Montag, 22. Juli 2024
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FIA Formel E
30.06.2024

António Félix da Costa gewinnt zum zweiten Mal in Folge

Mann der Stunde in der Formel E: Nach seinen Siegen beim Porsche-Heimrennen in Berlin und zuletzt in Shanghai hat António Félix da Costa auch den ersten Lauf des Doppelrennens in Portland gewonnen. Am Samstag siegte er mit seinem Porsche 99X Electric im Nordwesten der USA und holte damit den sechsten Saisonsieg für den in Weissach entwickelten innovativen Elektrorennwagen.
 
Porsche behauptet durch den Erfolg auf dem Portland International Raceway seine Führung in der Herstellertrophäe. Es ist der insgesamt zehnte E-Prix-Sieg für das TAG Heuer Porsche Formel-E-Team. Trotz einer Beschädigung am Fahrzeug steuerte Pascal Wehrlein als Zehnter einen Punkt zum Teamergebnis bei und bleibt damit WM-Zweiter. Für das Kundenteam Andretti Formula E belegte Weltmeister Jake Dennis den sechsten Platz, Norman Nato den 13.

Florian Modlinger, Gesamtprojektleiter Formel E: „Es war die erwartete Windschattenschlacht. Ich bin sehr stolz auf das ganze Team und die Entwicklungsmannschaft in Weissach. Mit dem Sieg von António haben wir gezeigt, dass unser Porsche 99X Electric das Maß der Dinge ist. Unser Auto hat in den 13 Rennen dieser Saison sechsmal gewonnen, sogar siebenmal als erstes die Ziellinie überquert – so oft wie kein anderes. Darauf können wir stolz sein. António ist ein fantastisches Rennen gefahren. Er hat unsere Strategie super umgesetzt, war immer zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort. Für Pascal war es ein sehr schwieriges Rennen. Er hat sich am Anfang ein Bauteil eines Konkurrenten unter dem Auto eingefangen und hätte daher fast an die Box kommen müssen. Immerhin hat er in der Fahrerwertung einen Punkt aufgeholt. Bei drei noch ausstehenden Rennen ist weiterhin alles möglich. Morgen schauen wir, dass wir mit beiden Autos vorn sind.“
 
António Félix da Costa, Porsche-Werksfahrer (#13): „Was für ein verrückter Tag! Unser dritter Sieg in den letzten vier Rennen – eine unglaubliche Serie. Es war ein chaotisches Rennen, das wir hervorragend gemeistert haben. Unsere Strategie funktionierte perfekt. Zum Schluss hatten wir etwas Glück, doch wir waren zur Stelle, als es darauf ankam. Deshalb haben wir den Sieg verdient.“
 
Pascal Wehrlein, Porsche-Werksfahrer (#94): „Das war ein sehr enttäuschendes Rennen. Am Anfang sah es noch ganz gut aus, doch dann hat sich ein Teil unter meinem Auto verfangen – von einer Kollision vor mir. Danach war einfach keine Performance mehr da. Ich hatte weniger Leistung und auch die Bremse funktionierte nicht mehr so, wie sie sollte. Ich habe versucht, das Auto irgendwie nach Hause zu bringen. Dieses Rennen fühlt sich wie eine verpasste Chance an.“
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