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04.08.2022

Höhen und Tiefen für Smyrlis Racing auf dem Nürburgring

Im Rahmen des ADAC Racing Weekend auf dem Nürburgring haben die DMV-Rennserien am vergangenen Wochenende spannende Wertungsläufe ausgetragen. Smyrlis Racing aus Maintal schickte sieben Fahrzeuge in die Rennen auf der Grand-Prix-Strecke und feierte starke Ergebnisse trotz einiger Komplikationen.

Im DMV BMW 318ti Cup brachte Smyrlis Racing erneut die meisten Fahrzeuge an den Start. Sieben in die gelben Teamfarben getauchte Cup-Rennwagen mischten sich unter die 48 gemeldeten Autos. Teamchef Ioannis Smyrlis startete von Position zwei in das erste 61-minütige Rennen. Nach packenden Kämpfen an der Spitze des Feldes verteidigte der gebürtige Grieche Rang zwei. Im zweiten Lauf haderte er mit Problemen und überquerte an neunter Stelle den Zielstrich. “Ich konnte dennoch wertvolle Punkte in der Meisterschaft sammeln und bin weiterhin im Rennen um den Titel”, so Smyrlis.

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Smyrlis Racing-Junior Justin Wichmann knüpfte an seine konstant starken Leistungen der laufenden Saison an. Im Qualifying fuhr der junge Rennfahrer aus Horb am Neckar auf den sechsten Platz. Nach einem gelungenen Start schob sich Wichmann bis auf den vierten Rang nach vorn und etablierte sich im dicht zusammenliegenden Spitzenfeld. “Leider verpasste ein Kontrahent den Bremspunkt vor der Schikane und traf mich. Dabei wurde mein Auto stark beschädigt und ich musste die verbleibenden 25 Minuten ohne ABS bestreiten”, sagte Wichmann. Er passte sich den erschwerten Bedingungen an und beendete den ersten 318ti Cup-Lauf auf Platz acht. Allerdings wurde seine Startnummer 500 aufgrund einer Verletzung der Parc Fermé-Regeln nachträglich disqualifiziert. “Es gab eine interne Fehlkommunikation, aber so etwas kann passieren. Natürlich ist es schade, dass ich das Ergebnis verloren habe, doch das hat mich für das zweite Rennen nur noch mehr angespornt.” Der Nachwuchspilot startete vom Ende des Feldes und zeigte eine fulminante Aufholjagd. Von Platz 45 arbeitete er sich bis auf Platz sieben nach vorn und eroberte den dritten Platz in der Juniorwertung. “38 Positionen zu gewinnen und am Ende noch einen Podiumsrang zu erobern, ist ein tolles Gefühl. Ich danke dem gesamten Team für seinen Einsatz und freue mich auf das Saisonfinale”, schloss Justin Wichmann ab.

Auf Rang 25 ergatterte Paul Heinisch den letzten Punkterang in Lauf eins. Der 18-Jährige startete von Platz 30 und überzeugte mit konstanten Rundenzeiten. Ein technischer Defekt im ersten Lauf der DMV BMW Challenge verhinderte weitere Starts von Heinisch in seiner Startnummer 504. Im DMV BMW 318ti Cup belegten der Schweizer Routinier Ralf Henggeler und Moritz Berrenberg zwei Mal den 30. Platz. Frank Anhorn, der sein zweites Autorennen mit Smyrlis Racing fuhr, freute sich im zweiten Lauf über einen Punkt für Position 25. Sein Sohn Yanis Anhorn erreichte mit Platz 31 im ersten Rennen sein bestes Ergebnis auf der 3,6 Kilometer langen Nürburgring-Grand-Prix-Variante. Dennis Voss pilotierte die Startnummer 502 und landete in Lauf eins auf Platz 33.

Zudem stelle sich Smyrlis Racing in der Eifel einer weiteren Herausforderung: Der hessische Rennstall setzte zwei BMW 318ti Cup in der DMV NES500 ein. Die Langstreckenserie trägt pro Veranstaltung ein Rennen über drei Stunden aus. Paul Heinisch erhielt spontan die Chance, gemeinsam mit Ioannis Smyrlis zu starten. Heinisch bewies, dass er die Rundenzeiten von Smyrlis mitgehen konnte und erzielte die schnellste Rennrunde in seiner Klasse. Das Duo lag mehr als zwei Stunden in Führung, als ein technischer Defekt das Auto mit der Nummer 501 zurückwarf. “Das ist sehr ärgerlich, aber es war eine tolle Erfahrung für mich, an diesem Langstreckenrennen teilzunehmen.” Einen Erfolg für Smyrlis Racing erzielten Florian Bodin, Ralf Henggeler und Moritz Berrenberg: Nach drei Stunden eroberte das Trio den zweiten Platz in seiner Klasse. Zudem feierte Ioannis Smyrlis jeweils einen Klassensieg in den beiden Durchgängen der DMV BMW Challenge, in der vier Smyrlis-Autos an den Start gingen.

Die Motorsportsaison 2022 naht langsam dem Ende, denn schon im September findet das Finale der DMV-Serien auf dem Lausitzring statt.
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