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24h Le Mans
15.06.2026

Herausforderndes Le-Mans-Rennen für Porsche-Kundenteam Manthey

Yasser Shahin, Riccardo Pera und Werksfahrer Richard Lietz haben die 24 Stunden von Le Mans auf dem 13. Platz der LMGT3-Kategorie beendet. Das Trio pilotierte den 911 GT3 R mit der Startnummer 92. Der zweite Rennwagen des Porsche-Kundenteams schied nach einem Unfall am Sonntagmorgen aus. Zur Feier von 75 Jahren Porsche Motorsport traten beide Elfer in einem speziellen silbernen Jubiläumsdesign an. Es ist eine Hommage an den 356 SL Coupé, der 1951 den ersten Le-Mans-Klassensieg für den Sportwagenbauer errungen hat.

Der Australier Shahin, der Italiener Pera und der Österreicher Lietz waren als Tabellenführer der FIA Endurance Trophy für LMGT3-Teams und Fahrer nach Frankreich gereist. Die Chance von Lietz auf einen siebten Klassensieg in Le Mans erlitt bereits am Samstag einen Rückschlag: In der zweiten Rennstunde lief Shahin die Box mit einer gebrochenen Spurstange an. Die außerplanmäßige Reparatur kostete den unter der Bewerbung von The Bend Manthey gestarteten 911 GT3 R drei Runden. Dies warf ihn an das Ende des Teilnehmerfelds zurück. Bis zum Zieleinlauf konnten sich die drei Fahrer vom 25. Platz auf die 13. Position vorarbeiten. In der FIA Langstrecken-Trophy belegten sie den neunten Rang. Hierfür erhalten sie vier Meisterschaftspunkte.

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Das unter dem Banner von Manthey DK Engineering eingesetzte Schwesterauto überzeugte im ersten Drittel des Rennens. Zeitweise führten Werksfahrer Ayhancan Güven aus der Türkei, der Brite James Cottingham und Timur Boguslavskiy die LMGT3-Klasse an. Ein Reifenschaden erzwang kurz vor Mitternacht einen außerplanmäßigen Reparaturstopp. Da dieser in einer Safety-Car-Phase stattfand, wechselte das Team auch gleich die Bremsen. Hierdurch fiel die Startnummer 91 zunächst ins untere Mittelfeld der GT3-Kategorie zurück. Bei einem Boxenstopp kurz vor 3:00 Uhr morgens wurde zudem die beschädigte Frontpartie getauscht.

In der zweiten Rennhälfte startete das Trio eine Aufholjagd und kam wieder einem Podestplatz nah. Gegen 10 Uhr am Sonntagmorgen folgte das Aus: Güven prallte aufgrund eines technischen Defekts ausgangs der ersten Hunaudière-Schikane gegen die Streckenbegrenzung. Der amtierende DTM-Champion blieb unverletzt.

„Niederlagen gehören im Motorsport dazu. Nach dem frühen Aus am Nürburgring schmerzt Le Mans besonders. Zusammen feiern ist das eine, aber solche Rückschläge als Team gemeinsam wegzustecken, ist schwieriger. Aus solchen Momenten Kraft zu ziehen, macht am Ende den Unterschied“, sagt Nicolas Raeder, Geschäftsführer der Manthey Racing GmbH. „Wir müssen uns jetzt ansehen, auf welche Faktoren wir an diesem Wochenende in Le Mans Einfluss hatten. Manchmal hast du einfach Pech, aber du musst gleichzeitig schauen, was hätte besser laufen können. Auch wenn sie hart sind: Das sind die charakterbildenden Momente, die uns als Team weiterbringen, wenn man richtig mit ihnen umgeht.“

Ayhancan Güven (Porsche 911 GT3 R #91): „Das Rennen endete für uns am Sonntagmorgen, als wir nach dem Pech in der Nacht mit gutem Tempo bereits wieder in den Top 5 lagen. Doch dann trat an der ungünstigsten Stelle ein technisches Problem auf und ich bin mit hoher Geschwindigkeit in die Streckenbegrenzung gerutscht. Zum Glück geht es mir gut. Ich bedauere es für das Team, dass wir das Rennen nicht zu Ende fahren konnten.“

Riccardo Pera (Porsche 911 GT3 R #92): „Wir hatten ein vielversprechendes Paket für das Rennen geschnürt und es sah gut aus. Doch früh traten Probleme auf und wir gerieten ins Hintertreffen. Dennoch konnten wir am Ende vier wichtige Punkte für die FIA Endurance Trophy mitnehmen. Wenn ich mir anschaue, wo wir gestern standen, fühlt sich das gut an.“
 
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