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14.01.2022

Porsche peilt Titelverteidigung bei den virtuellen 24 Stunden von Le Mans an

Das Porsche Esports Team tritt am Wochenende bei den virtuellen 24 Stunden von Le Mans mit zwei digitalen 911 RSR zur Titelverteidigung an. Die Werksabordnung konnte 2020 bei der Erstausgabe des Langstreckenrennens auf der Simulations-Plattform rFactor 2 die GTE-Klasse für sich entscheiden. Auch in diesem Jahr teilen sich wieder gestandene Profifahrer aus dem realen Motorsport das Lenkrad der rund 510 PS starken Porsche mit erfolgreichen Simracing-Experten. Insgesamt bereichern zehn 911 RSR das 50 Fahrzeuge zählende Teilnehmerfeld, das auch LMP2-Prototypen umfasst. Damit stellen sie nahezu jeden zweiten Rennwagen in der GTE-Kategorie. Das Endurance-Highlight auf dem virtuellen Circuit des 24 Heures beginnt am kommenden Samstag um 14.00 Uhr. 

Speziell für Porsche-Fans interessant: Der Sportwagenhersteller berichtet ab Samstag um 13:30 Uhr live von den virtuellen 24 Stunden von Le Mans. Auf der Eventfläche des eigens eingerichteten Rennzentrums in Gronau wechseln sich sechs der acht Fahrer des Werksteams direkt vor Ort am Steuer der Simulatoren ab. Experten-Interviews, Analysen und Hintergründe sowie Interviews mit den Teilnehmern runden die bis am Sonntag um 14:30 Uhr geplante Übertragung ab. Die Show wird über den Twitch-Kanal der Marke (http://www.twitch.tv/porsche) sowie auf YouTube (https://www.youtube.com/watch?v=KDbby0ZgmoI) gestreamt. Über das aktuelle Renngeschehen informiert Porsche wie gehabt auch per Twitter über seinen Account @PorscheRaces. Ein Livetiming steht auf dem Porsche Motorsport-Hub (https://motorsports.porsche.com) zur Verfügung.

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„Neben dem realen Motorsport gewinnt Simracing für Porsche eine immer größere Bedeutung. Auf diesem Weg können wir bei einer ganz neuen Zielgruppe die Leidenschaft für unsere Marke wecken. Deswegen haben wir schon 2019 den Porsche TAG Heuer Esports Supercup ins Leben gerufen. Hier treten die besten Simracer der Welt gegeneinander an. Der Cup geht Anfang Februar in seine vierte Saison“, erläutert Marco Ujhasi, Manager Esports bei Porsche Motorsport. „Bereits 2020, bei der Premiere der virtuellen 24 Stunden von Le Mans, hat sich die Kombination aus Rennprofis und Simracern bewährt – wie der Sieg in der GTE-Klasse bewiesen hat. Diesen Erfolg wollen wir nun wiederholen. Mit Coanda Esports als Teampartner fühlen wir uns für diese Herausforderung erneut bestens aufgestellt. Wie im echten Leben an der Strecke kommt es auch in der digitalen Rennwelt auf perfekt funktionierendes Teamwork und größte Aufmerksamkeit selbst für kleine Details an. Angesichts der starken Konkurrenz können sie entscheidend für den Erfolg sein.“

Porsche schickt werksseitig zwei hervorragend besetzte 911 RSR ins Rennen. Den digitalen Sportwagen mit der Startnummer 91 teilen sich der frisch berufene Porsche-Junior Laurin Heinrich (Deutschland) und Mitchell deJong aus den USA mit den Simracing-Profis Martin Krönke (Deutschland) und Mack Bakkum (Niederlande). Heinrich geht später im Jahr mit dem rund 515 PS starken 911 GT3 Cup im realen Porsche Mobil 1 Supercup im Rahmen der Formel 1 sowie im Carrera Cup Deutschland an den Start. Der Würzburger wird mit leichter Verspätung am Coanda Esports-Hauptquartier im westfälischen Gronau eintreffen: Er bestreitet kurz zuvor noch das reale 24-Stunden-Rennen in Dubai. 

Mit der Nummer 92 nehmen die GTE-Sieger der Erstausgabe die Titelverteidigung bei den virtuellen 24 Stunden von Le Mans in Angriff: Ayhancan Güven (Türkei), Tommy Östgaard (Norwegen) und Joshua Rogers (Australien) erhalten am kommenden Wochenende Verstärkung durch den US-Amerikaner Sage Karam. Rogers hat 2021 zum zweiten Mal nach 2019 den Porsche TAG Heuer Esports Supercup für sich entschieden. Rennprofi Güven war in den vergangenen beiden Jahren als Porsche-Junior der Vorgänger von Laurin Heinrich im Porsche Mobil 1 Supercup.

Weitere 911 RSR werden von Teams an den Start geschickt, die oftmals auch im realen Motorsport als Kunden von Porsche auf Rennstrecken in aller Welt unterwegs sind. Proton Competition setzt zwei Autos mit den Startnummern aus der FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft WEC ein. Am Steuer der Nummer 77 teilt sich Porsche-Werksfahrer Matt Campbell (Australien) den Rennsitz mit den Niederländern Loek Hartog und Kevin van Dooren sowie dem Franzosen Jeremy Bouteloup. In der 88 heißt das Quartett Dylan Pereira (Luxemburg), Sindre Furuseth (Norwegen), Charlie Collins (Großbritannien) und Dayne Warren (Australien). Coanda Esports betreut auch diese Fahrzeuge.

