Montag, 30. Januar 2023
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ROTAX Grand Finals
28.11.2022

Zwei RMC Grand Finals-Vizetitel für Kraft Motorsport

In der vergangenen Woche wartete der absolute Saisonhöhepunkt auf Rotax-Fahrerinnen und Fahrer aus aller Welt. Knapp 400 Akteure kämpften bei den RMC Grand Finals im portugiesischen Portimao um die begehrten Weltfinal-Titel. Kraft Motorsport schickte dort fünf Piloten an den Start und fuhr mit Lewis Gilbert und Luca Köster gleich zwei Mal zum Vizetitel.
 
Lange war es für Kraft Motorsport eine ersehnte Wunschvorstellung, sich bei den RMC Grand Finals mit der Rotax-Weltelite zu duellieren. In dieser Saison lösten nun gleich fünf Schützlinge des norddeutschen Rennteams eines der heiß umkämpften Tickets und machten sich auf den Weg zum 1.531 Meter langen Kurs an die Algarve – und das mit Erfolg.
 
Lewis Gilbert lieferte bei den Senioren eine bärenstarke Vorstellung ab. In der 72-köpfigen Kategorie platzierte sich der Schotte im Zeittraining auf Position 22 und machte fortan eine ganz klare Richtung deutlich. In allen drei Vorläufen schaffte Lewis es bis in das Spitzenpulk nach vorne und rangierte damit im Zwischenranking auf dem starken vierten Rang. Bis zum Finale drehte der erfahrene Kartfahrer noch weiter auf, kämpfte bis zum Fallen der Zielflagge um den Sieg und ergatterte letztlich als Zweiter den Vizetitel.
 
Daneben ging auch Janne Stiak bei den Senioren an den Start. Zu Beginn der Veranstaltung mischte der 15-jährige noch vor seinem Teamkollegen mit und sammelte in den Vorläufen sogar Führungskilometer. Im entscheidenden Finale gehörte Janne schließlich auch zu den Top-Favoriten und kämpfte zusammen mit Lewis an der Spitze. Im Ziel freute sich der Youngster letztlich über den starken sechsten Platz und verpasste das Podest somit nur knapp.
 
Bei den DD2 rückte Jannik Jakobs zum Angriff vor. Der Niedersachse präsentierte sich mit Rang 27 des Qualifyings auf Kurs in Richtung des Finales und unterstrich seine Ambitionen auch in den Vorläufen. Im Prefinale schied Jannik nach einem unverschuldeten Unfall allerdings vorzeitig aus und verlor damit alle Hoffnungen auf den Einzug in den finalen Wertungslauf.
 
Für Denis Thum sah es bei den DD2 Masters auf Anhieb nach einem äußert erfolgreichen Event aus. Der Routinier gab in den Trainings bereits das Tempo vor, musste im verregneten Qualifying als Zehnter jedoch etwas Speed einbüßen. Ein Ausfall im ersten Heat sorgte dann für einen herben Rückschlag und warf Denis weit hinter seine Erwartungen zurück. Doch im Finale brachte es der Kraft Motorsport-Pilot auf den Punkt, machte 15 Positionen gut und beendete das Rennen als toller Sechster.
 
Für großen Jubel sorgte auch Luca Köster bei den E20 Senioren. Der amtierende Rotax Euro Trophy-Champion galt in Portimao von Beginn an als Favorit und wurde seiner Rolle im Laufe der Woche mehr als gerecht. Von Startplatz fünf aus fuhr Luca auf Position zwei in der Zwischenwertung nach vorne kämpfte fortan um den Sieg. Im Finale führte der ambitionierte Motorsportler das Feld über die Hälfte des Rennens an und zeigte sich mit realistischen Siegeschancen. Drei Kurven vor dem Überqueren der Ziellinie setzte ein Kontrahent allerdings noch das entscheidende Manöver. Für Luca reichte es folglich mit nur 0.075 Sekunden Rückstand zum Elektrokart-Vizetitel.
 
„Eine unglaubliche Woche liegt hinter uns. Unsere erste Teilnahme an den RMC Grand Finals hat uns aufs Ganze gefordert. Unser Know-How konnten wir dabei perfekt auf das Einheitsmaterial übertragen und auch mit bis dato für uns unbekannten Chassis ganz vorne mitmischen. Bei den Senioren wäre mit etwas mehr Rennglück sogar ein Zweifach-Podium möglich gewesen. Insgesamt können wir stolz auf unsere Teamleistung sein. Bei einem derart hochkarätigen Event mit zwei Weltfinale-Vizetiteln die Heimreise anzutreten, bestätigt unsere gute Arbeit in dieser Saison und gibt ein perfektes Momentum für die kommenden Herausforderungen“, strahlte Teamchef Kilian Kraft am Abend.
 
Nach der Saison ist vor der Saison. Getreu diesem Motto starten für Kraft Motorsport schon bald die ersten Vorbereitungen für das Rennjahr 2023.
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