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Porsche Super Cup
25.05.2022

Porsche Supercup startet auf dem engen Stadtkurs im Fürstentum Monaco

Der Porsche Mobil 1 Supercup bestreitet auf dem legendären Stadtkurs von Monte Carlo seinen zweiten Saisonlauf. Das große Feld der rund 375 kW (510 PS) starken Porsche 911 GT3 Cup geht am kommenden Wochenende (26. bis 29. Mai 2022) im Rahmen des spektakulären Formel-1-Events auf den 3,337 Kilometer langen Grand-Prix-Kurs des Fürstentums. Als Tabellenführer reist der Luxemburger Dylan Pereira aus dem Team BWT Lechner Racing an. Der Niederländer Larry ten Voorde aus dem Team GP Elite, amtierender Supercup-Champion und Vorjahressieger in Monaco, liegt im internationalen Markenpokal von Porsche aktuell auf Rang zwei.

Monaco genießt dank seiner speziellen Atmosphäre eine besondere Stellung im Kalender des Porsche Mobil 1 Supercup, der 2022 seine insgesamt 30. Saison absolviert. „Am Samstag, an dem traditionell kein Training stattfindet, gehen wir meist mit dem ganzen Team auf eine Tour durch diese unglaubliche Stadt“, verrät Pereira. Die Rennstrecke führt mitten durch die Stadt und gleicht einem schmalen Leitplankenkanal. Außerdem weist sie als einziger Formel-1-Kurs einen Tunnel auf. Für Pereira gehört Monaco zu den größten Herausforderungen des Jahres. „Fahrfehler werden hier gnadenlos bestraft. Ich hoffe, im Qualifying läuft es für mich dieses Mal besser als in der vergangenen Saison“, sinniert der Supercup-Führende. 2021 musste er nach einem Kontakt mit der Streckenbegrenzung im Qualifying aus der letzten Reihe ins Monaco-Rennen starten. „Dieser Straßenkurs macht richtig Spaß. Aber nur, solange du vorne fährst“, scherzt der BWT Lechner Racing-Fahrer.

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Vor zwölf Monaten verlief ein ähnlicher Vorfall für den heutigen Porsche-Junior Laurin Heinrich noch folgenschwerer: Nur weil sein Team über Nacht einen Ersatz-Neunelfer ins Fürstentum bringen konnte, war es ihm überhaupt möglich, am Rennen teilnehmen. Deswegen zählt sich der deutsche SSR Huber Racing-Fahrer bei seinem erst zweiten Start in Monaco nur bedingt zu den Siegfavoriten. „Obwohl ich besser vorbereitet bin als im vergangenen Jahr, fehlt mir doch etwas die Erfahrung. Mit einem Top-5-Ergebnis wäre ich zufrieden“, bleibt der 20-Jährige realistisch. „Mein Ziel ist es, mich am Wochenende kontinuierlich zu steigern. Denn wie immer in Monaco wird die Startposition entscheidend – Überholen ist im Rennen extrem schwierig.“

Wie der Sieger-Champagner auf dem Podium von Monte Carlo schmeckt, wissen aus dem aktuellen Starterfeld neben Larry ten Voorde noch zwei weitere Fahrer. Der Niederländer Jaap van Lagen aus dem Martinet by Alméras gewann 2015. Und der dreimalige Supercup-Champion Michael Ammermüller (SSR Huber Racing) aus Deutschland querte 2017 und 2019 die Ziellinie als Erster.

„1993 absolvierte der Porsche Supercup in Monaco sein drittes Rennen überhaupt. Diese Strecke ist damit ein wichtiger Bestandteil unserer Tradition. Die anspruchsvolle Strecke fordert von Fahrern, Ingenieuren und Mechanikern höchste Professionalität. Ich bin gespannt, wer diese schwierige Aufgabe dieses Mal am besten meistert“, freut sich Oliver Schwab, Projektleiter Porsche Mobil 1 Supercup, auf den ersten Saisonhöhepunkt des internationalen Markenpokals. 1993, in der Supercup-Premierensaison, siegte Formel-1-Pilot Mika Häkkinen. Der Finne feierte damals den Monte-Carlo-Sieg als Gastfahrer im VIP-Neunelfer.
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