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27.03.2022

Sebastian Job holt sich den dritten Rennsieg der laufenden Saison

Diogo C. Pinto hat seine Tabellenführung im Porsche TAG Heuer Esports Supercup (PESC) mit Platz zwei im Hauptrennen auf dem Red Bull Ring weiter ausgebaut. Der Sprint über zehn Runden war für den Porsche24 Team Redline-Fahrer noch enttäuschend verlaufen. Über die doppelte Distanz konnte sich der Spanier dank einer spannenden Aufholjagd wieder in die Spitzengruppe vorarbeiten. Den Sieg auf der österreichischen Grand-Prix-Strecke sicherte sich der Brite Sebastian Job (Oracle Red Bull Racing Esports). Für den PESC-Meister von 2020 war es bereits der dritte Saisonerfolg mit der virtuellen Variante des 375 kW (510 PS) starken Porsche 911 GT3 Cup. Zuvor hatte Charlie Collins das kurze Rennen auf der Simulationsplattform iRacing gewonnen.

Als Schnellster des Qualifyings war Charlie Collins auf die Pole-Position gefahren. Den Sprint bis zur ersten Kurve verlor der VRS-Pilot zunächst jedoch gegen Kevin Ellis jr. Der Brite hatte neben ihm in der ersten Startreihe gestanden. Auf der langen Anfahrt zu Kurve 3 konnte Collins diesen Fehler aber wieder korrigieren und brachte den ersten Platz sicher ins Ziel – es war der erste Sieg in einem PESC-Rennen für den Briten. Rang zwei ging an Apex Racing-Mann Ellis vor dem australischen Oracle Red Bull Racing Esports-Fahrer Cooper Webster, dem schnellsten Rookie. Auf den Positionen vier bis sieben folgten der Finne Matti Sipilä (KOVA Esports), Sebastian Job, Zac Campbell (VRS) und Jordan Caruso aus Australien (Logitech G Altus Esports). Den so wichtigen achten Rang sicherte sich der Belgier Julien Soenen vom Team R8G eSports: Da die ersten Acht in umgedrehter Reihenfolge die Startaufstellung für das zweite Rennen beziehen, durfte sich der Neueinsteiger über die Pole-Position freuen.

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Der zweite Lauf über 20 Runden begann mit einem Paukenschlag: Zac Campbell, der Dritte in der Startaufstellung, verlor sein Auto ausgangs der ersten Kurve aus der Kontrolle. Bei seinem Dreher riss der US-Amerikaner zahlreiche nachfolgende Fahrer mit ins Verderben, darunter auch seinen Teamkollegen David Williams und Graham Carrol (Oracle Red Bull Racing Esports). Soenen profitierte von dem Durcheinander und konnte sich schnell einen kleinen Vorsprung vor Job, Sipilä, Webster und Ellis jr. herausfahren. Dahinter folgten Collins und Diogo C. Pinto. Der Portugiese war als Tabellenführer in den fünften Saisonlauf gegangen. Pünktlich zur Rennhalbzeit startete er eine Aufholjagd, die ihn bis zum 17. Umlauf auf den dritten Rang nach vorne brachte. Vor ihm: nur noch Soenen und Job. Als Job ein Ausbremsmanöver gegen den Rookie gewann, ging auch Pinto an dem Belgier vorbei. Um die ersten drei Positionen wurde in den letzten beiden Runden jedoch heftig weitergerungen. Am Ende setzte sich Job knapp gegen den Portugiesen durch und feierte seinen dritten Sieg der Saison. Soenen fiel nach einem Kontakt mit Pinto noch hinter Collins, Ellis jr. und Sipilä zurück und wurde Sechster.

Nach fünf von zehn Rennen hat Diogo C. Pinto seine Tabellenführung mit diesem Ergebnis weiter ausgebaut. Er liegt nun 38 Punkte vor Sebastian Job, den lediglich zwei Zähler von dem weiterhin drittplatzierten Kevin Ellis Jr. (235 Punkte) trennen.

