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FIA GT1 WM
27.03.2011

Young Driver AMR mit guter Teamleistung in Abu Dhabi

Young Driver AMR startete mit einer guten Teamleistung in Abu Dhabi in die GT1-Weltmeisterschaft 2011. Nach einem Rückschlag im Qualifying Rennen, als keiner der beiden Young Driver-Aston Martin DBR9 die Zielflagge sah, kämpften sich beide Aston Martin im Championship Rennen wieder nach vorne und bescherten Young Driver AMR eine gute Punkteausbeute. Nach einer großartigen Aufholjagd belegten Stefan Mücke (Berlin) und Darren Turner (GB) Platz fünf, eine Position dahinter kamen Alex Müller (Rees) und Tomas Enge (CZ) ins Ziel.

Das Qualifying Rennen, das erste von zwei Rennen auf dem Yas Marina Circuit, verlief turbulent für Young Driver AMR. Darren Turner startete von der Pole-Position in den ersten Saisonlauf und führte das Rennen bis zur Halbzeit an. Nach dem Fahrer- und Reifenwechsel musste Teamkollege Stefan Mücke den Aston Martin allerdings nach einem Problem mit der Radmutter abstellen. Tomas Enge im Schwesterauto startete von der dritten Position, kollidierte in der ersten Kurve allerdings mit einem Konkurrenten und musste das Rennen ebenfalls an der Box aufgeben.

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Doch die Aufgabe, nach der Enttäuschung im Qualifying Rennen das Championship Rennen von hinten aufzunehmen, sollte am Samstag nicht die größte Herausforderung für Young Driver AMR bleiben. Nach dem Startunfall von Enge war der DBR9 an Front und Seite stark beschädigt. In weniger als vier Stunden reparierte die Young Driver-Crew den Aston Martin und ermöglichte Enge und Müller damit den Start im Championship Rennen.

Im Championship Rennen arbeiteten sich beide Young Driver AMR-Aston Martin vom Ende des Feldes zügig nach vorne. Stefan Mücke stürmte von Position 15 in nur einer Runde auf den achten Platz. Bis zum Fahrerwechsel machte der Berliner noch eine weitere Position gut. Teamkollege Darren Turner gewann in der zweiten Rennhälfte zwei weitere Plätze und beendete das Rennen auf dem fünften Rang.

Auch Alex Müller musste sich im Championship Rennen nicht alleine einer Herausforderung stellen. Der Young Driver-Neuzugang fuhr in Abu Dhabi nicht nur sein erstes Rennen für Young Driver, sondern musste das Rennen mit dem reparierten Young Driver AMR-Aston Martin auch von hinten aufnehmen. Bis zum Fahrerwechsel arbeitete sich Müller auf Platz 11 nach vorne, nach einem schnellen Boxenstopp mit Fahrerwechsel brachte Tomas Enge den Aston Martin schließlich eine Position hinter Turner auf dem sechsten Platz ins Ziel.

Nach dem ersten Saisonlauf belegt Young Driver AMR Platz drei in der Teamwertung. Von Abu Dhabi reist Young Driver AMR nun mit kurzem Zwischenstopp am Teamsitz in Paderborn nach Südfrankreich. Dort findet in Le Castellet am kommenden Wochenende beim Auftakt der Le Mans Series der erste Renneinsatz des Aston Martin Vantage von Young Driver AMR statt.

Stimmen der Fahrer nach dem Rennen:

