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Formel 1
19.02.2014

Mehr Arbeit für die Reifen in Bahrain erwartet

Der zweite viertägige offizielle Formel 1-Test des Jahres findet von Mittwoch bis Samstag in Bahrain statt. Dort wird zum Monatsende auch der dritte und letzte Test vor dem Saisonstart 2014 durchgeführt. Die Außentemperaturen von rund 20 Grad Celsius stehen im deutlichen Gegensatz zu den Bedingungen während des ersten Tests des Jahres in Jerez – dort war es kühl und regnerisch.

Zum Test in Bahrain werden alle Teams erwartet. Sie müssen das Zusammenspiel der fundamental neuen Autos – angetrieben von 1,6-Liter V6-Turbomotoren und dem Energie-Rückgewinnungs-System ERS – und der jüngsten Generation der Pirelli-Rennreifen mit ihren neuen Mischungen und Konstruktionen weiter optimieren.

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Der Circuit in Bahrain ist eine ideale Teststrecke, denn er bietet ein breites Spektrum an schnellen und langsameren Passagen sowie Kurven mit hohen Anforderungen an die seitlichen Führungskräfte der Reifen. Fast sämtliche Eigenschaften eines Pneus werden dort auf die Probe gestellt. „Beim ersten Test des Jahres in Jerez konzentrierten sich die Teams darauf, einen ersten Eindruck von den Auswirkungen der umfassenden Änderungen der technischen Regularien zu erhalten. Wie erwartet, drehten die Autos nur relativ wenige Runden“, kommentiert Pirellis Motorsport-Direktor Paul Hembery.

Und weiter: „Darüber hinaus entsprach das Winterwetter in Europa – selbst im südlichen Spanien – nicht den äußeren Bedingungen, die während der Rennen im Verlauf der Saison auftreten werden. In Bahrain erwarten wir besseres Wetter und entsprechend mehr Aktion auf der Strecke. Das wird es uns und den Teams ermöglichen, mehr Daten und Wissen über die neuen Reifen zu erhalten.“

Fakten zum Formel 1-Test

Zu Testzwecken darf jedes Team in diesem Jahr maximal 135 Reifensätze einsetzen, inklusive der Zwischentests während der Saison. Für die drei vorsaisonalen Veranstaltungen stehen jedem Team 85 Reifensets zur Verfügung: 25 Sätze für Jerez sowie jeweils 30 Sets für die beiden Events in Bahrain. Drei Slick-Mischungen können die Teams in Bahrain erproben: hart, medium und soft. Darüber hinaus erhalten sie die Winter-Variante der harten Mischung, die Pirelli entwickelte, um selbst bei niedrigen Temperaturen ein schnelles Aufwärmen der Reifen zu ermöglichen.

Die Teams baten, diese ursprünglich nur für Jerez konstruierten Reifen auch in Bahrain einzusetzen, um festzustellen, was die Mischung bei höheren Temperaturen leistet. Die Winter-Version ist an der fehlenden Markierung zu erkennen. Demgegenüber trägt die Standard-Variante der harten Mischung in der Saison 2014 einen orangefarbenen Schriftzug. Zudem stattet Pirelli in Bahrain jedes Team mit einem Extra-Satz der Medium-Slicks aus. Die Konstruktion und Mischung dieser Reifen entspricht der Standard-Version für die Saison 2014. Gleichwohl können diese Reifen als Prototypen gelten. Denn an ihnen soll getestet werden, wie sich das Fehlen von Wärmedecken auf das Fahrverhalten der Pneus auswirkt. Der Grund: Ab 2015 sind Wärmedecken in der Formel 1 verboten.

Von den 30 Reifensätzen, die jedem Team in Bahrain zur Verfügung stehen, legte Pirelli in Absprache mit den Teams 22 Sätze der vier Slick-Mischungen (hart, Winter-hart, medium und soft) fest. Die Zusammensetzung der restlichen acht Reifensätze konnten die Teams ihren individuellen Anforderungen entsprechend selbst bestimmen.
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