Donnerstag, 27. Februar 2020
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Rallye Dakar
01.01.2012

Mini mit Siegchance bei Dakar - Los geht's

Im ersten Jahr nach dem Ausstieg von Volkswagen gibt es keine Werksteams mehr bei der Rallye Dakar, die durch drei südamerikanische Länder geht.

Volkswagen war der große Triumphator der letzten Jahre. Die Wolsburger dominierten mit großem Aufwand an Material, Technik und Geld die traditionelle Rallye, die aufgrund der unsicheren politischen Lage nicht mehr in Afrika stattfindet.

Alleine 2011 konnte in der Autowertung die ersten drei Plätzen einfahren. In den letzten drei Jahren holte man immer den Gesamtsieg. Dies ist nun vorbei. Doch ganz fehlen wird man nicht. 39 Fahrzeuge wurden den Funktionären der Rallye zur Verfügung gestellt.

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Die Fahrer haben sich nach dem Ausstieg von Volkswagen anders umgeschaut. Die letztjährigen Zweiten Giniel de Villiers und Dirk von Zitzewitz im privaten Imperial Toyota Hilux sind sicherlich die Underdogs bei der härtesten Prüfung im weltweiten Motorsport.

Vorjahressieger Nasser Al-Attiyah aus Katar wird mit einem Hummer und dem spanischen Copiloten Lucas Cruz an den Start gehen. Siegchancen: Vielleicht!

So wie auch eine der Legenden der Dakar: Stephane Peterhansel. Neunmal konnte der Franzose gewinnen. Und diesmal hat er auch Chancen. Eingesetzt wird ein MINI vom Team All 4 Racing. Teamchef ist hier übrigens Sven Quandt. Einer der BMW-Erben, der bisher im Schatten von Volkswagen stand. In diesem Jahr aber nach vorne möchte.

Um optimal auf die über 8300 anstrengenden Dakar-Kilometer vorbereitet zu sein, hat Teammanager Sven Quandt bereits am 20. November rund 50 Tonnen Material inklusive der fünf MINI ALL4 Racing nach Le Havre bringen lassen, von wo aus anschließend alles in Richtung Argentinien verschifft wurde.

"Einige sagen, dass wir mit den vielen Autos, die wir am Start haben, die Dakar schon so gut wie gewonnen haben", sagt Teammanager Quandt. "Doch das stimmt längst nicht. Die Konkurrenz ist groß, es sind viele sehr erfahrene Fahrer dabei und ebenso viele leistungsstarke Fahrzeuge. Es wird eine spannende Dakar werden. So viel steht jetzt schon fest."

Ganz unrecht wird Quandt nicht haben. Keiner traut sich so richtig die Favoriten zu bennenen. Und das ist nicht schlecht, denn so bleibt es spannend.
Insgesamt haben 158 Teams im Autosektor gemeldet. 

Am heutigen 1. Januar 2012 geht es. Insgesamt müssen 8.373 Kilometer in 14 Etappen bewältigt werden. Davon werden für die Autos 4.161 Kilometer als Wertungsprüfung genommen.

Der Start beginnt im argentienischen Mar de Plata an der Atlantikküste. Weiter geht es über Chile nach Peru, wo am 15. Januar in Lima die Zielankunft ansteht.