Samstag, 23. November 2019
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VLN
29.05.2011

Neuser und Plentz holen zweiten Saisonsieg

Glanzvolle Generalprobe für Live-Strip.com Racing: beim letzten Vorbereitungsrennen für das Ende Juni stattfindende 24h-Rennen auf dem Nürburgring holten Tobias Neuser und Fabian Plentz in einem äußerst spannenden Rennen den zweiten Saisonsieg für den Rennstall aus Heilbronn. Beim 53. ADAC ACAS H&R-Cup auf der Nordschleife belegten sie in der Klasse SP5 (Specials bis 3000 ccm) den ersten Platz.

Der vierte Lauf zur Langstreckenmeisterschaft Nürburgring (VLN) bot alles, was die Herzen der Motorsportfans höherschlagen lässt: rasante Action, packende Zweikämpfe und ein dramatisches Finale mit einem am Ende glücklichen, aber gerechten Sieger.

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Bereits das vormittägliche Qualifying ließ erahnen, dass die Konkurrenz in der Klasse an diesem Samstagnachmittag keinerlei Geschenke zu verteilen gedachte. Mit hauchdünnen drei Zehntelsekunden Rückstand mussten sich dann auch Fabian Plentz und Tobias Neuser (Startnummer #200) im BMW 330iM im Training denkbar knapp geschlagen geben und starteten als Zweite hinter dem BMW M3 von Kappeler Motorsport (#210). Dahinter reihten sich der MSC Rhön (#212) sowie Jens Strack und Frank Jelinski im Live-Strip.com Racing Schwesterauto mit der Startnummer #201 ein.

Genau diese Reihenfolge wurde in den ersten drei Stunden des vierstündigen Rennens dann auch beibehalten. Runde um Runde schenkte man sich nichts, leistete sich keine Fehler und fuhr auf Sichtweite mit wenigen Sekunden Abstand hintereinander durch die "Grüne Hölle". Letzten Endes entschied dann die Boxencrew um Teamchef Rudi Seher das Rennen: Dank des meisterhaften Zusammenspiels der Mechaniker konnte Tobias Neuser beim letzten Boxenstopp mit rund 25 Sekunden Vorsprung auf die zuvor führende #210 auf die Strecke zurückehren. Ein Vorsprung, der von dem 20jährigen Youngster aus Netphen bis zur Sichtung der karierten Flagge auch nicht mehr abgegeben werden sollte. Den erfolgreichen Tag für das Heilbronner Privat-Team komplettierten Jens Strack und Frank Jelinski, die das Rennen auf dem vierten Platz in der Klasse beendeten.

Apropos Jelinski: für die Rennsportlegende (u.a. Sieger der 24h von Daytona) war dies das erste Rennen nach dreijähriger Pause vom aktiven Motorsport. Angesprochen auf das 24h-Rennen Ende Juni, meinte der Routinier augenzwinkernd nach dem Rennen. "Das war hier heute eher nur ein Warmup für meinen Rücktritt vom Rücktritt. Beim 24er geht noch mehr, da bin ich ganz sicher."

Auch Teammanager Uli Neuser zeigte sich zufrieden und zuversichtlich; insbesondere, da das Team für das Großereignis noch ein ganz besonderes As im Ärmel hat. "Das war heute das erste Mal in der Geschichte unseres Teams, das wir das letzte Rennen vor dem 24er gewinnen konnten. Wenn wir auch am 25. Juni hier so topfit und konzentriert wie heute an den Start gehen, dann ist alles möglich" sagte Neuser bei der anschließenden Siegerehrung. Um dann nach einer kunstvollen Pause fortzufahren und eine kleine Bombe platzen zu lassen: "Nicht zuletzt auch deswegen, weil wir heute auch offiziell bestätigen können, dass Thomas Kappeler, der uns wieder einmal einen harten Kampf bis zur letzten Minute geliefert hat, wie schon im Vorjahr auch beim diesjährigen 24h Rennen, zusammen mit Fabian und Tobias, als Gastfahrer die #200 pilotieren wird."