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FIA GT1 WM
05.12.2010

Young Driver AMR dominiert Qualifying in San Luis

Young Driver AMR nimmt das vorletzte Rennen der GT1-Weltmeisterschaft in Argentinien am Sonntag vom ersten Startplatz aus in Angriff. Stefan Mücke (Berlin) und der argentinische Neuzugang bei Young Driver AMR, José María López (ARE), stellten den Young Driver AMR-Aston Martin DBR9 auf die Pole Position für das Qualifying Rennen, dem ersten von zwei Rennen in Argentinien am Sonntag.

Darren Turner (GBR) und Tomas Enge (CZE), die einzigen beiden Piloten, die am Sonntag in Argentinien noch mit den Tabellenführern um die GT1-Weltmeisterschaft kämpfen, hatten Pech und starten als 17. in das Qualifying-Rennen.

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Der ehemalige Formel 1-Testfahrer José María López und Stefan Mücke dominierten das Qualifying auf der malerischen Strecke rund um einen Vulkansee nahe San Luis. Im dreigeteilten Qualifying fuhr López in seinem ersten Qualifying überhaupt für Young Driver AMR gleich die Bestzeit. Im zweiten Segment des nach einem K.O.-System ausgetragenen dreigeteilten Zeittrainings legte Teamkollege Stefan Mücke nach und holte ebenfalls die Bestzeit. In der finalen dritten Runde, wieder mit dem Argentinier am Steuer, gab es für den Young Driver-Aston Martin DBR9 wiederum nur eine Position: Die Erste! Mit der Bestzeit in allen drei Qualifying-Segmenten starten Mücke und López, die in Argentinien erstmals gemeinsam fahren, von der Pole-Position. Eine ideale Ausgangslage am alles entscheidenden Wochenende, denn Young Driver AMR kämpft beim WM-Finale noch um den zweiten Platz in der Teamwertung.

Eine große Herausforderung liegt im Qualifying Rennen und im anschliessenden Championship Rennen vor Darren Turner und Tomas Enge, die als einzige Piloten im Feld neben den Tabellenführern noch um die Fahrerweltmeisterschaft kämpfen. Turner beendete das erste Qualifying-Segment (Q1) als 17. und verpasste damit nur denkbar knapp den Einzug in das zweite Qualifying. Im 60-minütigen Qualifying-Rennen müssen Turner/Enge nun eine gute Ausgangsposition für das alles entscheidende WM-Finale (Championship Race) herausfahren, das am Sonntagabend um 17.30 Uhr mitteleuropäischer Zeit stattfindet.

Stimmen der Fahrer nach dem Qualifying:

Stefan Mücke (#8 Young Driver AMR-Aston Martin DBR9): „Ich habe hier mit José María einen Teamkollegen, der die Strecke perfekt kennt und uns viele nützliche Tipps gegeben hat. Wir haben aus seinen Runden im freien Training extrem viel gelernt, das konnten wir perfekt für das Qualifying umsetzen. Ich bin im freien Training und im Pre-Qualifying kaum im Auto gesessen, meine schnellste Runde im zweiten Qualifying war erst meine fünfte gezeitete Runde überhaupt auf dieser Strecke. Wir wussten vorher nicht was uns auf dieser Strecke erwartet und sind schon ein bisschen überrascht, dass wir gut mit dabei sind. Das Team hat uns ein perfektes Auto hingestellt und die Abstimmung hat von der ersten Sekunde gepasst. Es könnte nicht besser sein.“

José María López (#8 Young Driver AMR-Aston Martin DBR9): „Es ist fantastisch, dass ich bei meinem Heimrennen auf der Pole-Position stehe. Das Auto war einfach sehr gut, es ist toll zu fahren und ich habe keine großen Problem gehabt, mich an das Auto gewöhnen. Auch Stefan hat einen sehr tollen Job gemacht.“

Darren Turner (#7 Young Driver-Aston Martin DBR9): „Meine Runde war eigentlich ganz o.k., es hat sich alles ganz gut angefühlt. Aber leider waren wir einfach nicht schnell genug. Die 40kg Erfolgsballast, die wir nach unserem Sieg und dem zweiten Platz vergangene Woche in Brasilien zuladen mussten, sind natürlich keine große Hilfe hier. Wir haben auch nur einen Satz Reifen benutzt, die meisten anderen Teams haben zwei Reifensätze benutzt.“

Tomas Enge (#7 Young Driver-Aston Martin DBR9): „Eigentlich ging der Tag ganz gut los, im freien Training und im Pre-Qualifying lief es gar nicht mal so schlecht. Aber im Qualifying haben wir jetzt wirklich Pech gehabt. Ich befürchte, wir haben die Auswirkungen unseres Erfolgsballastes von 40kg etwas unterschätzt. Nun haben wir morgen einen harten Job vor uns, denn wir starten vom 17. Platz. Das Überholen ist auf dieser Strecke nicht gerade einfach, den es gibt eigentlich nur eine Linie und abseits davon ist die Piste sehr schmutzig. Aber wer weiß, alles kann passieren und wir werden im Qualifying-Rennen alles geben, um möglichst nah an die Top-10 zu kommen.“