Mittwoch, 19. Juni 2024
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Rallye Dakar
06.06.2024

Dacia Sandriders: Erste Dakar-Tests abgeschlossen

Das Dacia Sandriders Team hat seine erste Testphase im Rahmen der laufenden Vorbereitungen für die kommende Rallye Dakar abgeschlossen. Dacia steigt mit der Teilnahme an der ultimativen motorsportlichen Herausforderung im Januar 2025 in den professionellen Motorsport ein.

Nach einem Systemcheck auf dem Millbrook Proving Ground in Großbritannien verbrachten die Dacia Sandriders vom 6. bis 9. Mai vier Tage auf dem Sweet Lamb Testgelände in Wales, Großbritannien. Anschließend begab sich das Team nach Château de Lastours in Frankreich für weitere vier Tage intensiver Tests (27. bis 31. Mai), wo die drei Besatzungen die Gelegenheit hatten, den mit BFGoodrich Reifen ausgestatteten Sandrider auf einem felsigen und anspruchsvollen Gelände zu testen.

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Cristina Gutiérrez saß zwei Tage lang in Wales am Steuer des Sandrider, bevor Sébastien Loeb, der neunfache Rallye-Weltmeister, die Test- und Entwicklungsaufgaben übernahm.

Der mehrfache Dakar-Sieger Nasser Al-Attiyah hatte in Château de Lastours zwei Tage lang die Möglichkeit, die Performance des Sandriders auf Herz und Nieren zu testen. Sébastien kehrte für eineinhalb Tage ins Cockpit zurück, während Cristina für den letzten Nachmittag zum Einsatz kam.

Tiphanie Isnard, die Teamchefin der Dacia Sandriders, bestätigte, dass die erste Testphase die Erwartungen übertroffen hat und Al-Attiyah, Gutiérrez und Loeb sowie die Ingenieure und Techniker vor Ort nur wenige, kleinere Herausforderungen zu lösen hatten.

Vor dem nächsten, umfassenden Test in Marokko (28. Juni bis 5. Juli), bei dem der Sandrider auf ähnlichem Terrain wie bei der legendären Rallye Dakar, dem Eröffnungslauf der FIA-Rallye-Weltmeisterschaft 2025 in Saudi-Arabien (3. bis 17. Januar 2025), geprüft wird, laufen nun umfangreiche Arbeiten.

Nasser Al-attiyah (Qatar), Fahrer, Die Dacia Sandriders: „Der Test in Château de Lastours war für mich das erste Mal, dass ich in den Dacia Sandrider sprang und ihn testen konnte. Ich fand ihn einfach zu fahren, zudem ist er schnell und stark. Wir haben am ersten Tag 270 Kilometer zurückgelegt und am zweiten Tag gleich noch einmal diese Distanz. Es gab keine Probleme und wir haben es sehr genossen. Wir sind gut gerüstet für die nächsten Tests und ich kann es kaum erwarten, nach Marokko zu kommen.“

Cristina Gutiérrez (Spanien), Fahrerin, Die Dacia Sandriders: „Die Gelegenheit zu haben, den Dacia Sandrider in Aktion zu sehen und meine ersten Kilometer im Auto zu fahren, war unglaublich. Ich fühle mich sehr wohl im Auto und habe mich an einen neuen Autotyp und eine für mich neue Kategorie gewöhnt. Es liegen noch einige wichtige Testtage vor uns, aber im Großen und Ganzen sind wir von der Arbeit und dem Spirit des Teams begeistert. Wir sind schon ein wenig auf die Performance des Autos bei diesen ersten Tests stolz.“

Sébastien Loeb (Frankreich), Fahrer, Die Dacia Sandriders: „Die Tests sind sehr gut verlaufen. Ich bin einen Tag in Großbritannien und zwei Tage in Frankreich gefahren. Wir haben an der Aufhängung und dem Differential gearbeitet, um eine gute Balance für den Sandrider zu finden. Ich bin sehr zufrieden damit, wie das Auto funktioniert hat. Auch der Motor lief von Anfang an gut. Nach den ersten praktischen Erfahrungen mit dem brandneuen Rennwagen sieht es mit unserem Entwicklungszeitplan wirklich gut aus und ich freue mich auf die baldigen, weiteren Tests in Marokko.“

Philip Dunabin, Technischer Direktor, Die Dacia Sandriders: „Wir haben nun eine Reihe an Tests durchgeführt, bevor wir in einigen Tagen nach Marokko zu unseren Tests in echter Rallye-Umgebung aufbrechen. Bisher ist alles erstaunlich reibungslos und ohne nennenswerte Probleme verlaufen. Wir haben es geschafft, alle grundlegenden Dinge beim Antrieb abzustimmen. Zudem konnten wir viel mehr Arbeit in der Aufhängungsabstimmung investieren, als wir erwartet hatten. Die Testzeit reichte auch, um verschiedene Getriebeeinstellungen zu testen. Die Aufhängung wurde nicht nur bei den Tests in Sweet Lamb, sondern vor allem bei den Tests in Château de Lastours gründlich überarbeitet. Alles sieht sehr positiv aus, denn es gibt nur ein paar Kleinigkeiten, die wir recht schnell abarbeiten können. Dennoch haben wir bei aller Euphorie eine Menge Arbeit vor uns, um den Dacia Sandrider in einen renntauglichen Zustand zu bringen. Jetzt arbeiten alle im Team mit Hochdruck daran, sich ordentlich für Marokko vorzubereiten, und wir freuen uns sehr darauf, unsere Dakar-Vorbereitungen dort in Kürze fortzusetzen.“
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