Tomáš Enge (#7 Young Driver-Aston Martin DBR9): „Das spannendste Rennen des Tages war das Rennen gegen die Zeit, um das Auto nach dem Unfall pünktlich zum Championship Rennen wieder hinzubekommen. Am Start zum Qualifying Rennen bin ich zu lange auf der Innenseite geblieben, dort war die Strecke sehr rutschig. Ich habe mich nicht verbremst, aber auf der Innenseite hatte die Strecke extrem wenig Grip und es kam zur Kollision mit einem Konkurrenten, bei der ich unseren Aston Martin stark beschädigt habe. Unsere Mechaniker haben einen absoluten Mega-Job gemacht und das Auto pünktlich zum Championship Rennen wieder repariert. Ich habe versucht den Jungs so viel wie möglich zu helfen und muss mich für den Unfall sehr bei dem Team entschuldigen. Young Driver hat über den Winter die Fahrzeuge absolut perfekt vorbereitet, die Reparatur des Autos und das Ergebnis im Championship Rennen haben gezeigt, wie gut wir zusammen im Team sind. Zum Glück konnten wir hier noch einige Punkte holen. Nach dem guten Qualifyingergebnis war das nicht das Ergebnis, das wir erwartet, aber immer noch wesentlich besser als unser Ergebnis im letzten Jahr. Die Aufgabe in den nächsten Rennen wird nun sein, permanent in der Spitzengruppe zu fahren.“

Alex Müller (#7 Young Driver-Aston Martin DBR9): „Ich muss mich vor allen bei unseren Mechanikern bedanken, die alles gegeben haben, damit das Auto pünktlich zum Championship Rennen fertig war. Am Start zum Championship Rennen hing ich erst hinter einigen Fahrzeugen fest, habe mich dann aber langsam nach vorne gearbeitet. Ich hatte aber sehr starke Vibrationen im Auto, wir müssen nach dem Rennen analysieren, ob die vom Reifen kamen, oder eine andere Ursache hatten. Wir hatten einen guten Boxenstopp und ich habe mein erstes Rennen bei Young Driver auf Platz sechs beendet. Allerdings bin ich mit meiner Leistung selbst noch nicht komplett zufrieden. Der Aston Martin unterscheidet sich schon in einigen Punkten von der Version, die ich zuletzt vor zwei Jahren gefahren bin. Aber warten wir das nächste Rennen einmal ab, denn das findet in Zolder, meiner Heimstrecke, statt.“

Stefan Mücke (#8 Young Driver-Aston Martin DBR9): „Ich hatte eine gute erste Runde. Direkt in der ersten Kurve habe ich eine kleine Lücke ausgemacht, die war gerade gross genug, dass ich mich durchsetzen und einige Positionen gewinnen konnte. Der Start war heute entscheidend, denn bei der Leistungsdichte im Feld ist es im Rennen gerade auf dieser Strecke immens schwer zu überholen. Daher wusste ich, das unsere einzige Chance auf ein gutes Ergebnis darin lag, gleich zu Rennbeginn einige Plätze gutzumachen. Nach dem Problem im Qualifying Rennen ist der fünfte Platz im Championship Rennen o.k.. Wir haben gute Punkte gesammelt, ohne dafür Platzierungsgewichte in Auto zu bekommen.”

Darren Turner (#8 Young Driver-Aston Martin DBR9): „In meinem Stint hing ich hinter einem anderen Aston Martin fest. Ich war etwas schneller, aber ich konnte ihn nicht überholen und habe mich darauf konzentriert die Position zu halten. Vor diesem Wochenende hätten den fünften Platz als einen sehr großen Erfolg eingeschätzt. Aber nach unserer Leistung im Qualifying und Qualifying Rennen bin ich schon ein wenig enttäuscht vom fünften Platz.”

Hardy Fischer (Teamchef): „Der Tag hat mit dem enttäuschenden Ergebnis im Qualifying Rennen nicht besonders gut angefangen, hat aber doch noch ein versöhnliches Ende gefunden. Unsere Mechaniker haben eine unglaubliche Leistung gezeigt, als sie das Auto von Alex und Tomas in weniger als vier Stunden wieder repariert haben. Ich bin stolz auf mein Team, das immer wie ein Mann hinter mir steht. Es gibt sicherlich nicht viele Teams, die das in der kurzen Zeit hinbekommen hätten. Nach diesem Kraftakt wurden wir mit einer guten Punkteausbeute belohnt. Beim nächsten Rennen in Belgien in zwei Wochen werden wir wieder angreifen.”