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05.04.2011

Guter Saisonstart für Andreas Bolz

Unmittelbar bevor sich der Stollberger Andreas Bolz auf die Reise zum Saisoneröffnungsrennen der DMV BMW Challenge auf dem Hockenheimring machte, checkte er routinemäßig seinen BMW 318ti noch einmal in allen wichtigen Funktionen durch. Dabei entdeckte er ein defektes Fahrwerksteil – der Wagen wäre im Rennen unfahrbar gewesen. Was sollte er nun tun?

Kurzerhand rief bei H&R, dem Hersteller der Fahrwerkskomponenten an und hier konnte man ihm unbürokratisch helfen. Über Nacht schickten ihm die Fahrwerksspezialisten das dringend benötigte Spezialersatzteil, das der Kfz-Mechatroniker kurzfristig einbauen konnte. „Es ist schon toll, dass man auch als Breitensportler zuvorkommend behandelt wird“, berichtete Andreas Bolz dann im Hockenheimer Fahrerlager.

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Die DMV BMW Challenge ist eine Breitenportrennserie, die nur für Großserienfahrzeuge des bayerischen Herstellers zugelassen ist. Mit einem ausgeklügelten Reglement will Serienpromotor Kai Beck einerseits die Chancengleichheit wahren, andererseits die Kosten möglichst gering halten. Attraktiver, aber bezahlbarer Motorsport auf den schönsten Rennstrecken – so lautet seine Devise.

Mit dem Vertrauen in das reparierte Fahrwerk machte Bolz auf dem GP-Kurs der badischen Rennstrecke von Anfang an kräftig Druck und fuhr schon im Training zuverlässig gute Rundenzeiten. Nach einem Trainingsunfall stellten sich am Renntag noch elf liebevoll präparierte BMW-Rennfahrzeuge dem Starter. Als nach der obligatorischen Einführungsrunde die Ampel auf „Grün“ schaltete, erwischte Andreas Bolz einen sehr guten Start und setzte sich gleich auf Platz zwei fest. Doch während die Konkurrenten angesichts des sommerlichen Wetters mehr als zufrieden waren, bereiteten die hohen Temperaturen Andreas Bolz enorme Schwierigkeiten: „Jedes Mal wenn ich pushen wollte, ging die Motoröltemperatur rapide in die Höhe“. Schweren Herzens, aber mit Rücksicht auf den Motor musste er den Führenden ziehen lassen. Andreas Bolz fuhr „sein“ Rennen souverän und ohne ein Risiko einzugehen zu Ende und blieb bis ins Ziel auf dem sicheren zweiten Platz.

Der folgende zweite Rennlauf hätte eine Kopie des ersten sein können. Wieder gelang dem zweiundzwanzigjährigen Stollberger ein perfekter Start, wieder konnte er den Führenden wegen steigender Öltemperatur nicht angreifen und wieder lag er im Ziel auf der zweiten Position. Unter den genannten Umständen war Andreas Bolz mit den beiden Ergebnissen von Hockenheim mehr als zufrieden. „Schon beim nächste Rennen wird alles anders aussehen“, freute er sich auf den kommenden Einsatz. „Bis zu den nächsten Rennen in Zolder werde ich das Temperaturproblem in Griff haben und dann kann ich richtig angreifen.“ Der rund vier Kilometer lange belgische „Circuit Zolder“, auf dem bis 1984 auch Formel 1-Rennen ausgetragen wurden, ist die Haustrecke von Andreas Bolz. Hier hat er schon viele Tests absolviert – hier kennt er sich bestens aus. Die Konkurrenten können sich auf was gefasst machen…