Freitag, 6. Dezember 2019
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Formel 3 Open
23.07.2014

Nicolas Pohler mit anhaltender Pechsträhne

Am Ende konnte er wieder etwas versöhnlicher schauen. Doch zwischendurch war es einfach Wahnsinn, welches Pech der Starnberger Nicolas Pohler auch beim sechsten Rennwochenende der Euroformula Open, vom 18. bis 20. Juli 2014, im englischen Silverstone hatte. „Das ist bald keinem mehr zu erklären“, so der 18-Jährige nach den Rennen.

„Im zweiten Rennen lief es für mich aber ganz ordentlich“, so Pohler – Beginnen wir einfach mal ganz vorne: Im Qualifying für das erste Rennen, das bei starkem Regen stattfand, platzierte sich Pohler auf Rang sieben, was nicht schlecht war, da er zum ersten Mal im Regen das neue F312-Auto steuerte.

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Und so ging Pohler optimistisch in das erste Rennen. „Was dann geschah, kann man nur als enttäuschend beschreiben“, so Nici Pohler später. „Nach einem guten Start war ich schon auf dem Weg nach vorne, als ein Fahrer vom hinteren Teil des Feldes sein Auto verlor und über die Wiese, an allen Autos vorbei, in mich seitlich hineinfuhr. Keine Ahnung, was man da noch sagen soll …“ Durch den Unfall, bei dem es aufgrund der hohen Sicherheitsmaßnahmen keine Probleme bei den Fahrern gab, war jedoch sein Formel 3-Bolide erheblich in Mitleidenschaft gezogen worden. In einer Nachtsession seines Teams wurde jedoch das Auto wieder aufgebaut und stand fertig zum Start zum zweiten Qualifying am frühen Sonntagmorgen bereit.

Doch als Pohler zum Qualifying losfahren wollte, versagte die Kupplung und das Zeittraining war für Pohler nach einer Runde zu Ende. Das Team von Nici arbeitete jedoch erneut auf Hochtouren und stellte ihm zum zweiten Rennen das Auto wieder in die Startaufstellung. Ohne gezeitete Runde im Qualifying „durfte“ Pohler jedoch von ganz hinten starten. Mit einem beherzten Rennen holte Nici Pohler Runde um Runde auf und kam letztlich aus Neuntplatzierter nach 15 Runden über den Zielstrich.

„Jetzt heißt es wieder: Rennen abhaken und nach vorne schauen. Rennen 2 hat gezeigt, was möglich wäre“, so das Fazit vom schnellen Bayern. Bis zum nächsten Rennwochenende gibt es jetzt erst einmal eine Sommerpause. Vom 5. bis 7. September 2014 geht es dann auf dem traditionsreichen Kurs von Spa-Francorchamps in Belgien weiter. Dort erwartet Pohler die Hügellandschaft der Ardennen.