Samstag, 30. September 2023
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Champions of the Future
17.04.2022

Neue Sieger beim zweiten Lauf der Champions of the Future in Zuera

Nach den Rennen im portugiesischen Portimao hieß es für 64 Senioren und 72 Junioren die Reise nach Spanien anzutreten, um am zweiten Wochenende der Champions of the Future Serie teilzunehmen. Auf der mit 1.699 Metern längsten, aber auch schnellsten Strecke des Kalenders lieferten sich die Piloten und Pilotinnen enge, von Windschattenduellen geprägte Rennen mit den Siegern Dmitry Matveev (Koski Motorsport) in der Kategorie der OK Junioren und Kean Nakamura Berta (KR Motorsport) bei den OK Senioren.

Das Wetter zeigte sich in Zuera von seiner besten Seite und bot mit angenehmen Temperaturen um die 20 Grad Celsius und einer trockenen Strecke perfekte Bedingungen für die Rennaction am Wochenende des 16./17. April. Das Rennen diente der Kart-Weltelite als Vorbereitung auf die anstehende FIA Kart-Europameisterschaft, die in zwei Wochen an selber Stelle ausgetragen wird.

OK Junior: Nathan Tye dominiert, Dmitry Matveev stielt Sieg im Finale

Zu Beginn des Qualifyings übernahm der Brite Nathan Tye die Kontrolle über die Konkurrenz der OK Junioren. Mit der Pole-Position sicherte sich der Sodikart-Werksfahrer die beste Ausgangslage für die Heats und behielt auch in diesen unangefochten die Spitze. Jules Caranta (Energy Corse) folgte.

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Im Finale startete Tye von der Pole-Position und führte die Anfangsphase des 17 Runden langen Rennens an. Schnell setzten sich die Favoriten vom Feld ab und wechselten die Positionen untereinander. Dmitry Matveev (Koski Motorsport) hatte sich von Position sieben auf dem Grid schnell an Tye herangearbeitet und übernahm gegen Mitte des Rennens die Führung. Diese sollte er bis zum Fallen der Zielflagge nichtmehr abgeben. Tye blieb in seinem Windschatten und war Matveevs nächster Verfolger im Ziel. Den letzten Platz auf dem Podest nahm Anatholy Khavalkin aus dem Parolin-Werksteam ein. Die Deutsche Hoffnung, Taym Saleh (KR Motorsport), zeigte in den Heats eine starke Leistung und mischte unter den Top-Drei mit. Eine Strafe und ein Unfall im Superheat verhinderten jedoch eine Position auf den vorderen Plätzen der Startaufstellung für das Finale am Sonntag. Durch eine starke Aufholjagd schaffte es Saleh schlussendlich trotzdem in die Punkte, wurde hervorragender Elfter und schrammte damit nur knapp an den Top-Ten vorbei.

Durch seine Konstanz über die ersten zwei Saisonläufe übernahm Nathan Tye die Tabellenführung der Meisterschaft. Sieger des Auftaktwochenendes, Kirill Dzitiev, schaffte den Finaleinzug in Spanien nicht und fiel somit zurück. Matveev reist als Zweiter zum nächsten Saisonlauf, Anatholy Khavalkin als Dritter.

OK Senior: Kean Nakamura Berta gewinnt

Der Wettbewerb der OK Senioren war sehr ausgeglichen und bis zum Ende des Finals stellte sich kein klarer Favorit heraus. Joe Turney (Tony Kart Racing Team) schaffte es im Zeittraining nicht eine perfekte Runde in den spanischen Asphalt zu brennen, machte dies aber durch eine starke Vorstellung in den Vorläufen wieder gut, um sich die Pole-Position für das Finale zu sichern. Sein Teamkollege, Luigi Coluccio, folgte auf Rang zwei. Der Trainingsschnellste Alex Powell (KR Motorsport) machte die To-Drei in den Heats komplett.

Im Finale wechselten die Kräfteverhältnisse aber in Richtung der Kart-Republic-Piloten. OK-Junioren-Weltmeister Kean Nakamura Berta arbeitete sich von Rang fünf an die Spitze des Feldes und ließ die britische Flagge auf dem obersten Podestplatz wehen. Der Sieg des Japaners unter britischer Lizenz war aber nicht die größte Aufholjagd dieses Rennens. Der Franzose Enzo Deligny (Parolin Motorsport) war der schnellste Pilot des Finals und arbeitete sich von Rang 14 der Startaufstellung bis auf die zweite Position nach vorne. Alex Powell sah lange aus, als könnte er um den Sieg mitfahren, musste sich aber im Laufe der 20 Rennrunden Joe Turney und Ean Eyckmanns (Eyckmanns Grand Prix) geschlagen geben. Letztgenannter machte das Podium komplett. Der Deutsche Maxim Rehm beendete ein erfolgreiches Wochenende mit dem neunten Platz.

Turney übernahm durch den vierten Platz und die gute Platzierung aus den Heats die Führung der Meisterschaft.
 
Die Hälfte der Champions of the Future Serie ist nun absolviert. Weiter geht es für die Fahrer zur FIA Kart-Europameisterschaft der OK und OK Junior Klassen an selber Stelle in bereits zwei Wochen, bevor die Champions of the Future eine Pause einlegt und im schwedischen Kristianstad wieder zur Rennaction zurückkehrt.
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