Sonntag, 5. Februar 2023
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Rallye Dakar
06.01.2023

Yazeed Al-Rajhi und Dirk von Zitzewitz müssen Traum vom "Dakar"-Podium aufgeben

Aus der Traum vom "Dakar"-Podium: Yazeed Al-Rahji und Dirk von Zitzewitz mussten am sechsten Tage des Wüstenklassikers ihre Ambitionen auf ein gutes Resultat begraben. Auf dem schwierigen Teilstück zwischen Ha'il und Riad brach unvermittelt und überraschend die rechte hintere Radaufhängung. Eine Reparatur im Wüstensand ist nur durch den Race-Truck möglich, auf den das saudi-arabisch-ost-holsteinische Duo gegenwärtig noch wartet.

Bis dahin hatten es aussichtsreich im Rennen gelegen: auf Platz drei der virtuellen Tageswertung. Da auch andere Podiumsanwärter dem enorm schwierigen Gelände Tribut zollen mussten, wäre Rang zwei in der Gesamtwertung auf Etappe sechs möglich gewesen. Yazeed Al-Rahji und Dirk von Zitzewitz setzen am Samstag ihre Fahrt bei der "Dakar" fort, allerdings mit mehreren Stunden Rückstand auf die Spitze.

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Die sechste Etappe führte – anders als ursprünglich vorgesehen – von Ha'il nach Riad. Grund ist eine Überschwemmung des Biwaks in Ad-Dawadimi, an dem der "Dakar"-Tross ursprünglich halt machen sollte. Das hatte auch Auswirkungen auf die Wertungsprüfung, sie wurde rund 100 Kilometer auf 357 verkürzt, ehe die Teilnehmer nach Riad weiterfuhren. Sie ähnelte der des Vortages: viel Sand, viele Dünen, viel Kamelgras. Mit insgesamt 919 Kilometer bildete die neu zusammengestellte Etappe die bisher längste bei der Rallye Dakar 2023. 

Auch die folgenden Tage haben es in Sachen Gesamtkilometer in sich. Die siebte Etappe führt die Teilnehmer nach Ad-Dawadimi, nicht aber die Service-Crews. Sie dürfen einen zweistündigen Service auf der Liaison ausführen, ehe sie zurück nach Riad geschickt werden. Nach einer Nacht in Zelten – im Parc Fermé von Ad-Dawadimi – geht es auch für die Teilnehmer zurück nach Riad, wo der Ruhetag wartet.

Dirk von Zitzewitz nach der sechsten Etappe der Rallye Dakar 2023: „Heute hat die hintere rechte Radaufhängung aufgegeben – und das bei normaler Fahrt. Da ist für uns hier in der Wüste allein nichts zu machen, deshalb müssen wir auf den Race-Truck warten. Schade, wir waren auf der Strecke gerade an Carlos Sainz und Stéphane Peterhansel vorbeigegangen. Heute wäre für uns was drin gewesen.“
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