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Renault Sport Speed Trophy
26.09.2011

Der schnelle Solist schlägt zurück

Die Durststrecke des Bäckermeisters hat ein Ende: Im achten Rennen der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring 2011 fuhr Karl Brinker zu seinem ersten Saisonsieg in der Renault Sport Speed Trophy. Rang zwei ergatterten Elmar Jurek und Jannik Olivo, die damit weiterhin wichtige Punkte für die VLN-Meisterschaft sammelten. Für Abwechslung sorgte das Roadrunner Racing-Team, das mit einem neu aufgebauten Fahrzeug auf den dritten Platz fuhr.

Bei traumhaftem Herbstwetter zeigte der Solist Karl Brinker vom Vulkan-Racing-Team Mintgen Motorsport der Konkurrenz schon im Training, dass mit dem schnellen Bäcker aus Herne durchaus zu rechnen ist. Brinker erreichte den zweiten Startplatz und hatte somit eine ideale Ausgangslage geschaffen. Im anschließenden Rennen übernahm Brinker die Führung bereits früh und fuhr nach rund vier Stunden als Sieger der Klasse Cup3 ins Ziel. „Das Auto war super und mein Team hat einen tollen Job gemacht. Eine schöne Leistung“, freute sich Brinker, der zuletzt 2010 in der Renault-Sonderwertung im Rahmen der VLN siegreich war.

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Während der Brötchen-Clio souverän seine Runden drehte, entbrannte auf den weiteren Plätzen derweil ein spannender Kampf. „Wir sind Tür an Tür durch die Fuchsröhre gejagt“, grinste Jannik Olivo von TKS-Motorsport. Zusammen mit seinem Teamkollegen Elmar Jurek landete er auf Rang zwei. Und das, obwohl es für Olivo zwischenzeitlich gar nicht rund lief: „Ich bin im Schwalbenschwanz von der Strecke gerutscht und leicht eingeschlagen, daraufhin war das Auto ganz schön krumm.“ Auch wenn Jurek und Olivo mit der zweiten Position nicht ganz zufrieden waren, bringt ihnen dieses Resultat wertvolle Punkte für die VLN-Gesamtwertung.

Bei Roadrunner Racing war die Freude besonders groß. In den letzten Wochen hatte das Team einen neuen Renault Clio aufgebaut, der nun seine Premiere feierte. „Wir sind sehr erleichtert, dass das Auto heute auf Anhieb so gut funktioniert hat“, meinte Teamchef Udo Huppertz. Schon nach dem Start übernahm der Roadrunner-Clio von Jürgen Peter und „Rennsemmel“ die Führung, musste das Fahrzeug von Brinker sowie den Clio von Jurek und Olivo dann aber vorbei ziehen lassen. Am Ende fuhr man daher als drittbestes Renault-Team über die Ziellinie. Udo Huppertz stand die Freude ins Gesicht geschrieben: „Ein genialer Erfolg für unsere ganze Mannschaft!“ 

Mit Platz 16 verabschiedeten sich Sabine Amweg und Christof Stadler vorzeitig aus der Saison 2011. Nach einem heftigen Unfall brachten die beiden Schweizer ebenfalls einen neuen Renault Clio an den Start. Amweg resümierte: „Ich hatte unsere Kollision aus dem sechsten Rennen noch im Hinterkopf und habe es daher erst mal ruhig angehen lassen. Ich wollte das Auto unbedingt heil ins Ziel bringen. Das haben wir geschafft. Besonders gut lief es im Zeittraining. Hier habe ich gemerkt, dass das Potenzial vorhanden ist.“ Aus zeitlichen Gründen werden Amweg und Stadler erst wieder im nächsten Jahr mit vereinten Kräften auf die Nordschleife zurück kehren.

Ein Mammutprogramm stemmte Schlaug Motorsport. Das Team nahm am achten VLN-Lauf und zeitgleich am Saisonfinale des Renault Clio Cup Bohemia in Brünn Teil. Teamchef Manfred Schlaug erklärte: „Das ist natürlich für uns alle eine ganz besondere Herausforderung.“ Pech hatte das von Schlaug betreute Fahrzeug von Peter Utsch und Frank-Dieter Lohmann, die nach technischen Problemen nach dem Zeittraining die Segel streichen mussten. Auch das Fahrzeug von Karl Raab und Werner Frei schied vorzeitig aus. Der Solist Rolf Weißenfels bescherte dem Schlaug-Team als 16. wenigstens eine Zielankunft.

In der Renault Sport Speed Trophy liegen Jannik Olivo und Elmar Jurek mit 168 Punkten in Führung. Platz zwei verteidigen Dominik Brinkmann und Stephan Epp mit 159 Zählern. Auf Rang drei liegen Jean-Jacques Meyer und Uwe Kleen mit 125 Punkten. Mit dem 35. DMV 250-Meilen-Rennen findet der nächste Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring am 15. Oktober 2011 statt.