Casey Kirwan gewinnt beide Allstar-Rennen in Österreich

Auch in Österreich haben die Content Creator aus der Esports-Szene zwei Allstars-Rennen im Rahmenprogram des PESC ausgetragen. Als Wettbewerbsgerät diente erneut der 313 kW (425 PS) starke Porsche 718 Cayman GT4 Clubsport. Das Qualifying konnte Jaroslav „Jardier“ Honzik für sich entscheiden. Nach dem Start des ersten Laufs über elf Runden fand er sich allerdings nur auf Rang vier wieder: Die Führung hatte der Gaststarter Casey Kirwan übernommen. Der 17 Jahre junge US-Amerikaner musste sich jedoch mit Händen und Füßen gegen seine Verfolgerin Emily „Emree“ Jones wehren. Beide lieferten sich enge Tür-an-Tür-Duelle. Im achten Umlauf konnte sich die Australierin sogar kurz an die Spitze setzen – dann nutzte Kirwan seine Chance und holte sich die Spitze zurück. Platz drei ging an Xabier „Heikki360ES“ Sanchez aus Spanien, der noch den US-Amerikaner Matt Malone abfangen konnte.

Für den Start des zweiten Rennens stellten sich die Influencer in umgekehrter Reihenfolge des ersten Zieleinlaufs auf – ein Vorteil, den Tyson „Quirkitized“ Meier für sich nutzte: Der US-Amerikaner war nach einem Dreher als Letzter gewertet worden. Nun stand er auf der Pole-Position und übernahm sofort die Spitze. Nach reichlich Tumult in den ersten Runden kristallisierte sich schnell eine neue Ordnung auf der Strecke heraus: Emily Jones lag wieder auf Platz zwei vor Kirwan, Borja Zazo und „Jardier“ Honzik. In Runde neun büßte Meier durch einen Verbremser in Kurve 3 jedoch die Führung an Kirwan ein. Es entwickelte sich ein spannender Dreikampf um den Sieg. Am Ende behielt der US-Boy die Nase knapp vorn, während „Emree“ Jones mit einem sehenswerten Manöver auf den letzten Metern noch den zweiten Rang vor „Quirkitized“ Meier übernehmen konnte.

Zur Saisonhalbzeit nach fünf von zehn Allstars-Läufen liegt Meier damit sieben Punkte vor Jones, während Zazo, Honzik und Sanchez auf den Plätzen drei bis fünf folgen.

Reif für die Insel: PESC gastiert auf der Île Notre-Dame von Montreal
In 14 Tagen läutet der Porsche TAG Heuer Esports Supercup auf dem Formel-1-Stadtkurs im kanadischen Montreal die zweite Saisonhälfte ein. Die auf der Île Notre-Dame gelegene 4,361-Kilometer-Strecke führt teilweise über Straßen, die im realen Alltag für den öffentlichen Verkehr freigegeben sind. Zu den bekanntesten Passagen zählt die enge Rechts-Links-Schikane vor Start und Ziel: An ihrer Begrenzungsmauer beendeten schon viele berühmte Rennfahrer ihren Traum vom Sieg, weshalb sie auch „Wall of Champions“ genannt wird. Die Simracer absolvieren auf dem Circuit Gilles Villeneuve einen Sprint über zehn Runden, das Hauptrennen führt über die doppelte Distanz.

Auch in Kanada bereichern wieder bekannte Influencer und Content Creator aus der Esports-Szene das Rahmenprogramm mit zwei Allstar-Rennen. Wie in Silverstone und auf dem Red Bull Ring gehen sie mit der digitalen Variante des 313 kW (425 PS) starken Porsche 718 Cayman GT4 Clubsport an den Start. Der Allstar-Livestream beginnt am 9. April ab 19:30 Uhr (MESZ) mit dem Qualifying. Für die darauffolgenden beiden Läufe schaltet die Startampel um zirka 19:45 Uhr respektive 20:05 Uhr auf Grün. Gegen 21:15 Uhr setzt der Porsche TAG Heuer Esports Supercup das Renngeschehen fort.

