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Rallye DM
22.04.2026

Mohe vor Asphaltpremiere im Porsche 911 Rally GT

Bühne frei für den zweiten Auftritt des Porsche 911 GT Rally der Generation 992.1: Nach einem gelungenen Debüt beim Heimspiel im Erzgebirge treten Carsten Mohe und Co-Pilotin Andrea Lieber bei der ADAC Actronics Rallye Sulingen am 24. und 25. April zu ihrer ersten reinen Asphalt-Rallye mit dem rund 470 PS starken Heckmotor-Hecktriebler an.

Den zweiten Lauf zur Deutschen Rallye-Meisterschaft (DRM) rund um die niedersächsische Kleinstadt Sulingen kennt der Routinier aus Crottendorf sehr gut. „Aber im Porsche ist jetzt erst mal jede Rallye wieder Neuland für uns“, hält Carsten Mohe fest. Die Zeichen für einen gelungenen Auftritt stehen dennoch gut: „Sulingen hat uns immer gut gelegen, und mit den vielen Zuschauer stimmt auch die Atmosphäre. Außerhalb des IVG-Geländes sind die Wertungsprüfungen meist schnell und flach, das kommt unserem 911 GT Rally entgegen. Das IVG-Gelände selbst ist allerdings sehr winklig und die Prüfungen dort sehr lang. Wir müssen vor allem schauen, dass wir ohne Reifenschaden durchkommen, denn das von entscheidender Bedeutung sein“, analysiert der amtierende Deutsche Rally3-Meister.
Der starke Saisonauftakt hat jedenfalls Lust auf mehr geweckt: „Der Porsche macht unheimlich Spaß mit seiner brutalen Beschleunigung und den späten Bremspunkten wegen der breiten Reifen.“ Die nötige Eingewöhnung auf das Kraftpaket sieht Carsten Mohe gelassener denn je: „An alles, was gut ist, gewöhnst du dich schnell“, lacht er. Das gilt auch in technischer Hinsicht. „Wir mussten nach der ,Erze‘ zwar einiges revidieren, aber das ist nicht ungewöhnlich – je größer das Auto, desto umfangreicher die Arbeiten. Wir kommen technisch sehr gut mit dem Porsche zurecht, es ist halt ein Rallye-Auto. Wer wie wir über ordentlich Erfahrung verfügt, kommt damit klar.“

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Damit steht auch in Sulingen die Begeisterung im Mittelpunkt, so ein Fahrzeug einsetzen zu können. „Es ist großartig, dass unsere Partner und Sponsoren wie VMS Vital Medical Supplies und die STARKENBERGER GRUPPE das ermöglichen. Mit einer guten Show für die Zuschauer möchten wir etwas davon zurückgeben.“

„Nachdem wir vier Wochen nicht im Auto gesessen haben, freuen wir uns, dass wir schon den Shakedown am Donnerstag fahren und uns auf die Bedingungen einstellen können. Gerade in Sulingen gilt: Asphalt ist nicht gleich Asphalt, jede Kurve kann anders aussehen. Wir gehen immer ehrgeizig in eine Rallye und wollen möglichst weit vorn landen. Dazu müssen wir die Stärken des Autos dort ausnutzen, wo es geht, und auf winkligen Passagen und Schotter den möglichen Rückstand akzeptieren.“

Die ADAC Actronics Rallye Sulingen startet als zweiter von sieben DRM-Läufen am Freitag, den 24. April, mit fünf Wertungsprüfungen (WP). Am Samstag stehen weitere acht WP auf dem Programm, insgesamt führt die niedersächsische Rallye über gut 150 gezeitete Kilometer.
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