Mittwoch, 15. Juli 2026
MXL täglich aktuell
Motorsport XLDas Motorsport MagazinVorschau Abonnement
Tourenwagen Junior Cup
14.07.2026

Podium für Finn Wollnik am Red Bull Ring trotz Rückschlag

Der Red Bull Ring bot einmal mehr packenden Motorsport. Finn Wollnik überzeugte mit starken Zweikämpfen und einem verdienten Podestplatz im ersten Rennen. Ein technischer Defekt im zweiten Lauf verhinderte zwar ein weiteres Top-Ergebnis, änderte jedoch nichts an einer insgesamt überzeugenden Leistung.
 
Nach einer etwas längeren Anreise erreichte Familie Wollnik am Freitag entspannt den Red Bull Ring. Dort, wo wenige Wochen zuvor noch die Formel 1 gastierte, nutzte Finn ein einstündiges Rollout, um sich wieder mit der Strecke vertraut zu machen.
 
Bei besten Bedingungen startete am Samstag das freie Training des ADAC Tourenwagen Junior Cups. Trotz einer wegen Tracklimits gestrichenen schnellen Runde gelang Finn mit einer Zeit von 1:56,830 Minuten eine gute Grundlage für das Qualifying. Bereits hier zeigte sich, wie eng das Feld zusammenlag.
 
Im 20-minütigen Qualifying verhinderte erneut ein Verstoß gegen die Tracklimits eine bessere Platzierung. Finn musste sich mit Startplatz sieben zufriedengeben. Dabei ist festzuhalten, dass die ersten sieben Fahrer innerhalb einer Sekunde lagen.
 
Das erste Rennen entwickelte sich von Beginn an zu einem packenden Positionskampf. Nach einer Safety-Car-Phase infolge eines Unfalls arbeitete sich Finn vom siebten bis auf den dritten Platz nach vorne. In der Schlussrunde verlor er Rang drei zunächst um lediglich zwei Hundertstelsekunden an seinen Teamkollegen und wurde als Vierter abgewinkt. Nachträgliche Strafen wegen Tracklimits sorgten jedoch für eine Korrektur des Ergebnisses. Finn rückte auf Platz drei vor und durfte sich über einen verdienten Podestplatz freuen.
 
Am Sonntag verlief das Qualifying zunächst unglücklich. Ein Problem mit dem Transpondersignal zwang Finn zu einem zusätzlichen Boxenstopp. Zwar konnte er anschließend eine Bestzeit setzen, doch eine weitere schnelle Runde wurde erneut wegen Tracklimits gestrichen. So startete er das zweite Rennen von Platz fünf.

Das Rennen war jedoch bereits beim Start beendet. Eine gebrochene Antriebswelle machte ein Anfahren in der Startaufstellung unmöglich. Statt selbst um Punkte zu kämpfen, unterstützte Finn seinen Teamkollegen von der Boxenmauer aus, der bis auf das Podium vorfuhr.
 
„Natürlich ist das ärgerlich, aber wir nehmen die positiven Eindrücke mit, denn wenn alles am Fahrzeug passt kann ich meine Leistung abrufen. In zwei Wochen wollen wir beim DTM-Wochenende in Oschersleben wieder voll angreifen“, blickt Finn optimistisch auf das nächste Rennwochenende.
Anzeige