Tourenwagen Junior Cup
14.07.2026
Alex Mohr reist als Halbzeitmeister vom Red Bull Ring ab
Schon im ersten Qualifying zeigte Alex, dass mit ihm am Red Bull Ring zu rechnen ist: Startplatz zwei, direkt neben dem Pole-Setter. Im Rennen lieferten sich die beiden dann einen Schlagabtausch, der den Fans in Spielberg alles bot, was Tourenwagensport ausmacht. Alex übernahm zwischenzeitlich sogar die Führung und attackierte nach dem Restart unermüdlich.
Was folgte, war eines der engsten Finishes der Seriengeschichte: Nur 0,021 Sekunden trennten Alex auf der Ziellinie vom Sieg – ein Wimpernschlag, der zeigt, auf welchem Niveau er aktuell fährt. Dass eine Drei-Sekunden-Zeitstrafe wegen Track Limits ihn im offiziellen Klassement auf Rang vier zurückwarf, war bitter, ändert aber nichts an der Kernaussage des Tages: Alex war auf Siegkurs und fuhr auf Augenhöhe mit der Spitze.
Auch am Sonntag griff Alex von Beginn an an. Nach einem starken Start schnappte er sich früh Platz zwei und nahm in Runde zwei die Führung ins Visier. Beim mutigen Angriff in Kurve 4 wurde Alex vom Führenden nach außen abgedrängt und geriet am Kurvenausgang mit zwei Rädern in den Kies – das vorzeitige Aus. Der Führende erhielt für das Manöver eine Drei-Sekunden-Zeitstrafe, was für Alex jedoch nur ein schwacher Trost war. Ein Nuller, der wehtut, aber auch eines deutlich macht: Alex fährt um Siege, nicht um Platzierungen. Genau diese Einstellung hat ihn an die Spitze der Meisterschaft gebracht.
Drei Rennwochenenden, drei Mal um den Sieg gekämpft: zwei Siege in Hockenheim, ein zweiter Platz am Nürburgring – und auch am Red Bull Ring war Alex ein Sieganwärter. Zur Saisonhalbzeit steht er mit 13 Punkten Vorsprung an der Tabellenspitze. Die zweite Saisonhälfte kann kommen – und Alex geht sie aus der besten Position an: als Führender.
Beeindruckend ist dabei vor allem die Ruhe, mit der Alex die Saison angeht. „Wir sind wirklich beeindruckt, wie relaxt Alex das alles abspult. Der nimmt das alles entspannt von Rennen zu Rennen – wir sind da als Team oft aufgeregter als der Fahrer“, sagt Matthias Hutzel, der direkte Mechaniker und Betreuer von Alex, und lacht.
Weiter geht es bereits vom 24. bis 26. Juli in der Motorsport Arena Oschersleben – und zwar im Rahmenprogramm der DTM. Alex freut sich auf die große Bühne und wird auch dort wieder das tun, was er am besten kann: angreifen.
Wie weit der Weg ist, den er in nur zwölf Monaten zurückgelegt hat, bringt Alex selbst am besten auf den Punkt: „Letztes Jahr habe ich mich gefreut, wenn wir in den Top 5 waren – und dieses Jahr führe ich zur Halbzeit die Meisterschaft. Wenn uns das einer vor einem Jahr gesagt hätte, hätten wir gesagt: Der hat zu heiß geduscht. Mit Topcar haben wir ein super Team und ich bin wirklich stolz auf uns und unsere Entwicklung als Team.“
Alex reist als Halbzeitmeister ab – und nimmt viel Rückenwind mit in die zweite Saisonhälfte.





