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Mini Trophy
30.04.2013

Playmate Doreen Seidel siegt im Blondinen-Duell

Erstes Mini-Rennen, erster großer Prestige-Erfolg. Playmate Doreen Seidel hat am Sonntag im Rahmen-Programm des ADAC GT Masters Rennen in Oschersleben das Mini-Rennen als Zehnte und beste Frau beendet. Damit gewann das Playmate des Jahres 2008 das Blondinen-Duell gegen die erfahrene Cora Schumacher, die Zwölfte wurde.

Die Frau vom ehemaligen Formel 1-Piloten Ralf Schumacher fährt seit 2004 Autorennen und hatte mit 186,96 Stundenkilometern immerhin den drittbesten Speed im kompletten Starterfeld. Im dramatischen Kampf um den zehnten Platz touchierte Doreen Seidel beim Überholmanöver auf ihrer Hausstrecke in der Motorsport Arena Oschersleben den Schumacher-Wagen, sodass ihr linker Rückspiegel sogar einklappte.

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„Ich bin als Vorletzte gestartet und war recht locker drauf, es konnte ja nur nach vorne gehen. Plötzlich lag ich hinter Cora, es war wirklich nicht einfach vorbeizukommen, da sie auf der Geraden einen enormen Speed hatte und ich mich da nur schwierig daneben setzen konnte. Ich hab mir dann angeschaut, in welchen Ecken ich schneller bin als sie und konnte mich dann neben sie setzen und ausbremsen“, sagte Doreen Seidel und betonte: „Ich hätte nie gedacht, dass ich gleich am ersten Rennwochenende in die Top-Ten fahren kann.“

Beim Auftaktrennen am Samstag bekam sie eine Durchfahrtsstrafe und musste sich mit Platz 14 zufrieden geben. „Ich bin die Strafe natürlich angetreten, habe mich aber sehr gewundert, da ich in dem Moment noch gar nicht wusste, wofür diese war. Später habe ich erfahren, dass ich beim Vorstart schon zu früh in die Fast Lane gefahren bin. Man darf die Fast Lane erst befahren, wenn die Ampel auf grün ist. Das wars's dann natürlich mit meiner schönen achten Position. Aber den Fehler mache ich bestimmt nicht noch einmal“, sagte die Motorsport-Quereinsteigerin, die in der Nacht vor dem Start „ganz unruhig geschlafen“ hat.

Ihr Potenzial deutete die Wahl-Münchnerin Seidel, die aufgrund der neuen Serie schon etwas nervös war, schon im Qualifying an, wo sie auf Anhieb schneller als Cora Schumacher war. „Das war ein guter Einstand in dieser Rennklasse. Jetzt müssen wir weiter an den Grundlagen arbeiten“, meinte Manager Axel Watter.