Montag, 13. Juli 2020
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FIA WEC
29.10.2012

Dominik Kraihamer holt bestes Saison-Ergebnis

Es war eine lange, anstrengende und nicht immer leichte Premieren-Saison in der FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft, die für Dominik Kraihamer und sein französisches Team OAK Racing in China zu Ende ging: Beim abschließenden 6-Stunden-Rennen von Schanghai belegten der erst 22-jährige Salzburger und seine Teamkollegen Bertrand Baguette aus Belgien sowie Takuma Sato aus Japan mit dem OAK-HPD-Sportwagen den siebten Rang in der Königskategorie LMP1.

Zum bereits dritten Mal in der Saison 2012 stand in China ein Österreicher ganz oben auf dem Siegerpodest in einem Weltmeisterschaftslauf. Doch als er seinem Landsmann Alex Wurz heute zum erneuten Toyota-Sieg gratulierte, hatte Dominik Kraihamer endlich selbst Grund zur Freude. „Je länger die Saison dauert, desto besser wird unser Auto. Seit dem Umstieg auf den HPD-Motor und dem Comeback beim letzten Rennen in Japan haben wir große Fortschritte gemacht – wenn es nach mir ginge, könnte die Saison ruhig noch ein wenig länger dauern.“

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Tatsächlich hatten die verschiedenen Technik-Updates am OAK-HPD mit der Startnummer 15 den erhofften Performance-Sprung gebracht: Zwar waren die Werksboliden von Audi und Toyota wie auch die private Konkurrenz auf dem 5,45 Kilometer langen Shanghai International Circuit über die volle 6-Stunden-Distanz nach wie vor außer Reichweite, doch anhand der Rundenzeiten wird offensichtlich: Es geht in die richtige Richtung.

Dass beim Saison-Finale in Fernost nicht mehr als Rang sieben in der LMP1-Wertung herausschaute, ist hauptsächlich der mangelnden Standfestigkeit des knapp 540 PS starken Prototypen zu schulden: Ausgerechnet in jener Rennphase, in der das Fahrertrio Kraihamer/Baguette/Sato die Lücke zum vor ihnen fahrenden Boliden von Rebellion Racing geschlossen hatte, zwangen Bremsprobleme die Crew von OAK Racing zu einem außerplanmäßigen Boxenstopp. Mit sechs Runden Rückstand zurück im Rennen, fuhr Dominik dann schlagartig um 1,5 Sekunden pro Runde schneller als zuvor.

„Natürlich haben wir über die Saison betrachtet unsere Ziele nicht erreicht. Doch trotz der vielen technischen Probleme ging es seit unserem Comeback in der LMP1-Wertung vor zwei Rennen stetig bergauf“, zieht Dominik nach der Zieldurchfahrt erste Bilanz. „Ich persönlich habe in diesem Jahr wieder wahnsinnig viel gelernt, erlebt und Rennerfahrung gesammelt. Das kann mir niemand mehr nehmen und darauf kann ich in der kommenden Saison sehr gut aufbauen.“