Donnerstag, 22. Februar 2024
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Auto & Straße
17.12.2023

Mit dem Auto in den Weihnachtsurlaub oder zum Skifahren

Gerade für die bevorstehende Weihnachtszeit planen viele Menschen eine längere Autofahrt, ob als Tagesausflug oder um die Feiertage mit Freunden und Verwandten zu verleben. Andere zieht es zum Wintersport ins Gebirge. Gerade in der kalten Jahreszeit können die Unwägbarkeiten der Witterung gewöhnliche Autofahren mit Schnee und Eis zum Abenteuer machen. Damit aus Reiselust nicht Reisefrust wird, hat der Automobilclub von Deutschland (AvD) einige Tipps zusammengestellt, um gut durch den Winter zu kommen.

Insbesondere im Winter sollten längere Fahrten mit dem Auto gut vorbereitet sein. Dazu gehört bereits im Vorfeld der geplanten Abreise die Wetterprognosen in den Medien zu verfolgen. Stehen Schneefälle oder gar Eisregen bevor, ist es ratsam, die Abfahrt um ein oder zwei Tage zu verschieben. Wahr ist aber auch, dass die Wettervorhersage keine absolute Sicherheit bietet. Daher sollten einige Ausrüstungsgegenstände bei einer längeren Autofahrt unbedingt an Bord sein.

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Schneeketten – oder zumindest sogenannte Anfahrhilfen – sowie Arbeitshandschuhe gehören spätestens dann ins Auto, wenn das Flachland verlassen und die Fahrt durch Mittel- oder gar Hochgebirgsregionen führen soll. Auch empfiehlt es sich eine Stirnlampe griffbereit zu haben. Mit ihr hat man die Hände frei und muss im Falle eines Falls nicht im Dunkeln herumfummeln. Tipp: Das Anlegen der Schneeketten bereits zu Hause üben. Dann sitzen im Bedarfsfall unterwegs die erforderlichen Handgriffe.

Ein oder zwei Wolldecken griffbereit im Fahrzeuginneren helfen, wenn es nicht mehr vorangeht. Gerade während der Hauptreisezeiten sind Verkehrsstaus nicht selten. Bei Schneefall steigt die Staugefahr überproportional und es kann zu langen Staus mit stehendem Verkehr kommen. Derartige Verkehrsbehinderungen lösen sich zumeist nur langsam wieder auf. Derartige Situationen können mitunter mehrere Stunden dauern. Keine gute Idee ist es, den Motor laufen zu lassen, damit die Heizung arbeiten kann. Denn wenn es doof läuft, ist der Tank leer, bevor sich der Stau auflöst. Besser: Den Motor ausschalten, auch wenn das Autoinnere dann rasch auskühlt. Jetzt helfen die Wolldecken die Insassen warmzuhalten. Eine Thermoskanne mit heißem Tee hilft ein Mindestmaß an Behaglichkeit herzustellen. Die lässt sich unterwegs leicht an einer Raststätte wieder auffüllen, wenn der Inhalt geleert oder kalt geworden ist. Zwar wird auch warme Winterbekleidung bei einer längeren Fahrt mit an Bord sein, diese sollte aber während der Fahrt nicht am Körper getragen werden, weil sie die Bewegungsfreiheit und den Gurtverlauf beeinträchtigen können. Besser möglichst griffgünstig im Auto unterbringen und im Bedarfsfall anziehen.

Damit es vor dem Antritt der Heimfahrt keine unliebsame Überraschung gibt, das Auto niemals mit angezogener Feststellbremse (Handbremse), sondern ausschließlich mit eingelegtem Gang gegen Wegrollen sichern. Bei starkem Gefälle ist zusätzlich der Einsatz eines Bremskeils oder alternativ eines großen Steins angeraten, die talwärts vor eines der Räder platziert werden. Denn bei Minustemperaturen kann die Handbremse festfrieren oder festkorrodieren. Ein Losfahren ist dann nahezu unmöglich. Verantwortlich dafür sind kleine Wassertröpfchen, die sich zwischen Bremsbeläge und –scheibe auch dann befinden können, wenn die Straße scheinbar trocken ist. Es reicht schon, wenn das Auto kurz vor dem Stopp durch eine Schmelzwasser-Pfütze gerollt ist. Die Idee, ein Enteiser-Spray zur Hilfe zu nehmen, ist übrigens umgehend zu verwerfen. Denn erstens würde der Sprühstrahl kaum den fraglichen Bereich erreichen können und zweitens enthalten derartige Sprays fettende Inhaltsstoffe, die die Wirkung der Bremse massiv beeinträchtigen, sollten sie auf die Bremsscheibe gelangen.

Grundsätzlich empfiehlt es sich für Fahrten auf Schnee und Eis, den Reifenfülldruck der Winterreifen um 0,2 bar über den vom Fahrzeughersteller vorgegebenen Wert zu erhöhen. Dadurch öffnet sich einerseits das Profil, was sowohl die Griffigkeit der Reifen als auch die Selbstreinigung des Reifenprofils verbessert. Gleichzeitig reduziert ein leicht erhöhter Luftdruck die Aufstellfläche des Reifens, woraus sich ein höheres Aufstandsgewicht ergibt. Das verbessert den Kraftschluss zwischen Reifen und Fahrbahn.
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