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29.03.2023

Sieger-Neunelfer der DTM 2022 kommt ins Porsche Museum

Das KÜS Team Bernhard ist jetzt auch im Porsche Museum in Stuttgart vertreten. Neu in der Sammlung ist der 911 GT3 R der Generation 991, mit dem die Mannschaft aus dem pfälzischen Landstuhl im vergangenen Jahr am 2. Juli auf dem Norisring in Nürnberg mit Werksfahrer Thomas Preining den ersten Porsche-Sieg in der DTM einfahren und danach bis zum Finalwochenende um den Titel mitkämpfen konnte. Im Samstagsrennen in Hockenheim wurde der Bolide mit der Startnummer 24 dann bei einem heftigen Unfall schwer beschädigt, die bis dato so erfolgreiche Saison mit zwei Siegen und zwei weiteren Podiumsplätzen war beendet. Jetzt ist der Wagen, mit dem Motorsportgeschichte geschrieben wurde, vom Team um Markenbotschafter Timo Bernhard und der Abteilung Porsche Heritage und Museum repariert, in den Ursprungszustand vom Tag des Sieges am Norisring wiederhergestellt und in die Unternehmungssammlung aufgenommen worden.

„Die typische Porsche-DNA zeigen wir am besten anhand eines Rennfahrzeugs. Deshalb haben wir immer genau die Fahrzeuge im Blick, mit denen Meilensteine der Motorsportgeschichte erreicht wurden. So sind wir schnell auf das Team von Timo Bernhard und den DTM-Neunelfer gekommen. Wir ergänzen damit die Sammlung um einen wichtigen Zeitzeugen“, sagt Achim Stejskal, Leiter Porsche Heritage und Museum.

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Für das gesamte Team und Timo Bernhard, Le-Mans-Gesamtsieger, Teamchef und Porsche Markenbotschafter, ist die Übernahme des Wagens in die Sammlung des Museums ein emotionaler Moment. Nicht zuletzt, weil er das Rennfahrzeug sehr gut kennt. „Ich habe im vergangenen Jahr damit selbst noch Tests in der DTM-Konfiguration absolviert, um meinem Team Impulse liefern zu können. Das Porsche Museum ist für mich ein ganz besonderer Ort, der viele Menschen erreicht und fasziniert. Dort können sie die Historie von Porsche ganz nah erleben“, so der 42-Jährige.

Der Triumph am Norisring hat für Timo Bernhard und sein Team einen extrem hohen Stellenwert: „So einen Sieg einzufahren, das kann man fast nicht in Worte fassen.“ Der Samstag am Norisring vor beeindruckender Kulisse sei ein „historischer Tag für uns“ gewesen. 

Das Wrack wieder aufzubauen, war für die Spezialisten in der historischen Motorsportwerkstatt von Porsche Heritage und Museum kein Problem. „Unser Anspruch an die Instandsetzung des Fahrzeuges war es, so viele Teile von der Originalsubstanz wie möglich zu übernehmen“, erklärt Armin Burger, Koordinator Historischer Motorsport. „Die Instandsetzung war ein Gemeinschaftsprojekt, damit unser Fahrzeug seinen Platz in der Geschichte findet“, sagt Timo Bernhard. „Es ist nicht alltäglich, in direkter Zusammenarbeit mit dem Einsatzteam ein Fahrzeug wiederaufzubauen“, ergänzt Burger. Beim Roll-out, der Inbetriebnahme nach dem Wiederaufbau, ging es emotional zu. „Beim Anlassen des Motors hat das komplette Team Gänsehaut bekommen“, sagt Timo Bernhard, der die erste Runde nach der Restaurierung auf der hauseigenen Teststrecke des Entwicklungszentrums Weissach absolvieren durfte.  
 
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