Montag, 6. April 2020
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Seat Leon SC
09.08.2011

Elia Erhart weiter auf der Erfolgsspur

Beim sechsten Rennwochenende auf dem Nürburgring fuhr Elia Erhart im Samstagsrennen mit einer starken Aufholjagd auf Platz vier und feierte am Sonntag auf dem Siegertreppchen Rang drei. Seine Meisterschaftsführung baute der Mittelfranke weiter aus.

Elia Erhart scheint derzeit nichts zu bremsen. Obwohl für ihn die Trainings nicht reibungsfrei verliefen, zeigte er in beiden Rennen wie gewohnt eine fehlerfreie und souveräne Vorstellung. Das freie Training am Freitag musste der 23-jährige aufgrund einer defekten Servopumpe vorzeitig beenden. Im Qualifying wurde er von der Rennleitung vom vierten Platz um fünf Positionen zurückversetzt, da er unter gelber Flagge eine persönliche Sektorbestzeit erzielt hatte. „Die Strafe geht völlig in Ordnung“, gesteht der Youngster und gab sich dennoch optimistisch. „Dann muss ich nun im Rennen mehr überholen.“

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Nachdem beide Trainings unter trockenen Bedingungen stattfanden, änderten sich zum zehnten Saisonlauf die Wetterverhältnisse. Kurz vor dem Rennstart regnete es stark und somit gingen alle Seat-Piloten mit Regenreifen auf die 3,6 Kilometer lange Piste. Im Rennen zeigte Elia Erhart auf der nassen Strecke einmal mehr seine fahrerischen Qualitäten. Bereits in der Startrunde verbesserte er sich von Startplatz neun um zwei Positionen. In den folgenden vier Umläufen lieferte sich der Tabellenführer mit dem Gesamtzweiten einen spannenden Zweikampf, den Elia Erhart schließlich für sich entschied. Während die Strecke allmählich immer trockener wurde, nahm er die Jagd auf den Fünftplatzierten auf. „Unsere Fahrzeugabstimmung war für diese Bedingungen sehr gut“, lobt er sein Team “Aust Motorsport“. Von daher dauerte es nicht lange, dass der Röttenbacher zunächst Platz fünf und wenige Runden darauf Platz vier übernahm. In den letzten Runden schloss er noch auf den Drittplatzierten auf. „Ich versuchte, meinen Vordermann in einen Fehler zu locken“, so der schnelle Nachwuchsrennfahrer. „Er verteidigte aber gut. Ein Überholmanöver wäre zu viel Risiko gewesen.“ Nach 17 Rennrunden schrammte der fränkische Tourenwagenpilot mit einer halben Sekunde Rückstand mit Rang vier nur knapp an einem Podiumsplatz vorbei. „Mit diesem Ergebnis bin ich absolut zufrieden.“

Beim Sonntagsrennen, welches bei strahlendem Sonnenschein stattfand, startete Elia Erhart von Platz drei. Er beschleunigte gut und verteidigte seine Position. Im ersten Renndrittel klebte der Viertplatzierte direkt am Heck vom roten Seat-Renner. Der Pilot vom “ADAC Team Nordbayern“ hielt dem Druck stand und konnte seinen Hintermann allmählich abschütteln. Zur Rennmitte bildeten die ersten Drei eine enge Kampfgruppe – Elia Erhart als Jäger der beiden Führenden. „Wir waren allerdings alle nahezu gleich schnell“, erklärt er. Die gesamte Renndistanz fuhr er das hohe Tempo der Spitze und sicherte sich am Ende mit Rang drei einen Platz auf dem Siegertreppchen. „Das war wieder ein gutes Wochenende“, freut sich der Röttanbcher. „In beiden Rennen holten wir das Beste heraus!“

Der Seat Leon Supercopa geht jetzt in die Sommerpause. Die nächste Rennveranstaltung findet vom 16. bis 18. September in Oschersleben statt. Mit 154 Meisterschaftspunkten geht Elia Erhart als Tabellenführer in die Saisonrennen zwölf und 13. „Der Vorsprung scheint mit 34 Zählern groß zu sein“, erzählt er. „Allerdings sind bei den anstehenden vier Rennen noch insgesamt 86 Punkte zu vergeben – da kann viel passieren.“ Seine Herangehensweise bleibt bei den kommenden Läufen gleich: „Wir machen jetzt einfach so weiter wie bisher.“

Bevor Elia Erhart in fünf Wochen in der Magdeburger Börde wieder in seinen Rennwagen mit der Startnummer 11 steigt, nimmt er am 4. September zunächst am traditionellen ADAC Bergpreis in Happurg teil. Als Heimfahrer für den “Automobilclub Hersbruck“ wird er die 3,4 Kilometer lange Strecke mit einem historischen Prototypen-Sportwagen von seinem Partner “Linn High Therm“ hinauf jagen. Der Seat-Pilot ist gespannt: „Meine Erfahrungen beschränken sich bisher ausschließlich auf Tourenwagen. Das wird meine erste Fahrt in einem echten Rennsportwagen.“