Sonntag, 18. August 2019
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ADAC Kart Masters
01.10.2015

Titel-Hattrick zum Greifen nah

Für das ADAC Hessen Thüringen-Fördertalent Tobias Dauenhauer könnte es momentan nicht besser laufen. Erst vor weniger als zwei Wochen hat sich der X30 Senior-Pilot den Meistertitel in Deutschlands stärkster Kartrennserie, dem ADAC Kart Masters, gesichert. Jetzt steuert er geradewegs auf zwei weitere Titel zu – damit wäre der Hattrick perfekt.
 
Auch das vorletzte Wochenende des ADAC Kart Cups in Oschersleben verlief für den Mörlenbacher zufriedenstellend. So konnte er sich bei schönem, sonnigem Wetter bereits im Zeittraining als zweitschnellster Fahrer, mit nur 0,018 Sekunden Rückstand, für die Rennen qualifizieren. „Ich war schon in den freien Trainings sehr schnell unterwegs. Das Kart lag perfekt, theoretisch hätte ich im Zeittraining der Schnellste sein müssen. Aber als meine Reifen ihren Grip-Höhepunkt erreichten, steckte ich leider mitten im Verkehr, weshalb ich nicht frei fahren konnte“, fasste der Intrepid-Pilot zusammen. 
 
Nichtsdestotrotz verliefen die Rennen für den 17-Jährigen zufriedenstellend. In allen drei Rennen konnte er als Zweiter über die Ziellinie fahren. Dennoch bleibt für Dauenhauer ein fader Beigeschmack: „Klar hatte ich die schlechtere Startseite und verlor beim Start oft eine Position. Trotzdem konnte ich Boden gut machen und auf den Führenden aufschließen. Leider Gottes scheint es sich zum aktuellem Trend zu entwickeln, den schnelleren Piloten hinter sich selbst noch auf der Grasnabe zu blocken. Meistens ist ein faires Überholmanöver dann einfach unmöglich, wodurch schönes und reines Racing ausbleibt“, gibt der Gymnasiast zu verstehen. Unterm Strich kann man aber sagen, dass ich mit dem Ergebnis hier in der Motorsport-Arena sehr glücklich bin. Ich habe mir heute weitere 40 Punkte verdient und meinen Vorsprung in der Meisterschaft des ADAC Kart Cup auf 38 Zähler vergrößert. Mein Dank gilt hierbei auch Stefan Magg/ AK-Racing für den grandiosen Motor. Ich freue mich schon jetzt auf das Finale in Bopfingen!“
 
Zurecht darf sich der WAKC-Pilot auf das Finale in Baden-Württemberg freuen. Beim Bundesendlauf werden die besten Fahrer der vier ADAC Regionalserien Nord, Ost, Süd und West aufeinander treffen. Des weiteren wird diese Veranstaltung auch als Finallauf des überregionalen ADAC Kart Cup gewertet. Somit kann der amtierende Kart Masters-Champion nicht nur Sieger im Bundesendlauf werden, sondern auch den Titel im ADAC Kart Cup holen – viel mehr geht nicht.