Le Mans Series
13.04.2026
Julian Hanses: „Haben die Pace, um ganz vorne mitzufahren”
Bereits im Zeittraining setzte das Team ein erstes Ausrufezeichen: Bronze-Pilot Abdulla Al-Khelaifi sicherte sich mit einer starken Runde die Pole-Position in der LMGT3-Klasse. „Er hat einen Mega-Job gemacht. Ich bin extrem stolz auf seine Entwicklung, wir arbeiten seit drei Jahren zusammen und der Fortschritt ist beeindruckend“, lobte Hanses seinen Teamkollegen und Schützling.
Das vierstündige Rennen begann unter schwierigen Bedingungen. Mehrere Zwischenfälle zu Anfang führten zu Safety-Car-Phasen und sogar einer Rennunterbrechung nach einer roten Flagge, wodurch das Feld immer wieder zusammengeschoben wurde. Trotz des turbulenten Rennverlaufs behauptete sich das QMMF-Trio an der Spitze.
Julian Hanses übernahm als zweiter Fahrer das Steuer des Mercedes-AMG GT3 in einer besonders anspruchsvollen Rennphase. Es waren wieder Safety-Car-Bedingungen und die Konkurrenz hingen ihm im Nacken. Über mehr als eine Stunde verteidigte der 28-Jährige die Führung souverän und lieferte sich intensive Duelle im eng zusammengerückten Feld. „Das war ein extrem harter Stint. Eigentlich war es durchgehend Verteidigung und Kampf um die Position. Es war nicht einfach, aber ich konnte die Führung über meinen gesamten Stint halten“, fasste Hanses zusammen.
Im letzten Rennabschnitt gab das Team jedoch Positionen ab. Trotz starker Ausgangslage reichte die Pace in der Schlussphase nicht ganz aus, um die Spitzenposition zu verteidigen. Am Ende stand ein vierter Platz beim Debütwochenende zu Buche, ein solides Ergebnis in einem der stärksten GT-Felder Europas. Für Julian überwiegen dennoch die positiven Eindrücke: „Wir haben gezeigt, dass wir die Pace haben, ganz vorne mitzufahren. Das Wochenende hat viel Potenzial gezeigt, darauf können wir aufbauen.“
Bereits in drei Wochen geht es für den Rheinländer in der ELMS weiter: Beim zweiten Saisonlauf auf dem Circuit Paul Ricard will das Team den nächsten Schritt machen. Zuvor steht für den Rheinländer jedoch ein weiterer internationaler Einsatz auf dem Programm. In Spa-Francorchamps tritt er beim 12-Stunden-Rennen erneut mit Mühlner Motorsport im Porsche 911 GT3 Cup (992) an. Mit dem klaren Ziel, eine offene Rechnung aus dem Vorjahr zu begleichen. Da kostete ein Unfall zu Rennbeginn einen möglichen Sieg.





