Dienstag, 5. Juli 2022
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ROTAX MAX Challenge
19.07.2013

Dritter Doppelsieg für JLC-Racing und Marco Dakic

Mit seinem dritten Doppelsieg in dieser Saison baute JLC-Fahrer Marco Dakic seine Meisterschaftsführung in der ROTAX MAX Challenge in der hart umkämpften MAX-Cup-Klasse aus und ist dem Titelgewinn wieder ein Stück näher gekommen. Collin Dressler konnte mit einer sensationellen Fahrt vom letzten Platz auf Platz acht im Junior-Cup-Finale in Templin ebenfalls überzeugen.

Eine lange Gerade, die mit ihrem Highspeed für Windschattenduelle und spannende Rennverläufe verantwortlich war, zeichnet die neue Variante des Templiner Rings aus; 80 km nördlich von Berlin. Das JLC-Racing-Team zeigte auch hier, dass es mit seinem Material und seinen Fahrern zu den absoluten Top-Teams der deutschen ROTAX MAX Challenge gehört. Das besondere auf dieser Bahn ist die Mischung aus engen Kurven und der schnellsten Geraden im ganzen RMC-Kalender, was das Setup des Motors und der Übersetzung nicht ganz einfach gestaltet.

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Mit Marco Dakic und Philipp Baruth hatte man die beiden Führenden der MAX-Cup-Klasse am Start, die als die spannendste und fahrerisch stärkste Klasse der aktuellen RMC gilt. Die Zeiten waren in den freien Trainings und im Qualifying sehr eng zusammen, wo es dann galt, den richtigen Windschatten für eine schnelle Runde zu erwischen. Dieser war auf den Highspeed-Passagen sehr entscheidend für einen guten Startplatz, da die ersten 17 Fahrer gerade einmal 0,4 Sekunden auseinanderlagen. Dakic konnte mit Startplatz drei im Qualifying überzeugen, während Baruth ohne vernünftigen Windschatten nur auf Platz 14 landete und somit in den Rennen noch viel Arbeit vor sich hatte. Im Prefinale fuhr dieser sich dann bis auf Platz sieben vor, wo er aber aufgrund eines taktischen Fehlers in der letzten Runde auf Platz neun zurückfiel.

Teamkollege Marco Dakic ließ im Prefinale keine Zweifel an seinen Titelambitionen und gewann knapp nach heißen Windschattenduellen. Noch deutlicher siegte er dann im Finale mit einem überlegenen Fünf-Sekunden-Vorsprung und machte mit seinem dritten Doppelsieg einen großen Schritt Richtung Titelgewinn 2013!

Voller Motivation, um es seinem Teamkollegen gleich zu tun, startete Baruth sensationell ins Finale und war zu diesem Zeitpunkt schnellster Mann auf der Strecke, was ihn nach vier Runden bereits auf Platz sechs brachte mit Anschluss auf Platz zwei, als der Defekt-Teufel zuschlug. Ein gerissener Gaszug beendete seinen Vorwärtsdrang und Baruth musste sein Kart enttäuscht abstellen. Team-Oldie Thomas Kunz sammelte mit Platz 24 im Prefinale und Platz 21 im Finale fleißig Punkte.

In der Junior-Cup-Klasse hatte man Collin Dressler am Start, der nach Motor-Problemen im Qualifying nur auf Platz 17 landete. Die Pechsträhne sollte auch im Prefinale anhalten, wo dieser noch in der ersten Runde einer Kollission zum Opfer fiel und das Rennen nicht beenden konnte. Nachdem die Motorprobleme beseitigt wurden, fuhr der JLC-Fahrer ein sensationelles Finale, wo er vom letzten Startplatz furios durchs Feld pflügte und letztendlich auf Platz acht durchs Ziel fuhr.

Hin und hergerissen zwischen Freude und Wehmut zeigte sich Teamchef Jean-Louis Capliuk dennoch zufrieden: „Natürlich tut es mir weh, zu sehen, wie Philipp Baruth auf dem Weg zu einem Podestplatz im Finale von einem 50-Cent-Defekt aufgehalten wird oder Collin Dressler aufgrund einer unnötigen Kollission um seinen verdienten Erfolg gebracht wird. Aber dennoch überwiegt die Freude über Marcos Doppelsieg, der damit einen sehr wichtigen Schritt Richtung Titel getan hat. Für Philipp ist noch nichts verloren, da er nach Streicher nach wie vor hinter Marco auf Platz zwei der Meisterschaft liegt. Jetzt freuen wir uns erstmal auf das nächste Rennen in Ampfing, die auch als gripstärkste Bahn im Kalender gilt.“
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