Sonntag, 4. Juni 2023
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ADAC Kart Masters
18.05.2023

RMW Motorsport fährt trotz Schwierigkeiten in die Top-Ten

Ein hochkarätiges Aufgebot mit 187 Fahrerinnen und Fahrern startete am Wochenende in die neue Saison des ADAC Kart Masters. RMW Motorsport trat mit 14 Piloten im Pro Kart Raceland Wackersdorf an und zeigte seine Möglichkeiten – leider blieben die Topergebnisse am Ende aus.
 
Die 1.197 Meter lange Rennstrecke in der Oberpfalz ist in den letzten Monaten zu einer zweiten Heimat für RMW Motorsport geworden. Bereits beim WAKC und letztes Wochenende beim SAKC ging die OTK-Mannschaft an den Start und feierte dort Siege und starke Ergebnisse, daran wollte man nun auch beim Start des überregionalen ADAC Kart Masters anschließen – doch so einfach waren die Rennen diesmal nicht.
 
Wohl das stärkste Feld seit Bestehen des ADAC Kart Masters füllt in diesem Jahr das Klassement der X30 Senioren. Über 40 Piloten rollten an den Start, darunter viele Teilnehmer mit internationaler Rennerfahrung. Trotzdem brauchte sich RMW Motorsport nicht verstecken. Tom Remmert und Felix Wischlitzki etablierten sich in den Top-Ten und hatten beste Chancen auf ein Top-Ergebnis. Remmert lag nach den Heats auf Rang fünf. In den Wertungsläufen lieferte er sich heiße Duelle im Spitzenfeld und schloss das Event als Achter ab. Damit lag er eine Position hinter Wischlitzki. Nach Siegen zum Saisonbeginn musste der Bayer in den Vorläufen einen Ausfall hinnehmen, betrieb aber mit Platz drei im zweiten Lauf Schadensbegrenzung. Von Startplatz 22 aus zeigte er im ersten Finale eine tolle Aufholjagd und fuhr bis auf Platz neun nach vorne. Im zweiten Finale ging es für ihn bis auf Rang sieben nach vorne.
 
Neben dem Duo gingen von Jan Waibel, Jannik Remmert und Cedric Fuchs auf die Reise. Aufsteiger Waibel zeigte mit einem sechsten Platz in einem Heat seine Möglichkeiten und sammelte seine ersten Meisterschaftspunkte. Eine beachtliche Aufholjagd gelang Jannik Remmert – im zweiten Finale fuhr er vom Ende des Feldes bis auf Rang 15 nach vorne. Cedric Fuchs fand diesmal nicht in seinen Rhythmus und landete hinter seinen Erwartungen.
 
Bei den X30 Junior war das Feld mit 36 Youngstern ebenfalls voll besetzt. Moritz Fischer und Matti Klasen waren die Hoffnungsträger von RMW Motorsport. Nach den Heats war die Stimmung auch bestens. Fischer lag auf einem starken vierten Rang und hatte beste Chancen auf einen Podestplatz. Doch beim Start zum ersten Finale kam er nicht weg und hatte es dann im weiteren Verlauf schwer den verlorenen Boden wieder gut zu machen. Nach dem Auftakt ist er Elfter im Meisterschaftsklassement. Teamkollege Klasen fand erst spät in seinen Rhythmus, fuhr im zweiten Lauf aber in die Top-Ten nach vorne.
 
Weitere Erfahrung sammelten Julian Bub und Mika Schmitt. Neu in der Klasse und mit wenigen Testkilometer in Wackersdorf galt es den Abstand zur Spitze zu verkürzen. Das gelang beiden am Ende sehr gut und sie gehen motiviert in die weitere Saison.
 
Ein ähnliches Bild bei Mini – 34 Nachwuchspiloten waren vertreten und sorgten für ein hochkarätiges Feld. Noah Schmitt und Demir Uyan fehlten die Rennpraxis, um im Mittelfeld mitzufahren. Komplettes Neuland betrat Uyan – der Fahrer aus der Türkei war noch nie auf der Strecke unterwegs und musste sich gleichzeitig auf die andere Fahrweise in Deutschland einstellen.
 
Die Premiere im ADAC Kart Masters feierte die Klasse KZ2 Masters. Veronique Stegmann knüpfte an ihre starke Vorstellung vom WAKC an und legte mit Platz sieben im Qualifying einen perfekten Start in. Etwas turbulenter verliefen die Heats, sie schaffte aber ein starkes Comeback und liegt in der Meisterschaft auf einem hervorragenden sechsten Platz. Eduardo und André Martins reisten aus Brasilien respektive Amerika an. Beide nutzen das Rennen zur weiteren Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft im September und legten erneut zu.
 
„Das war nicht unser einfachstes Wochenende. Wir sind nach den guten Tests mit großen Erwartungen angereist. Doch von Beginn an haben sich alle zu viel Druck gemacht, dagegen mussten wir erst ankämpfen – die Jungs standen sich teilweise selbst im Weg. Am Ende konnten wir aber mit einzelnen Ergebnissen unsere Möglichkeiten zeigen. Nun gilt es einen Resett zu machen und mit klarem Kopf in Ampfing anzutreten“, fasste Teamchef Michael Wangard zusammen.
 
Bevor es für RMW Motorsport vom 9.-11. Juni auf den Schweppermannring geht, startet ein kleines Team schon am kommenden Wochenende beim SAKC auf der Rennstrecke in Bayern.
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