Das Team Project 1 x BPM ist ebenfalls mit zwei 911 RSR vertreten. Hier kommen Jimmy Broadbent (GB), Bram Beelen (Niederlande), René Buttler und Tim Neuendorf (beide Deutschland) sowie deren Landsmann Nicolas Hillebrand, Zbigniew Siara aus Polen sowie Peyo Peev (Bulgarien) und der italienische Langstrecken-Profi Riccardo Pera zum Einsatz. Auch GR Wolves Racing entsendet zwei Abordnungen. Alle teilnehmenden Porsche-Teams in der Übersicht:

Startnummer 25: Absolute Inspeed Racing (VRC)
Johnathan Hoggard (GB) / Daniel Cao / Xiayufei Li / Yanzhe Li (alle VRC)

Startnummer 56: Team Project 1 xBPM (D)
Jimmy Broadbent (GB) / Bram Beelen /(NL) / Tim Neuendorf (D) / René Buttler (D)

Startnummer 57: Team Project 1 xBPM (D)
Riccardo Pera (I) / Nicolas Hillebrand (D) / Zbigniew Siara (PL) / Peyo Peev (BG) 

Startnummer 61: SEM9 Axle (MAL)
Alister Yoong (MAL) / Avila Bahar (RI) / Nabil Azlan (MAL) / Davide Arduini (I)

Startnummer 77: Proton Competition (D)
Matt Campbell (AUS) / Loek Hartog (NL) / Kevin van Dooren (NL) / Jeremy Bouteloop (F)

Startnummer 86: GR Wolves Racing (GB)
Ben Barker (GB) / Bart Horsten (AUS) / Adam Maguire (IRL) / Liam de Waal (NL)

Startnummer 87: GR Wolves Racing (GB)
Tom Gamble (GB) / Alex Malykhin (BY) / Philipp Puschke (D) / Turkka Hakkinnen (SF)

Startnummer 88: Proton Competition (D)
Dylan Pereira (LUX) / Sindre Furuseth (N) / Charlie Collins (GB) / Dayne Warren (AUS)

Startnummer 91: Porsche Esports Team (D)
Laurin Heinrich (D) / Mitchell deJong (USA) / Mack Bakkum (NL) / Martin Krönke (D)

Startnummer 92: Porsche Esports Team (D)
Ayhancan Güven (TR) / Sage Karam (USA) / Joshua Rogers (AUS) / Tommy Östgaard (N)


Der Zeitplan (alle Zeiten MEZ)

Die virtuellen 24 Stunden von Le Mans beginnen am Samstag, den 15. Januar 2022, um 14:00 Uhr Ortszeit. Bereits am Donnerstag zuvor sowie am Freitag fanden offizielle Trainingssitzungen und Testrennen statt, die jedoch nicht live gestreamt wurden. Das 20-minütige Qualifying der GTE-Klasse beginnt am heutigen Freitag um 19:10 Uhr, am Samstagmorgen folgt ab 10:00 Uhr ein zweistündiges Warm-up. Das Rennen selbst startet um 14:00 Uhr, der Zieleinlauf ist dementsprechend am Sonntag ebenfalls auf 14:00 Uhr terminiert.


So werden die virtuellen 24 Stunden von Le Mans übertragen

Mehrere Social-Media-Kanäle übertragen das virtuelle Le-Mans-Langstreckenrennen auf der Simulations-Plattform rFactor2 im Livestream, so zum Beispiel via YouTube (YouTube.com/traxiongg und YouTube.com/user/FIAWEC) oder Twitch (www.Twitch.tv/traxiongg). Aktuelle News publiziert der Veranstalter auch über Facebook, Instagram und Twitter jeweils unter @lemansvirtual. 


Stimmen vor dem Rennen

Laurin Heinrich (Porsche Esports Team #91): „Unglaublich, dass ich die virtuellen 24 Stunden von Le Mans für das Porsche Esports Team bestreiten darf! Da ich am gleichen Wochenende aber auch beim realen 24-Stunden-Rennen in Dubai im Einsatz bin, wird es eine besondere Herausforderung: Ich muss schon vor dem Zieleinlauf aus den Emiraten abreisen und mich auf den Weg nach Gronau zu Coanda Esports machen. Zusammen mit meinen starken Teamkollegen Mitchell deJong, Martin Krönke und Mack Bakkum möchte ich natürlich den Sieg von Porsche aus dem Jahr 2020 verteidigen. Dank unserer intensiven Vorbereitung und Zusammenarbeit haben wir uns vielversprechende Voraussetzungen für dieses Langstreckenrennen geschaffen.“

Joshua Rogers (Porsche Esports Team #92): „Ich freue mich sehr auf das virtuelle Le Mans – ich betrachte es als eine Ehre, eine Marke wie Porsche wieder auf einer so großen Bühne vertreten zu dürfen. Das letzte Mal ist schon eine Weile her, aber als Team sind wir so gut vorbereitet wie möglich. Natürlich setzen wir alles daran, unseren Titel zu verteidigen. Ayhancan, Tommy, Sage und ich pushen uns gegenseitig sehr und arbeiten hart dafür, in den unterschiedlichsten Szenarien das Beste aus dem Auto herausholen zu können.“
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