Dienstag, 29. September 2020
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ATS Formel 3 Cup
01.09.2014

Markus Pommer gewinnt auf nasser Strecke

Das letzte Rennen des fünften Rennwochenendes des ATS Formel 3 Cup im Rahmen des ADAC GT Masters war das Erste auf nasser Strecke. Bei Temperaturen um die 13 Grad Celsius trocknete sie nur langsam ab, sodass die Piloten damit kämpften, die Boliden in der Spur zu halten. Die 3,629 km lange Strecke des Nürburgrings hatte Markus Pommer am besten im Griff.

Der Rennfahrer Markus Pommer vom Team Lotus verwies den Briten Sam MacLeod vom Team Van Amersfoort Racing auf den zweiten Platz. Als Dritter stand am Sonntagnachmittag der Malaysier Nabil Jeffri von Team Motopark mit auf dem Podium.

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Einen guten Start von der Pole-Position erwischte der Neckarsulmer Markus Pommer und ging in Führung. Der Brite Sam MacLeod konnte direkt einen Platz gutmachen und schickte den Niederländer Indy Dontje auf den dritten Platz. Dahinter folgten Nabil Jeffri aus Kuala Lumpur, der in London lebende Malaysier Weiron Tan und der Däne Nicolai Sylvest, der am Sonntagvormittag im zweiten Rennen seinen Premierensieg feiern konnte. Dontje hing sich ans Heck von MacLeod und kämpfte hart um den zweiten Platz. Mit einem Husarenritt versuchte der 21-Jährige zu überholen, verlor aber den Kampf und sah nach einem Dreher den Podiumsplatz davonfahren. MacLeod konnte sich entspannen und Jeffri rückte auf die dritte Position auf. Dontje landete am Ende auf dem ungeliebten vierten Platz, während die drei Podiumskandidaten ihr Rennen nach Hause fuhren.

Gegen Ende des Rennens begann die Strecke aufzutrocknen. Das wäre die Chance für den Neueinsteiger im ATS Formel 3 Cup gewesen, den Chinesen Kang Ling. Als Einziger fuhr der Chinese mit Slicks und kämpfte fast durchweg auf der vorletzten Position. Plätze konnte der 17-Jährige aus Shanghai keine mehr gutmachen, aber in seiner letzten Runde noch die schnellste Rennrunde verbuchen.

Indy Dontje konnte an diesem Wochenende seine Führung in der Rookiewertung behaupten. Mit 241 Punkten liegt der Niederländer vor Sam MacLeod, der die Zahl 212 auf dem Punktekonto stehen hat. Dank seines Sieges kann Nicolai Sylvest weiter aufschließen und behauptet sich mit 183 Zählern auf dem dritten Platz. Team Lotus bleibt mit 275 Punkten an der Spitze der Teamwertung, gefolgt von Van Amersfoort Racing mit 193 Zählern. Motopark steht mit 187 Punkten auf Platz drei.

Neben der Rennstrecke

Keiner der Nachwuchspiloten hat sich über den Sommer zurückgelehnt, sondern weiter in anderen Rennserien trainiert, um für den Start zur zweiten Saisonhälfte hier am Nürburgring wieder 100 Prozent seiner Leistung abrufen zu können. Als bedeutender Termin stand das Formel 3 Masters Anfang Juli in Zandvoort im Kalender, ebenso die britische Formel 3 im nahegelegenen Spa-Francorchamps. Pommer kämpfte um weitere Podiumsplätze bei der Auto GP. „Es geht gut weiter“, so der 23-jährige Kandidat auf den Titel 2014. „Ich bin viel AutoGP in der Sommerpause gefahren und war gut im Training. Außerdem war ich schon auf der Sprintstrecke hier vor zwei Wochen.“ Der Schweizer Thomas Amweg greift beim Remus Formel 3 Pokal schon fast nach der Krone.

Schon in zwei Wochen gehen die Rennfahrer des ATS Formel 3 Cup erneut an den Start, dann im Rahmen der DTM auf dem Lausitzring.

Markus Pommer: „Der Start hat gut geklappt. Die ersten Runden habe ich Gas gegeben, dass ich wegkomme. Dann wollte ich mein Rennen kontrolliert fahren, aber ich habe gemerkt, dass es nicht so einfach ist. Sam hat richtig gepusht. Ich habe versucht, die zwei Sekunden Vorsprung zu halten.“

Sam MacLeod: „Die erste Hälfte des Rennens war richtig gut. Ich konnte Markus unter Druck setzen, aber er blieb ruhig. Dann trocknete die Strecke ab und meine Reifen gaben nach. Indy hat von hinten viel Druck gemacht, aber dann machte er einen kleinen Fehler und ich hatte einen guten Abstand nach hinten. Ein solides Rennen wieder.“

Nabil Jeffri: „Ich nehme noch ganz gut Punkte mit nach Hause und kann den Abstand zu Indy weiter ausbauen. Das ist derzeit für mich das Wichtigste. Es ist hart, die Meisterschaft zu gewinnen, weil Markus fährt wirklich richtig gut.“