Donnerstag, 1. Dezember 2022
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24h Nürburgring
22.05.2015

Podestplatz nach 24 Stunden Aufholjagd

Fredy Barth und Lorenz Frey verstärkten auch dieses Jahr Lexus Racing in der Lexus IS F CCS-R und erzielten beim 43. ADAC Zurich 24h-Rennen auf der Nürburgring-Nordschleife einen hervorragenden zweiten Platz in der Klasse SP8 und einen 59. Gesamtrang. Im vergangenen Jahr nahm der Lexus IS F CCS-R erstmals am 24 Stunden-Rennen teil, schied jedoch in den Nachtstunden nach einer unverschuldeten Kollision aus.
 
Dass der Wagen mit den beiden Stammpiloten, den Gebrüdern Helmut und Horst Baumann, für vordere Plätze gut war, bewies die Tatsache des Gesamtsieges in der VLN Langstreckenmeisterschaft 2014 in der Klasse SP8.
 
Entsprechend startete das Team in der gleichen Besetzung wie im Vorjahr zur grossen Herausforderung in der Eifel, dem Rennen zweimal rund um die Uhr. Im Qualifikationstraining gelang Barth auf Anhieb eine Bestzeit in der Klasse. Zwecks Materialschonung ließ das Team das zweite Zeittraining aus, da alle Piloten ihre Pflichtrunden am Vorabend absolviert hatten.
 
Vom dritten Startplatz in der Klasse und 68. Platz auf der gesamten Startaufstellung nahm Fredy Barth das Rennen in Angriff. Nach ersten Rangverbesserungen folgte ein Rückschlag. Das ABS-System war ausgefallen, und die zwischenzeitlich regennasse Piste machte eine schnelle Fahrt mit dem fehlenden Regelsystem besonders schwierig. Ein erster Reparaturversuch brachte noch keine Besserung, was der zweite Pilot Lorenz Frey durch eine Kollision mit der Leitplanke im Bereich Schwalbenschwanz als erster zu spüren bekam. Noch schwerer traf es Helmut Baumann, dem das Heck des IS F in der schnellen Fuchsröhren-Passage bei einer Notbremsung ausbrach.
 
Der Schaden war glücklicherweise reparierbar und das Team war dem ABS-Fehler in der Zwischenzeit auf die Spur gekommen. Von da an blies Lexus Racing zum Angriff nach vorne. Mit einer schnellsten Runde nach der anderen in der Klasse verringerte sich der Zeitrückstand auf die Klassenkonkurrenz im Minutentakt. Drei Stunden vor Rennende hatten sich die vier Lexus-Piloten auf den zweiten Klassenrang vorgearbeitet, doch der Führende war außer Reichweite. Barth versuchte mit einem Doppelstint dennoch Alles: Am Ende einer fulminanten Aufholjagd über 24 Stunden blieb es beim zweiten Rang in der SP8, mit nur noch einer Runde Rückstand sowie dem 59. Platz insgesamt.
 
Fredy Barth freute sich über den Erfolg: „Beim 24h Rennen Nürburgring ist die Zielankunft der eigentliche Erfolg. Dazu waren die Bedingungen alles andere als einfach: Regen, halb trockene und ölverschmutzte Fahrbahn und entsprechend vielen Zwischenfällen, insbesondere für unser teilweise ohne Regelsystem fahrenden und nicht dafür ausgelegten Wagens. Ich hatte richtig Spaß, bei der Aufholjagt mächtig aufs Gas zu drücken und den Wagen nach vorne zu peitschen. Klar will man immer mehr, aber bei allem, was uns widerfahren ist auf dem zweiten Platz zu sein, ist eine tolle Leistung des gesamten Teams Lexus Racing und der Einsatztruppe von Ring Racing. Das Team ließ sich jedoch nicht beirren. Zudem haben die Fahrer das Maximum aus dem Wagen herausgeholt. Dies ist der zweite grosse Erfolg nach dem Klassensieg in der VLN 2014 und ich hoffe, dass weitere folgen werden.“
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