Samstag, 21. September 2019
Motorsport XLDas Motorsport MagazinVorschau Abonnement
Sportwagen Allgemein
21.12.2012

Audi setzt auf Hybrid-Technologie

Elf Siege bei den 24 Stunden von Le Mans, zehn Erfolge beim 12-Stunden-Rennen in Sebring, neun Titel in der American Le Mans Series – und nun auch noch Langstrecken-Weltmeister: Kein anderer Automobilhersteller hat die Sportprototypen-Szene im letzten Jahrzehnt so geprägt wie Audi. Mit technischen Innovationen und einer weiterentwickelten Hybrid-Technologie will Audi seinen Vorsprung verteidigen.

Mit dem Audi R18 e-tron quattro ist der Marke mit den Vier Ringen 2012 der erste Triumph eines Hybrid-Rennwagens bei den 24 Stunden von Le Mans gelungen. Zudem gewann Audi die neue FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft WEC und ist damit der erste Weltmeister der Geschichte mit einem Hybrid-Sportwagen.

Anzeige
2013 startet Audi in der Langstrecken-Weltmeisterschaft als Titelverteidiger. Das Audi Sport Team Joest tritt mit zwei weiterentwickelten Audi R18 e-tron quattro an, bei den 24 Stunden von Le Mans und beim WEC-Rennen in Spa kommt ein dritter R18 e-tron quattro zum Einsatz.

Audi setzt damit in Le Mans und in der WEC exklusiv auf die 2012 erfolgreich eingeführte Hybrid-Technologie. Das Schwungrad-Speichersystem wird noch leistungsfähiger, ohne zu sehr an Gewicht und Größe zuzulegen. Rein äußerlich wird sich der Audi R18 e-tron quattro kaum vom diesjährigen Siegerwagen unterscheiden. Unter der ultraleichten Kohlefaserhaut stecken dennoch wieder eine Reihe technischer Innovationen. Parallel arbeitet Audi Sport bereits intensiv am Nachfolger für das ab 2014 gültige neue LMP1-Reglement.

„Für Audi Sport war es eine große Aufgabe, in sehr kurzer Zeit einen Hybrid-Rennwagen zu entwickeln und diese für uns völlig neue Technologie in Le Mans und in der WEC auf Anhieb zum Erfolg zu führen“, erklärt Audi-Motorsportchef Dr. Wolfgang Ullrich. „Die Herausforderung, vor der wir nun stehen, ist aber nicht geringer: Auf der einen Seite wollen wir auch 2013 in der WEC erfolgreich sein. Auf der anderen Seite bindet die Entwicklung des neuen R18 für 2014 schon jetzt sehr viele Kapazitäten.“

Der Audi-Fahrerkader für die WEC und Le Mans 2013 wurde bereits mit Blickrichtung auf 2014 zusammengestellt. Er besteht aus den amtierenden Weltmeistern Marcel Fässler (Schweiz), André Lotterer (Deutschland) und Benoît Tréluyer (Frankreich) sowie Neuverpflichtung Lucas di Grassi (Brasilien), Loïc Duval (Frankreich), Marc Gené (Spanien), Oliver Jarvis (Großbritannien), Allan McNish (Schottland) und Le-Mans-Rekordsieger Tom Kristensen (Dänemark). „Ich denke, dass wir mit dieser Fahrermannschaft für die WEC und für die 24 Stunden von Le Mans sehr gut aufgestellt sind“, so Dr. Ullrich.

Zusätzlich zum Engagement in der WEC ist ein Einsatz des Audi R18 e-tron quattro beim 12-Stunden-Rennen am 16. März 2013 in Sebring (Florida) in Planung. „Es ist voraussichtlich die letzte Möglichkeit, mit einem LMP1-Auto in Sebring anzutreten“, so Audi-Motorsportchef Dr. Wolfgang Ullrich. „Diese Chance würden wir sehr gerne nutzen und uns von den Fans nach unserer tollen Erfolgsstory der letzten Jahre mit einem schönen Auftritt verabschieden.“

Mit einem Sieg in Sebring begann im März 2012 die erfolgreiche Saison von Audi in der FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft. Dindo Capello, Tom Kristensen und Allan McNish triumphierten beim letzten Einsatz des Audi R18 TDI. Beim 6-Stunden-Rennen in Spa-Francorchamps setzten sich Romain Dumas, Marc Gené und Loïc Duval im neuen Audi R18 ultra durch. Marcel Fässler, André Lotterer und Benoît Tréluyer gewannen mit dem Audi R18 e-tron quattro in Le Mans, Silverstone und Bahrain und sicherten sich am Ende knapp vor ihren Teamkollegen Tom Kristensen und Allan McNish den WM-Titel in der Fahrerwertung.

R18 TDI, R18 ultra, R18 e-tron quattro: Drei verschiedene Versionen des Erfolgsmodells R18 feierten in der Saison 2012 Siege. 2013 konzentriert sich Audi Sport ganz auf die Hybrid-Version, die Elemente aller drei R18-Varianten in sich vereint: den kompakten V6-TDI-Motor, ultra-Leichtbau und e-tron quattro – die Kombination eines konventionellen Antriebs mit einer elektrisch angetriebenen Vorderachse.