Montag, 26. Oktober 2020
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CIK/FIA
19.09.2013

KZ-Weltmeisterschaft steht vor der Tür

Erstmals seit dem Jahr 2000 wird am kommenden Wochenende wieder eine Schaltkart-Weltmeisterschaft ausgetragen – ein Wettbewerb, in dem nicht nur 19 Nationalitäten, sondern auch Piloten aus allen Generationen vertreten sind. Im Rahmen der Weltmeisterschaft werden unter anderem auch der KZ2 Super Cup und die Academy Trophy starten.

Den letzten offiziellen WM-Titel der Schaltkarts holte sich Gianluca Beggio im Jahr 2000 in Mariembourg (BE) – damals noch in der Formel C. In den Folgejahren durften sich die Schaltkartfahrer lediglich im World Cup messen und mussten auf das Prädikat einer WM verzichten. Am kommenden Wochenende geht es im französischen Varennes nun endlich wieder um einen echten WM-Titel der Schaltkarts.

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Auf der 1.500 Meter langen Strecke in Varennes werden entsprechend viele renommierte Namen vertreten sein und um den Weltmeister-Titel kämpfen: Neben Jonathan Thonon (CRG/Maxter) und Bas Lammers (Intrepid-/TM), die sich seit 2007 die World Cup-Siege teilten, werden auch andere anerkannte Piloten erwartet. Dazu mit Marco Ardigo (Tony Kart/Vortex), Davide Fore (CRG/TM), Roberto Toninelli (Birel/TM), Arnaud Kozlinski (Birel/TM) und Ben Hanley (ART GP/TM) die Crème de la Crème des internationalen Kartsports. Aber auch an neuen Talenten mangelt es nicht: Anthony Abbasse (Sodi/TM), Paolo De Conto (Birel/TM), Jorrit Pex (CRG/TM), Jordon Lennox-Lamb (CRG/Parilla), Rick Dreezen (Tony Kart/Vortex), Yannick De Brabander (Maranello/TM) und Jérémy Iglesias (Lenzo/LKE) werden am Start stehen. Max Verstappen (CRG/TM) als frischgebackener Doppel-Europameister und Charles Leclerc (ART GP/TM) gehören ebenfalls zu den Favoriten und sind die jüngsten Fahrer, die in nächster Zukunft den Sprung vom Kart- zum Automobilsport wagen werden.

Schließlich bereichert die Anwesenheit des ehemaligen Formel-1-Fahrers Jaime Alguersuari (Tony Kart/Vortex) die Weltmeisterschaft noch um einen weiteren prominenten Piloten. 2009 startete Alguersuari – als jüngster Fahrer aller Zeiten – seine Karriere in der Formel-1. Mit seinem damaligen Team, Toro Rosso, war er auch in den beiden darauffolgenden Jahren noch in der Königsklasse unterwegs und feierte mit zwei siebten Plätzen seine beiden größten Erfolge. Die große Neuheit der CIK-FIA KZ Weltmeisterschaft ist die Super-Pole. Im Fahrerlager freuen sich bereits alle Piloten auf die Teilnahme an dieser ersten Herausforderung zwischen den zwölf schnellsten Fahrern der ersten Qualifying-Session.

Neben der KZ-Weltmeisterschaft wird in Varennes außerdem der KZ2 Super Cup ausgetragen, welcher mit 92 Nennungen „ausverkauft“ ist. Es wird ein Kampf zwischen Frankreich und Italien, denn gemeinsam schicken diese beiden Länder fast die Hälfte aller Teilnehmer an den Start. Zu den bekanntesten Fahrern zählen der Europameister Emil Antonsen (DR/TM) und Marco Zanchetta (Maranello/TM), die sich schon in der Vergangenheit ein Kopf-an-Kopf-Rennen lieferten. Neben den jüngsten Überläufern aus der KF in die KZ2, wie zum Beispiel Ben Barnicoat (ART GP/TM) und Dorian Boccolacci (Energy/TM), sind mit  Alessandro Manetti (Praga/Parilla) oder Julien Poncelet (ART GP/TM) auch zwei „alte Hasen“ vertreten. Auch Deutschland wird in KZ2 mit fünf Fahrern vertreten sein: Riccardo Negro, Alexander Schmitz, Dominik Schmidt, Tim Zimmermann und Maik Siebecke werden am Wochenende in Varennes um den Titel des Internationalen KZ2 Super Cup kämpfen.

In der Gesamtwertung der Academy Trophy kann der Belgier Maxime Potty nach bisher vier von sechs Läufen, eine knappe Führung von 39 Punkten auf den Zweitplatzierten verbuchen. Der Brasilianer Pedro Piquet, der Spanier Arturo Melgar und der Estländer Ralf Aron sind Potty jedoch dicht auf den Fersen. Und auch der einzige Deutsche im Starterfeld, Mike Beckhusen, der derzeit auf einem guten fünften Platz liegt, hat noch Chancen auf einen Sieg der Academy Trophy. Nach den ersten zwei Läufen in Belgien und Italien finden nun die beiden entscheidenden Läufe in Varennes, im Rahmenprogramm der WM statt.