Dienstag, 5. Juli 2022
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ROTAX MAX Challenge
20.09.2013

Erfolgreiches „Lehrjahr“ für TOM-TECH Motorsport

Der Hunsrückring in Hahn war am vergangenen Wochenende das Reiseziel des TOM-TECH Teams, das mit einem Großaufgebot das Saisonfinale der ROTAX MAX Challenge 2013 in Angriff nahm. Insgesamt 13 Piloten schickte Teamchef Thomas Jarzyk ins letzte Rennen des Jahres. Am Ende zeigten die Haase- und Tonykart-Piloten des Rennstalls aus Peine eine gute Performance ...

Raoul Hille und Walter Schweikart traten als Duo im DD2-Masters an. Während Hille die Saison mit den Plätzen elf und zehn abschließen konnte, erwischte Schweikart ein rabenschwarzes Wochenende und musste einen Doppelausfall in Kauf nehmen.

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Durchwachsen verlief der letzte Saisonlauf auch für die zwei MAX-Cup-Piloten Christopher Hille und Marius Scheibe. Im stärksten Feld der RMC konnte sich Scheibe vom 18. Startplatz im Prefinale auf Platz zwölf nach vorne kämpfen. Im Finale musste er als 22. aber einen Rückschlag verkraften. Für Hille begann das Wochenende alles andere als planmäßig. Platz 25 im Zeittraining war nicht das gesteckte Ziel. Doch Hille blies in den Rennen zum Angriff und arbeitete sich sukzessive nach vorne, was am Ende in den Plätzen 20 und 15 resultierte.

Gleich fünf Piloten griffen für das Team in der DD2-World-Klasse an. Nicolas Hille und Alexander Berckhan waren im Doppelpack unterwegs und etablierten sich im Mittelfeld der Königsklasse. Alexander Berckhan sah zweimal als 16. die Zielflagge vor Teamkollege Hille, der sich die Positionen 17 und 18 sichern konnte. Besser kamen die beiden anderen Berckhan-Brüdern, Sebastian und Christofer, zurecht. Vom zwölften Startplatz aus konnte sich Christofer im Prefinale als Neunter in die Top-Ten katapultieren. Leider blieb ihm im Finale ein besseres Ergebnis verwehrt, da er vorzeitig die Segel streichen musste. Dafür holte Stallgefährte Sebastian die Kohlen aus dem Feuer. Nachdem er im Prefinale als Zwölfter eingelaufen war, bugsierte er sich im Finalrennen auf den hervorragenden sechsten Platz.

Auch das MAX-World-Trio, bestehend aus Fabio Katzor, Leon Stork und Ricardo Adler, hinterließ im Hunsrück einen soliden Eindruck, obwohl man aufgrund mangelnder Trainingszeit mit dem Motoren-Setup haderte. Stork sorgte im Prefinale mächtig für Furore und zeigte eine kämpferische Leistung, die mit dem vierten Platz belohnt wurde. Gleich hinter ihm komplettierte Katzor als Fünfter das gelungene Ergebnis im ersten Durchgang. Im Finale übernahm dann Katzor das Zepter im teaminternen Duell und so sorgte er mit Rang fünf für das beste Ergebnis. Stork musste sich im Finale mit Position zehn begnügen. Ricardo Adler konnte die Pace seiner Kollegen ebenfalls mitgehen und trat die Heimreise mit den Plätzen neun und sieben an. In der Meisterschaftswertung belegte Katzor den beachtlichen fünften Rang vor Adler auf Platz acht und Stork auf Position zehn.

Titus Schmidli vertrat die TOM-TECH-Farben im Feld der MINI-Fahrer. Im Warm-Up glänzte der Youngster noch mit der souveränen Bestzeit bevor im Qualifying die Ernüchterung folgte: nur Platz sieben für den Jüngsten im TOM-TECH-Team. Davon ließ er sich aber nicht beeindrucken und so kämpfte er sich im Prefinale auf Platz vier nach vorne. Im abschließenden Finale konnte er sich schon auf Platz drei vorarbeiten, doch beim Angriff auf den Zweitplatzierten kam es zu einer Kollision, wobei sich Titus anschließend auf dem siebten Platz wiederfand.  In der Jahreswertung verpasste er das Podium als undankbarer Vierter nur um wenige Punkte.

Am Abend fiel das Saisonfazit von Teamchef Thomas Jarzyk zweigeteilt aus: „Um ehrlich zu sein, haben wir schon gehofft, beim Finale noch einmal mit dem ein oder anderen Fahrer auf dem Podium stehen zu können. Auch wenn wir in Reichweite lagen und auch unsere Pace schnell genug war, ist uns das letztlich leider nicht gelungen. Insgesamt bin ich aber mit der Saison sehr zufrieden. Wir wussten schon Anfang des Jahres, dass es kein leichtes Jahr werden würde. Alle Teamfahrer sind 2013 in neue Klassen aufgestiegen und mussten dementsprechend ihre Erfahrungen sammeln. Die Saison war so gesehen ein Lehrjahr für uns, das wir aber mit einigen Highlights und letztlich auch beachtlichen Meisterschaftsergebnissen erfolgreich bestritten haben. 2014 werden wir die Lorbeeren dafür ernten."
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