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GP2
26.08.2013

Daniel Abt: Aufwärtstrend in Spa-Francorchamps

Ist die Durststrecke bald beendet? Beim achten GP2-Lauf in Spa-Francorchamps beendete Daniel Abt zwar beide Rennen außerhalb der Punkte, doch ein neuer Motor und eine verbesserte Performance seines 612 PS starken Dallara-Mecachrome lassen beim einzigen deutschen Piloten im Starterfeld die Zuversicht auf die anstehenden Aufgaben wachsen.

Noch vor dem Rennwochenende hatte der ART-Pilot befürchtet, dass er auf der Ardennen-Achterbahn mit stumpfen Waffen würde kämpfen müssen. Und bereits die Trainingssessions bestätigten seine Einschätzung: Im Zeittraining fehlten Abt knapp zwei Sekunden auf die Bestzeit, was ihm für das Hauptrennen Startplatz 24 einbrachte. „Dass mein Motor nicht so leistungsstark eingestuft ist wie bei meinem Teamkollegen, verfolgt mich schon die ganze Saison. Man sollte unsere Geschwindigkeiten auf der Geraden mal vergleichen – das ist ein Witz“, sagte er nach dem Qualifying.

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Für das Hauptrennen erhielt der 20-jährige Allgäuer dann ein leistungsstärkeres Triebwerk. Mit einer couragierten Fahrweise und einigen gewonnenen Zweikämpfen ließ Abt seine Klasse aufblitzen. Bei der für belgische Verhältnisse stabilen Wetterlage wurde sein Kampf nach 25 Runden mit dem Gewinn von acht Plätzen belohnt. Das Sprintrennen über die Distanz von 18 Runden verlief aus Sicht von Abt dagegen weniger ereignisreich. Er startete und beendete den Lauf auf Rang 16.

Der kleine Aufwärtstrend lässt Abt etwas gelassener dem nächsten Rennwochenende entgegenblicken. Vom 6.–8. September gastiert der GP2-Tross in Monza. Mit seinen langen Geraden und dem hohen Vollgas-Anteil gehört der Kurs zu den schnellsten Strecken im GP2-Rennkalender. Abt: „Ich bin froh, dass es mit dem Motorwechsel endlich geklappt hat. Nun geht es aufwärts. Ich bleibe positiv und werde weiter versuchen, alles aus mir und dem Fahrzeug herauszuholen.“