Samstag, 24. September 2022
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ADAC GT Masters
07.08.2022

Mercedes-AMG dominiert am Nürburgring im ADAC GT Masters

Das Drago Racing Team ZVO mit Jules Gounon (27/F) und Fabian Schiller (24/Troisdorf) hat am Sonntag einen spannenden achten Lauf im ADAC GT Masters auf dem Nürburgring gewonnen. Schlussfahrer Fabian Schiller überquerte im Mercedes-AMG GT3 Evo mit der Startnummer 4 nach 42 Runden als Erster die Ziellinie und sorgte damit für den zweiten Sieg von Mercedes-AMG an diesem Rennwochenende des ADAC GT Masters. „Es war ein tolles Rennen. Unser Wagen lief fantastisch und wir hatten eine gute Pace. Am Samstag waren wir Dritter, jetzt der Sieg – ich bin total glücklich“, so der 24-Jährige. 23.500 Fans sahen spektakulären und spannenden Motorsport, erlebten actionreiche Rahmenserien und sorgten für einen weiteren Besucherrekord in der Deutschen GT-Meisterschaft am Nürburgring.

In der ersten Hälfte des Rennens sah es nach einer Kopie vom Samstag aus. Pole-Setter Maro Engel (36/Monte Carlo) lag wie Raffaele Marciello (27/I) am Vortag im Mercedes-AMG GT3 Evo #48 vom Mann-Filter Team Landgraf in Führung. Jules Gounon hielt jedoch Tuchfühlung zu seinem Markenkollegen, der zweite Mercedes-AMG vom Mann-Filter Team Landgraf mit Frank Bird (22/GB) am Steuer folgte auf Platz drei. Auch nach dem Pflicht-Boxenstopp blieb diese Reihenfolge vorerst bestehen. Dann erwischte es den führenden Raffaele Marciello. Wegen Blockierens von Verfolger Schiller in der Boxengasse wurde der Mercedes-AMG-Werksfahrer mit einer Penaltylap bestraft und musste Fabian Schiller, der das Steuer von Jules Gounon übernommen hatte, vorbeiziehen lassen. Dieser kontrollierte an der Spitze das Rennen und fuhr nach einer fehlerlosen Vorstellung mit einem Vorsprung von 4,6 Sekunden den zweiten Saisonsieg für sein Team sicher vor Marciello nach Hause.

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Joel Sturm (20/Brühl) von Allied-Racing krönte im Porsche 911 GT3 R mit der Startnummer 22 erneut eine taktische Meisterleistung mit Platz drei. Sein Fahrerkollege Sven Müller (30/Bingen) hatte sich nach einem Blitzstart schon in der ersten Runde vom zwölften auf den fünften Rang vorgekämpft. Ein früher Boxenstopp und die Strafe des vor ihm liegenden Mercedes-AMG sicherten dem Porsche-Duo den letzten Podiumsplatz.

Des einen Glück war des anderen Pech. Auf Platz drei liegend erhielt Elias Seppänen (18/FIN), der das Cockpit des Mercedes-AMG GT3 Evo #84 mit Frank Bird getauscht hatte, wegen einer zu kurzen Boxen-Standzeit ebenfalls eine Strafe und musste sich schließlich mit Rang vier begnügen. Dagegen lief es für die Kombination Maximilian Götz (36/Uffenheim) und Ezequiel Perez Companc (27/RA) im Mercedes-AMG GT3 Evo #90 sehr gut. Das Duo von Madpanda Motorsport konnte neun Plätze gut machen und wurde Fünfter – das bisher beste Ergebnis für das Team aus Spanien im ADAC GT Masters. Beste Lamborghini-Piloten waren Konsta Lappalainen (20/FIN) und Mick Wishofer (22/A) von Emil Frey Racing auf Rang sechs. Dahinter kamen Kim-Luis Schramm (24/Meuspath) und Dennis Marschall (25/Eggenstein) von Rutronik Racing im schnellsten Audi R8 LMS GT3 Evo II als Siebte ins Ziel. Tollen Kampfgeist zeigten Franck Perera (38/F) und Arthur Rougier (22/F) von Emil Frey Racing, die mit ihrem Lamborghini Huracán GT3 Evo #19 zehn Plätze gut machten und den Sonntagslauf auf Platz acht beendeten. Auch die Paarung Jesse Krohn (31/FIN) und Nicky Catsburg (34/NL) von Schubert Motorsport zeigte Biss und kämpfte sich im BMW M4 GT3 #20 vom vorletzten Platz auf Rang neun vor. Die Top-Ten komplettierten Maximilian Paul (22/Dresden) und Marco Mapelli (35/I) im Lamborghini Huracán GT3 Evo #71 von Paul Motorsport.

Jules Gounon: „Meine Karriere hat am Nürburgring begonnen. Deshalb ist es umso schöner, hier meinen insgesamt zehnten ADAC GT Masters-Sieg feiern zu können. Wir hätten lieber auf der Strecke im Zweikampf gewonnen, aber so ist Motorsport, da gibt es eben Regeln. Diesen Erfolg nehme ich gern mit.“

Fabian Schiller: „Natürlich war es für den vor uns liegenden Raffaele Marciello bitter, eine Strafe zu bekommen. Er ist vor mir aus der Box gefahren und sehr langsam geworden. Warum, weiß ich nicht, aber so etwas wird eben bestraft.“
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