Samstag, 31. Oktober 2020
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ALMS
22.07.2013

Dirk Müller bleibt an der Spitze der GT-Fahrerwertung

Das BMW Team RLL hat sein Punktekonto in der American Le Mans Series (ALMS) beim fünften Saisonrennen in Bowmanville (CA) mit beiden BMW Z4 GTE aufgestockt: Die Fahrzeuge der Mannschaft von Bobby Rahal (US) belegten im GT-Klassement die Plätze fünf und sechs. Beide Autos lagen im Verlauf des 2:45-stündigen Rennens an der Spitze des Feldes.

Sowohl Dirk Müller (DE) und Joey Hand (US) im BMW Z4 GTE mit der Startnummer 56 auf Platz fünf als auch ihre Teamkollegen Bill Auberlen (US) und Maxime Martin (BE) am Steuer der mattschwarzen Startnummer 55 blieben fehlerfrei, konnten aber trotzdem nicht in den Kampf um das Podium eingreifen.

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Wenngleich die BMW Z4 GTE auf eine freie Runde hohes Tempo gehen konnten, wie die schnellste Rennrunde durch Martin im 102. Umlauf (1:15,907 Minuten) bewies, zeigte sich auf den langen Geraden ein Top-Speed-Nachteil im Vergleich zur Konkurrenz. Dies machte sich insbesondere bei der Fahrt im Verkehr und direkten Positionskämpfen bemerkbar. Müller verteidigte Platz eins in der GT-Fahrerwertung, die er mit einem Vorsprung von fünf Punkten auf den Zweitplatzierten weiterhin anführt. Der zweimalige ALMS GT-Champion war vom dritten Platz ins Rennen gegangen, nachdem er in Folge der Bestrafung eines Konkurrenten in der Startaufstellung eine Position nach vorn gerückt war. Hand übernahm kurz nach Rennhalbzeit das Steuer und verteidigte den dritten Rang zunächst ebenfalls bravourös, ehe er in der Schlussphase noch zwei Positionen einbüßte.

Nach Platz fünf im Qualifying eröffnete Auberlen das Rennen für die Startnummer 55 auf dem vierten Rang. In der 46. Runde wechselte der Routinier an vierter Stelle fahrend auf Martin, der anschließend bis an die Spitze vorrückte. Nach seinem Boxenstopp in der 90. Runde kam er jedoch als Sechster wieder auf die Strecke – und blieb bis zum Rennende auf dieser Position.

Stimmen nach dem Rennen

Gordon McDonnell (BMW of North America Motorsport Manager): „Trotz einer guten und fehlerfreien Leistung vom BMW Team RLL hatten wir keine Chance, in Mosport das Podium anzugreifen. Auf den kommenden Strecken wird es für uns nicht einfacher werden. Also werden wir uns doppelt ins Zeug legen, um auch weiterhin um die Meisterschaft kämpfen zu können.“   

Dirk Müller (BMW Z4 GTE – Startnummer 56): „Ich hatte mir natürlich ein bisschen mehr erhofft. Das war ein harter Tag. Wir haben eigentlich alles richtig gemacht. Joey hat einen tollen Job hingelegt, das Team ebenfalls. Aber wir konnten uns einfach nicht verteidigen. Platz fünf und sechs war das Beste, was wir unter diesen Umständen erreichen konnten. Ich wäre gerne auf dem Podium gelandet. Zumindest haben wir aber Punkte mitgenommen und ein sauberes Rennen gezeigt. Die Autos haben nicht einen Kratzer. Die Saison ist noch lang – und wir werden auf jeder einzelnen Runde kämpfen.“

Joey Hand (BMW Z4 GTE – Startnummer 56): „Ich bin sehr glücklich, dass ich wieder bei diesem Programm dabei sein konnte. Es war toll, die Jungs und alle meine Teamkollegen wieder zu sehen. Ich hatte hier noch nie solch ein gutes Auto wie an diesem Wochenende. Allerdings bekam ich gegen Rennende immer stärkeres Untersteuern. Diese Punkte haben wir uns deshalb hart erarbeitet. Ich werde meine Lieblingsstrecke Road America vermissen, komme dann aber für das Rennen in Baltimore zurück.“

Bill Auberlen (BMW Z4 GTE – Startnummer 55): „So etwas hatten wir befürchtet. Auf den langsameren Kursen im Kalender können wir vorne mitmischen und sogar gewinnen. Mosport hat jedoch eindeutig gezeigt, dass es uns an Top-Speed fehlt.“

Maxime Martin (BMW Z4 GTE – Startnummer 55): „Das war ganz sicher kein einfaches Rennen. Wegen unseres Geschwindigkeitsnachteils ist es richtig schwierig, seine Position zu verteidigen. Auf einer einzelnen Runde ist unser Auto gut, aber so lässt sich eben kein Rennen gewinnen.“