der Meisterschaft eine gute Rolle gespielt haben, sind wir nun wieder ganz nah an der Spitze dran.“
 
Dirk Werner (#25 BMW Z4 GTLM, 1. Platz): „Das Rennen war eine Achterbahnfahrt. Am Anfang lief irgendwie alles gegen uns. Ich habe am Start vier Positionen verloren und mir außerdem einen Bremsplatten eingefahren, der gute Rundenzeiten verhinderte. Bill war danach richtig schnell unterwegs. Er hat eine Corvette überholt und den Anschluss an die Spitzengruppe hergestellt. Nach der Gelbphase sind wir dann wieder auf Platz sechs zurückgefallen. Dass wir trotzdem noch gewonnen haben, grenzt an ein Wunder. Unsere Vorbereitung hat sich ausgezahlt, und das Team hat mir am Ende bei der Kalkulation des Benzinverbrauchs sehr gute Anweisungen gegeben. Das Auto hat sich großartig angefühlt. Ich denke, wir können alle über den wahnsinnig guten Job, den wir gemacht haben, sehr glücklich sein.“
 
John Edwards (#24 BMW Z4 GTLM, 7. Platz): „Der Reifenschaden am Ende war sehr schade für uns, aber zuerst sage ich herzlichen Glückwunsch an die Nummer 25. Die Jungs haben einen tollen Job gemacht. Ich denke, wir hätten heute zwei BMW auf dem Podium sehen können, selbst nach der zweiten Gelbphase, die uns nicht in die Karten gespielt hat. Aber so endet der Tag für Lucas und mich enttäuschend. In der Fahrerwertung hatten wir ohnehin keine Titelchancen mehr. Und so werden wir nun alles dafür tun, damit BMW den Herstellertitel gewinnt.“
 
Lucas Luhr (#24 BMW Z4 GTLM, 7. Platz): „Der Reifenschaden war natürlich Pech. Platz drei wäre drin gewesen, denke ich. Aber so läuft es im Rennsport manchmal. Ich freue mich für die Nummer 25 und BMW, dass es hier zum Sieg gereicht hat. Es war ein sehr heißes, hartes und enges Rennen. Jeder, der hier ganz oben steht, hat es auf jeden Fall verdient.“