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Porsche Carrera Cup
16.09.2014

Norbert Siedler sichert sich Top-Ergebnis

Mit einem tollen vierten Platz beim siebten Saison-Lauf der Porsche Carrera Cup Deutschland am vergangenen Wochenende auf dem nebligen Lausitzring zeigte Norbert Siedler, dass mit ihm auch bei schwierigen Bedingungen zu rechnen ist. Einzig das durchwachsene Qualifying sorgte dafür, dass der Tiroler am Ende nicht hundertprozentig zufrieden war.

Im Qualifying ging Siedler und dem ZaWotec-Team leider die Zeit aus, wie der Wildschönauer erzählt: „Wir hatten gerade den dritten Reifensatz montiert, als die Sitzung mit roter Flagge vorzeitig unterbrochen wurde. Leider hatten wir so keine Chance mehr, eine noch schnellere Runde hinzulegen.“ So blieben nach dem Qualifying nur die Startplätze 14 (Samstag) und elf (Sonntag).

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Das dominierende Element an diesem Wochenende war das Wetter: So war vor allem der Rennsamstag von dichtem Nebel geprägt, der für mehrfache Verschiebungen von Qualifying und Rennen sorgte. So konnte der Porsche Carrera Cup erst um 18:00 Uhr auf die Strecke gehen. Norbert Siedler startete im ZaWotec-Porsche von Platz 14 aus, hatte aber erst einmal mit den Tücken der feuchten Strecke zu kämpfen: „Am Samstag startete ich von der linken Seite der Startaufstellung, die noch nass war, sodass ich gleich am Start ein paar Plätze gegenüber den Fahrern von der trockenen Seite verlor.“ Norbert Siedler ließ sich davon nicht beirren, holte kontinuierlich auf und schob sich so zumindest noch auf Rang elf nach vorne.

Starke Aufholjagd am Sonntag – von Platz elf auf vier

Am Sonntag lief es für Siedler und das ZaWotec-Team dann erheblich besser. Zunächst sah es so aus, als ob die 3,478 Kilometer lange regennasse Strecke langsam abtrocknen würde. So starteten am die 35 Piloten mit ihren 460 PS-starken Porsche 911 GT3 Cup auf Trockenreifen. Am Start kämpften erneut einige Fahrer mit der teilweise feuchten Fahrbahn. Auch Siedler pokerte, entschied sich für Slicks – und lag richtig. Auch im Wissen, dass er diesmal von der trockenen Seite starten durfte. Diesen Vorteil nutzte der Wildschönauer aus, wie er erzählt: „Der Start war richtig gut, gleich am Anfang bin ich auf den fünften Platz nach vorne gefahren.“ Kurz nach dem Re-Start nach einer Safety-Car-Phase begann es plötzlich stark zu regnen und das Rennen wurde fünf Minuten vor Schluss per roter Flagge abgebrochen. Siedler lag zu diesem Zeitpunkt auf dem vierten Platz, der angesichts der Umstände ein voller Erfolg ist: „Der vierte Platz ist wirklich toll, vor allem angesichts der mittelmäßigen Startposition. Unsere Qualifying-Performance müssen wir optimieren“, so der Tiroler weiter.

Für Siedler geht es nun wieder über den großen Teich: Am Wochenende startet der Porsche-Spezialist im Rahmen der IMSA Tudor United Sportscar Championship (USCC) auf dem aus der Formel 1 bekannten Circuit of the Americas in Austin (Texas). Wie schon bei den 24 Stunden von Daytona wird Norbert Siedler für Park Place Motorsports einen Porsche 911 GT America steuern. Sein Teamkollege wird Patrick Lindsey sein.
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