Neben Rovera überzeugte vor allem Ferrari mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung, denn gleich vier Fahrzeuge der italienischen Marke erreichten die Runde der besten acht.
So funktioniert die Superpole
Anders als in einem klassischen Qualifying wurde die Startaufstellung an der Spitze in mehreren Ausscheidungsrunden ermittelt. Zunächst qualifizieren sich die 32 schnellsten Fahrzeuge aus dem kombinierten Qualifying für die Superpole. Dabei nominierte jedes Team einen Fahrer, der ausschließlich die Superpole bestreitet. Eine genauere Erklärung hier: Wie wird die Pole-Position ermittelt?
Im ersten Abschnitt kämpfen die 32 Fahrer um den Einzug in die nächste Runde. Die 16 Schnellsten erreichen die zweite Session. Dort wurde das Feld erneut halbiert, sodass nur noch die besten acht Fahrer weiterkamen. Nach einer weiteren Halbierung zogen die letzten vier in das Finale ein.
Dort blieben schließlich nur vier Minuten Zeit. Das reichte lediglich für eine Aufwärmrunde und eine einzige fliegende Runde. Jeder kleine Fehler entscheidet dabei über Sieg oder Niederlage – eine zweite Chance gab es nicht.
Ferrari dominiert die Ausscheidungsrunden
Bereits in der zweiten Superpole-Session deutete sich die Stärke der Ferrari an. Alessio Rovera, Arthur Leclerc, Frederik Schandorff und Dennis Marschall brachten gleich vier Ferrari unter die besten acht. Hinzu kamen Alex Levi (Audi), Tom Fleming (McLaren), Lucas Auer und Jules Gounon (beide Mercedes-AMG).Ausscheiden mussten:
9. Marvin Kirchhöfer – McLaren #59
10. Alex Aka – Audi #99
11. César Gazeau – Mercedes-AMG #6
12. Arjun Maini – Ford #64
13. Alessandro Perel – Ferrari #45
14. Ben Dörr – McLaren #23
15. Guilherme Oliveira – McLaren #5
16. Ricardo Feller – Porsche #80
Nach dem zweiten Ausscheidungsdurchgang blieben nur noch Alessio Rovera, Arthur Leclerc, Tom Fleming und Jules Gounon im Rennen um die Pole Position.
Ausscheiden mussten:
5. Frederik Schandorff – Ferrari #71
6. Alex Levi – Audi #66
7. Dennis Marschall – Ferrari #74
8. Lucas Auer – Mercedes-AMG #48
Rovera behält im Finale die Nerven
Im nur vier Minuten langen Finale eröffnete Arthur Leclerc mit einer ersten Richtzeit. Kurz darauf übernahm Alessio Rovera die Spitze und setzte die entscheidende Bestmarke. Tom Fleming schob den McLaren danach noch auf Rang zwei, während Jules Gounon im Mercedes-AMG den vierten Platz belegte.Damit lautete das Endergebnis der Superpole:
1. Alessio Rovera (Ferrari)
2. Tom Fleming (McLaren)
3. Arthur Leclerc (Ferrari)
4. Jules Gounon (Mercedes-AMG)
Mit der Pole-Position unterstreicht Ferrari seine starke Form im Vorfeld der 24 Stunden von Spa. Ob daraus Sonntag auch der Gesamtsieg wird, entscheidet sich allerdings erst über die 24 Stunden Renndistanz – denn gerade in Spa spielen Strategie, Wetter, Verkehr und Zuverlässigkeit oft eine größere Rolle als der beste Startplatz.





