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Auto & Straße
25.01.2026

Abenteuer Auto-Tuning – auf diese Dinge sollte man achten

Erst mit viel Aufwand umgebaut. Dann steht das Auto in der Garage, weil es im öffentlichen Straßenverkehr nicht mehr zugelassen wird. Dieses Debakel will kein Autofan riskieren. Entsprechend wichtig ist es, beim Auto Tuning gut informiert vorzugehen. Darauf sollte man achten.

Längst kein Nischenhobby mehr

Früher galt es als Nischenhobby erfahrener Mechaniker. Heute interessieren sich zahlreiche Menschen für Auto Tuning. Besonders hoch ist das Interesse an individueller Autoumgestaltung. Fernsehformate wie „Die Tuning“ Profis werden aus dem Grund von vielen Zuschauern verfolgt. Bei der diesjährigen „Tuning World Bodensee“ gab es mit 112.000 Besuchern einen neuen Messerekord. Begeistert von individuellen Umgestaltungen fragen sich viele Verbraucher und Hobbyschrauber, ob Auto Tuning nicht für sie in Frage kommt. Bevor man das in die Tat umsetzt, sollte man wissen, was möglich ist und wo Veränderungen an gesetzliche Grenzen stoßen.

Beliebte Optionen beim Tuning:

  • Optisches Tuning: Veränderung des Designs nach individuellen Wünschen
  • Tuning für mehr Leistung: Chiptuning, Turbolader-Upgrades und Karosserieanpassungen
  • Tuning für ein verändertes Fahrgefühl: Tieferlegen oder Soundtuning
  • Retro-Tuning: Umbau nach Inspiration berühmter historischer Modelle

Die richtige Ausstattung für den Umbau

Ende 2023 hatte das Branchenberatungsunternehmen BBE Auto die Studie „Emotionale Mobilität, Autotuning und -veredelung“ veröffentlicht. Die Ergebnisse dieser Erhebung zeigen, dass sich das Auto Tuning zu einem wichtigen Marktfaktor entwickelt hat. Außerdem schrauben gut vier Fünftel der Tuning Fans selbst am Auto herum. Sie kaufen sich hochwertige Teile und investieren viel Geld in den Umbau des Autos. Wer eine Kreditkarte mit Option auf Ratenzahlung hat, wie z. B. die awa7, kann über deutsche und internationale Fachhändlern bequem und sicher spezialisierte Produkte für solche Herzensprojekte einkaufen oder das Auto von Experten tunen lassen.

Der Gesetzgeber blickt beim Auto Tuning auf die Finger

Der Gesetzgeber lässt Verbrauchern einerseits Freiheit beim individuellen Gestalten von Fahrzeugen. Auf der anderen Seite setzt er dem Autoumbau begründete Grenzen. Insbesondere darf das Tuning die Sicherheit des Fahrzeugs nicht gefährden. Außerdem muss das Fahrzeug weiter den geltenden Umweltschutzvorschriften genügen. Und drittens sollte es durch einen Umbau nicht zu einem lauten Störfaktor für die Umgebung werden. Für die beliebtesten Tuningprojekte sollte man auf folgende Dinge achten.

Das sind die wichtigsten Vorgaben:

  • Leistungstuning: geltende Geräuschvorschriften und Abgasnormen einhalten
  • Optisches Tuning: gute Sichtbarkeit im Straßenverkehr muss weiterhin gegeben sein
  • Tieferlegen: grundsätzliche Bodenfreiheit nach StVZO muss gewährt werden
  • Soundveränderung und Auspuffumbau: Motorbetrieb im Rahmen der Lärmgrenzen

Der amtliche Weg zurück in den Straßenverkehr

Neben technischen Fragen gibt es bürokratische Dinge, die man beachten sollte. Die Meldung des geplanten Auto Tunings an die Versicherung zum Beispiel. Wer keine Meldung vornimmt, läuft ansonsten Gefahr, dass die Versicherung im Schadensfall die Zahlung verweigert. Durch die Meldung können sich Versicherungsbeiträge verändern. Seit Kurzem gibt es auch spezialisierte Versicherungsoptionen für Tuner. Das veränderte Auto muss anschließend durch den TÜV gebracht werden, so dass es für den öffentlichen Straßenverkehr zugelassen ist. Wo diese letzten Hürden genommen sind, steht einer freien Fahrt mit dem einzigartigen Wagen nichts mehr im Weg.
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