Montag, 16. September 2019
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Euro Kart Cup
07.06.2013

Euro Kart Cup absolviert Halbzeit in Belgien

Der Euro Kart Cup gastierte am vergangenen Wochenende (01. Juni) auf dem Circuit de Spa-Francorchamps in Belgien. Die Kartrennstrecke, nähe Malmedy und Stavelot, liegt nur fünf Meter entfernt im Inneren der atemberaubenden GP-Strecke und versprach somit Motorsport vom Feinsten. Denn wie letztes Jahr wurde man wieder zusätzlich Zuschauer der spektakulären Rennen der Renault Clio, Formel Renault 2.0 und der Formel Renault 3.5.

Zwar waren die Wettervorhersagen mit einer Regenwahrscheinlichkeit von 70% nicht gerade vielversprechend, doch der Wettergott war dieses Mal ein Freund des Motorsports und ließ die hochspannenden Rennen am Samstag durchgehend unter trockenen Bedingungen mit bis zu 17°C Lufttemperatur stattfinden. Somit hatten die Teilnehmer beste Voraussetzungen für die Trainings und Rennen, was man auch an der Stimmung, der Zufriedenheit und des geselligen Miteinanders im Fahrerlager feststellen konnte.

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Die Bambini Gazelle fanden ihren Sieger in Norick Tschauder, der die Fahrer Erik Gustke (MasterKart) und Pablo Kramer auf die weiteren Plätze verwies.

Nach einem starken Zeittraining und zwei Siegen in den Rennen holt Miroslaw Kravchenko die maximale Punktausbeute in der Klasse Bambini Waterswift. Zweiter der wurde Jan-Vincent Stolle aus Köln, dicht gefolgt von Jens Schmitt (MSC Adenau / KTL Racing).

Joya Schneefuß (JS Kart-Rennsport) stellte wieder Mal ihr Können bei den Rotax Micro unter Beweis und fuhr mit der maximalen Punktausbeute und der Führung in der Meisterschaft im Gepäck überglücklich nach Hause.

Der Serienteilnehmer Noah Holzemer (Nees Racing) sicherte sich den Tagessieg nach Pole-Position im Qualifying und dem Sieg im Prefinale in der Klasse Rotax Mini.

Philipp Sonntag sicherte sich in der Klasse World Formula die Pole-Position zunächst vor Tim Kiendl (EMSC Bitburg) und Mika Ruffing (KRS Schneider). Doch Kiendl ließ es sich nicht nehmen und überholte Sonntag und fuhr das Rennen auf Platz 1 zu Ende. Zweiter wurde besagter Philipp Sonntag, mit drei Sekunden Vorsprung auf Ruffing.

Mit sieben Teilnehmern war die Klasse der Schalterfahrer an diesem Wochenende nicht ganz so stark besetzt wie noch in Lommerange (F). Dennoch waren die Protagonisten am Start und konnten ihre Rennen um die Meisterschaft direkt austragen. Letztlich war es Denny Bierreth, der das Ziel als Erster überquerte. Dahinter wurde es nochmal richtig eng. Denn im Finale hatte Joe Lieners Martin Kehl im Nacken, der es nochmal wissen wollte. Doch Kehl kam nicht mehr an Lieners vorbei und brachte den dritten Rang überlegt nach Hause.

Die zusammengesetzten Klassen Mega Power, Hirth und Wankel waren nicht nur durch ihren auffälligen Motorsound und ihre atemberaubendn Geschwindigkeit aufgefallen, denn auch die stets steigende Teilnehmerzahl lässt das Fahrerfeld immer größer werden und bieten mittlerweile die bestmögliche Basis für Hobbyrennfahrer.

Stefan Geiger hieß der Polesetter und zugleich auch Gewinner des Prefinales der Mega Power. Doch wurde er, wie bei den ersten beiden Saisonläufen, vom Pech verfolgt und beendete das Finale im Kiesbett. Letztlich war es Stefan Menge, der sich den Tagessieg vor Volker Ulmer und Andreas Hamann sichern konnte. In der Gruppe Hirth konnte sich Manfred Taesler gegen Andreas Müller durchsetzen und fuhr eine perfekte Punkteausbeute nach Hause. Gleiches Spiel erfolgte bei den Wankel Fahrern, wo Aaron Kerger mit sechs Sekunden Vorsprung auf Steve Weis das Prefinale und das anschließende Finale für sich entscheiden konnte.