Fans können das iRacing-Geschehen online über die Porsche-Kanäle auf YouTube (https://www.youtube.com/c/Porsche) und Twitch (http://www.twitch.tv/porsche) live verfolgen. Weitere Informationen zum Porsche TAG Heuer Esports Supercup halten der Porsche Newsroom, der Porsche Motorsport Hub und der Twitter-Account @PorscheRaces bereit.

Casey Kirwan (USA): „Ich bin froh, dass ich heute beide Rennen gewinnen konnte. Besonders das Hauptrennen machte viel Spaß. Der Start hat mich an meine Rennen in der NASCAR erinnert: Jeder hat ständig irgendwelche Überholmanöver versucht, die Kurven bremsten wir zu viert nebeneinander an. Ich hatte gute Positionskämpfe mit Emily ‚Emree‘ Jones und Tyson ‚Quirkitized‘ Meier. Es war wirklich schwierig, die beiden hinter mir zu halten.“

Charlie Collins (GB/VRS): „Ich bin echt erleichtert und auch ziemlich überrascht, dass ich das Sprintrennen gewonnen habe – meine Saison lief bisher nicht so toll. Deshalb freue ich mich wirklich über diesen Sieg. Das Hauptrennen war ebenfalls gut. Ich startete von der achten Position und ging als Dritter durchs Ziel. Ich bin froh, dass ich dieses Rennen überstanden habe, denn ich steckte ziemlich in Schwierigkeiten. Mein Auto untersteuerte, vor allem wenn ich im Windschatten fuhr.“

Sebastian Job (GB/Oracle Red Bull Racing Esports): „Ich fühle mich ein bisschen außer Atem, um ehrlich zu sein – ein ziemlich verrücktes Rennen. Mein Qualifying lief schlecht und auch mein Renntempo ließ zu wünschen übrig. Ich habe sehr lange gebraucht, um zu den Jungs vor mir aufzuschließen und sie zu überholen. Ich glaube, ich war noch bei keiner Zieldurchfahrt so erleichtert wie bei diesem Sieg. Diogo Pinto hinter mir fuhr unfassbar schnell. Es war harte Arbeit, ihn hinter mir zu halten.“

Diogo C. Pinto (P/Porsche24 Team Redline): „Im Sprint habe ich einige Fehler gemacht, aber mit dem Hauptrennen bin ich zufrieden. Zum Schluss führte ich ein schönes Duell mit Sebastian Job. Mit ein bisschen mehr Glück hätte ich ihn vielleicht noch überholt. Hoffentlich erziele ich in Zukunft noch mehr so gute Ergebnisse. Im Vergleich zu meiner Rookie-Saison im vergangenen Jahr bin ich schneller und im Rennen cleverer geworden. Endlich fahre ich um die Meisterschaft – da wollte ich hin.“

Ergebnisse

Red Bull Ring, Sprintrennen
1. Charlie Collins (GB/VRS)
2. Kevin Ellis jr. (GB/Apex Racing Team)
3. Cooper Webster (AUS/Oracle Red Bull Racing Esports)
4. Matti Sipilä (FIN/KOVA Esports)
5. Sebastian Job (GB/Red Bull Racing Esports)

Red Bull Ring, Hauptrennen
1. Sebastian Job (GB/Red Bull Racing Esports)
2. Diogo C. Pinto (P/Team Redline)
3. Charlie Collins (GB/VRS)
4. Kevin Ellis jr. (GB/Apex Racing Team)
5. Matti Sipilä (FIN/KOVA Esports)

Punktestand nach 5 von 10 Wertungsläufen
1. Diogo C. Pinto (P/Team Redline), 275 Punkte
2. Sebastian Job (GB/Red Bull Racing Esports), 237 Punkte
3. Kevin Eliis jr (GB/Apex Racing Team), 235 Punkte
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