Dienstag, 5. Juli 2022
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Automobilsport
02.03.2022

FIA beschließt Maßnahmen gegen Russland und Belarus

Wie viele andere Sportverbände hat nun auch der Welt Motorsport Rat der FIA Maßnahmen gegen Russland und Belarus verhängt.
 
FIA-Präsident Mohammed Ben Sulayem sagte: „Wie Sie wissen, beobachtet die FIA ​​die Entwicklungen in der Ukraine mit Trauer und Schock und ich hoffe auf eine schnelle und friedliche Lösung der gegenwärtigen Situation. Wir verurteilen die russische Invasion in der Ukraine und unsere Gedanken sind bei all jenen, die unter den Ereignissen in der Ukraine leiden. Ich möchte betonen, dass die FIA ​​zusammen mit unseren Promotern letzte Woche proaktiv in dieser Angelegenheit gehandelt und entsprechend über die Formel 1, die Formel 2, den WTCR und den International Drifting Cup kommuniziert hat. Eine aktualisierte Version der verschiedenen internationalen FIA-Kalender wird dem WMSC-Meeting in Bahrain zur Genehmigung vorgelegt.“
 
In Übereinstimmung mit den Empfehlungen des Internationalen Olympischen Komitees genehmigten die Ratsmitglieder die verschiedene Beschlüsse, die mit sofortiger Wirkung umgesetzt werden sollen:
 
  • Bis auf Weiteres finden in Russland und Weißrussland keine internationalen Wettbewerbe statt.
  • Bis auf Weiteres darf keine Flagge/Symbol oder Hymne von Russland/Weißrussland bei internationalen Wettbewerben verwendet werden.
  • Bis auf Weiteres dürfen keine russischen/belarussischen Nationalteams an internationalen Wettbewerben teilnehmen.
  • Russische/weißrussische Fahrer, einzelne Teilnehmer und Offizielle dürfen bis auf Weiteres nur neutral unter der „FIA-Flagge“ an internationalen Wettbewerben teilnehmen,
  • Vertreter russischer/belarussischer FIA-Mitglieder treten vorübergehend von ihren Rollen und Verantwortlichkeiten als gewählte Amtsträger/Kommissionsmitglieder zurück.
  • Es werden keine bestehenden FIA-Zuschussmittel an russische/belarussische FIA-Mitglieder gezahlt.
 
Der FIA-Präsident fügte hinzu: „Ich möchte den Ratsmitgliedern für ihr schnelles Handeln bei der Entscheidung dieser Maßnahmen im Interesse des Sports und des Friedens danken. Wir stehen in Solidarität mit Leonid Kostyuchenko, dem Präsidenten der Federation Automobile d’Ukraine (FAU) und der gesamten FIA-Familie des Landes. Die heute ergriffenen Maßnahmen erkennen die Autorität der FAU in der Ukraine an und stehen auch im Einklang mit den kürzlich ausgesprochenen Empfehlungen des Internationalen Olympischen Komitees. Wir sind in aktiven Gesprächen mit unseren Mitgliedern, während wir unser Mitgefühl und unsere Unterstützung in Zeiten der Not weiter ausdehnen. Wir hoffen aufrichtig auf eine friedliche Lösung ihrer unerträglichen Not.“
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