Wieder einmal zeigte Lisa Mohr (KRS Schneider) in der Klasse X30 Junior, was in ihr steckt und demonstrierte, wie man die Strecke in Spa-Francorchamps am schnellsten zu umrunden hat. Mit einer deutlichen Bestzeit im Zeittraining und dem Sieg im Prefinale ging sie hochmotiviert ins Finale. Doch beim Starten des Motors in die Formation-Lap stellte sich ein irreparabler Schaden heraus, so dass die Konkurrenz das Finale ohne sie bestreiten musste. Der glückliche Gewinner dieser Situation hieß wie schon in Lommerange Jan Hempel (MasterKart). Er konnte seine Performance mit einem Vorsprung von 15 Sekunden auf Mandy Paschen (KRS Schneider) und Moritz Diemann (KDH Racing) unter Beweis stellen.

Nach Bestzeit im Zeittraining der Rotax Junioren konnte Fynn Reuffel die Position allerdings nicht halten und fand sich nach dem Finale auf dem dritten Platz auf dem Siegertreppchen wieder. Mit einem nur drei Zehntel knappen Vorsprung gelang Alex Schneider (NSU-Schneider) der Tagessieg vor Nico Schell (Nees Racing).

Auch an diesem Wochenende führte bei den X30 Senioren kein Weg an Simon Steffen (Grethen Racing) vorbei. Er belegte demonstrativ seine Qualität als Kartfahrer mit der Bestzeit im Zeittraining, im Prefinale sowie im Finale. Dahinter kam Tom Weber (KRS Schneider) mit einem Sicherheitsabstand vor Dominik Feil (FHE Group Team MasterKart) als Zweiter ins Ziel. Der noch im Prefinale Drittplatzierte Kai Fleschen musste aufgrund eines Vergaserproblems sichtlich enttäuscht abreißen lassen, denn auch er zeigte mit schnellen Rundenzeiten, dass mit ihm zu rechnen ist.

Mit vier Startern am Wochenende konnte der Trend der KF2-Teilnehmer weiter gesteigert werden. Marcel Schnuch hieß der Tagessieger dieser Klasse. Er verwies Alexander Robens und Max Decker auf die weiteren Plätze.

Ebenso wie in den vorherigen Seniorenklassen gelang auch Marco Haßdenteufel (AS Kartsport) bei den CS 125 Senioren das Triple mit der Bestzeit im Zeittraining und zwei Laufsiegen. Starker Zweiter wurde Harald Nothoff, der sich gegen Hans-Günther Lakaff (MasterKart) durchsetzen konnte und zeigte, dass der Aufwärtstrend auf neuem Material der letzten Rennen weiter anhält.

In der Klasse der Rotax Senioren gewann nach mehrfachen Positionswechseln Marcel Stegmann vor Michael Heirmann und Jan Müller den Kampf um den Tagessieg. Der noch im Zeittraining und im Prefinale auf Platz zwei gelegene Marvin Werner wurde unsanft kurz nach dem Start des Finales von der Bahn gedrängt und konnte die Zielflagge aufgrund dieses Ausfalls nicht mehr sehen. Dennoch war er mit seiner Performance zufrieden, was ihn für den Rest der Saison im Euro Kart Cup optimistisch stimmt.

Die Veranstalter des Euro Kart Cup können auf einen erfolgreichen dritten Saisonlauf zurückblicken, so hatte man in Spa-Francorchamps wieder ein Motorsport-Highlight der Extraklasse aufweisen können. Alle Teilnehmer fuhren bestens gelaunt, nach einer perfekt organisierten Veranstaltung nach Hause und freuen sich ebenso wie jeder vom Organisations-Team auf das nächste Rennen in Kerpen.

Dieses findet am 29. Juni statt und man wird sicher sein, dass der Wettertrend auf der bekanntesten und beliebtesten Rennstrecke weiter anhält. Wie immer sind alle Gaststarter im Euro Kart Cup herzlich willkommen.